ANTHROPOLOGIE. Je nach Fachbereich (Biologie, Philosophie, Theologie) und Kulturbereich (mitteleuropäisch, angloamerikanisch) gibt es unterschiedliche Definitionen. Hier soll nur das Teilgebiet behandelt werden, in dem es mit der Konzeption vom basisreligion zu Berührungen kommt.

Die alte These der Anthropologie: Unsere Zivilisation engt den Menschen von Kindheit an ein, bevormundet und vergewaltigt ihn gerade im Hinblick auf seine Sexualität, die er nicht angemessen ausleben darf, entfremdet dadurch den Menschen sozusagen sich selbst (siehe Entfremdung) und macht ihn überhaupt unfrei und letztlich un-menschlich. Die Folge davon ist alles Böse in dieser Welt, angefangen von banalen Zänkereien über Ehekrachs und Ehescheidungen bis hin zu Mord und Totschlag und schließlich auch Krieg und Völkermord.

Zitiert werden in diesem Zusammenhang eigentlich immer die Forschungen von Margaret Mead (1901-1978), und Bronislaw Malinowski (1884-1942), die von der Moral von so genannten Naturvölkern auf eine menschliche Urmoral überhaupt schließen. Mead (etwa in Kindheit und Jugend in Samoa, aus der Reihe Jugend und Sexualität in primitiven Gesellschaften, Band i, München dtv, 1981, S. 23): "Wir sind gewohnt, alle Handlungen in unserer eigenen Kultur und die Normen, denen wir automatisch folgen, als für die ganze Menschheit verbindlich anzusehen. Unser eigenes Verhalten ist uns so tief eingefleischt, dass wir uns gar nicht anders vorstellen können, als dass es überall gültig sein muss", und Malinowski (in Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien - Liebe, Ehe, Familienleben bei den Eingeborenen der Trobriand-Inseln, aus dem Englischen von Eva Schumann, hg. von Fritz Kramer, Frankfurt/M.: Taschenbücher Syndikat/EVA Band 12, 1983, S. 53): "Die Freiheit und Unabhängigkeit des Kindes erstreckt sich auch auf das sexuelle Gebiet. Zunächst einmal hören und sehen die Kinder vieles vom Geschlechtsleben der Älteren. Das das Haus den Eltern nicht die Möglichkeit bietet, sich abzuschließen, hat das Kind Gelegenheit, aus eigner Anschauung sich über den Geschlechtsakt zu informieren. Es wurde mir mitgeteilt, dass Kinder durch keinerlei Vorkehrungen daran gehindert werden, den geschlechtlichen Vergnügungen der Eltern zuzuschauen. Das Kind wird nur ausgezankt und angewiesen, den Kopf unter die Matte zustecken. Manchmal wurde ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen mir gegenüber folgendermaßen gelobt: `Gutes Kind, es erzählt nie, was zwischen seinen Eltern vorgeht.´ Kleine Kinder dürfen unverhüllt geschlechtliche Gespräche mit anhören, und sie verstehen sehr wohl, um was es geht."

Doch jetzt zu den geschlechtlichen Praktiken der Kinder (S. 54 in derselben Arbeit): "Knaben und Mädchen haben reichlich Gelegenheit, sich von ihren Gefährten in erotischen Dingen unterweisen zu lassen. Die Kinder weihen sich gegenseitig in die Geheimnisse des Geschlechtslebens ein auf durchaus praktische Art und Weise und in sehr frühem Alter. Lange ehe sie imstande sind, den Geschlechtsakt wirklich auszuführen, beginnt ihr frühzeitiges Liebesleben. In ihren Spielen und Zeitvertreiben befriedigen sie ihre Neugier nach Aussehen und Funktion der Geschlechtsorgane und erleben dabei, wie es den Anschein hat, ein gewisses Lustgefühl. Abtasten der Geschlechtsorgane und leichte Perversionen, wie etwa orale Reizung der Organe (gemeint ist Oralverkehr; d. Autor), sind typische Arten dieser Vergnügungen. Es heißt, dass kleine Mädchen und Knaben häufig von ihren etwas älteren Gefährten eingeweiht werden, die sie bei ihren eigenen Liebeständeleien zuschauen lassen. Allein von dem Grad ihrer Neugier, ihrer Reife und ihres >Temperaments< hängt es ab, wie sehr oder wie wenig sie sich geschlechtlichem Zeitvertreib hingeben, denn sie sind durch keinerlei elterliche Autorität gezügelt und durch keinen Sittenkodex gebunden, abgesehen von dem besonderen Stammes-Tabu.

Die Erwachsenen, ja sogar die Eltern verhalten sich gegenüber solch kindlicher Hemmungslosigkeit entweder völlig gleichgültig oder durchaus wohlwollend - sie finden es natürlich und sehen nicht ein, warum sie einschreiten sollten. Meistens bekunden sie eine Art nachsichtiges, belustigtes Interesse und erörtern die Liebesaffären ihrer Kinder im leichten Scherzton. Oft habe ich im wohlwollenden Geplauder Aussprüche wie etwa den folgenden gehört: >Die und die (ein kleines Mädchen) hat schon Verkehr gehabt mit dem und dem (einem kleinen Jungen)<, und wenn es gerade so trifft, wird etwa hinzugefügt, es sei ihre erste Erfahrung. Wird der Liebhaber gewechselt oder spielt sich sonst ein kleines Liebesdrama in der Welt der Kleinen ab, so erörtert man es halb ernst, halb scherzend. Der kindliche Geschlechtsakt oder was ihn ersetzen muss, wird als unschuldiges Vergnügen betrachtet. >Sie spielen eben kayta (Geschlechtsverkehr haben). Sie schenken sich gegenseitig eine Kokosnuss, ein kleines Stück Betelnuss, ein paar Perlen und einige Früchte, und dann verstecken sie sich und kayta.< Doch gilt als ungehörig, wenn die Kinder ihre Liebesgeschichten im Hause betreiben, es hat vielmehr stets im Busch zu geschehen. Der Zeitpunkt, da ein Mädchen sich solcherart zu vergnügen beginnt, fällt nach meinen Informationen mit dem Anlegen des ersten Bastrockes zusammen - das wäre im Alter von vier oder fünf Jahren."

Die unvollkommenen Versuche werden dann von den Kindern innerhalb weniger Jahre durch den wirklichen Akt mit Penetration ersetzt. Nach Angaben von Malinowskis Gewährsleuten (Eingeborene, von denen der Forscher seine Informationen bezieht und die überdurchschnittlich intelligent oder kundig sind) haben immer nur Kinder derselben Altersgruppe miteinander Verkehr (Anm.: bzw. wegen der früheren Reife der Mädchen sind die entsprechenden Jungen immer etwas älter), niemals aber ältere Heranwachsende mit Kindern. Beginn des wirklichen Geschlechtslebens wird von Malinowski mit dem Alter von sechs bis acht beim Mädchen und beim Jungen von zehn bis zwölf angegeben. Von diesem Zeitpunkt an nimmt die Bedeutung der Geschlechtlichkeit mehr und mehr zu, bis sie im Laufe des Lebens wieder an Wichtigkeit verliert, wie es im Wesen der Sexualität liegt.

Geschlechtliche oder zum mindesten sinnliche Lust ist eines der Elemente, wenn nicht gar die Grundlage vieler kindlicher Zeitvertreibe...."

So weit so gut oder auch nicht. Denn

Audi et altera pars (Höre auch die andere Seite)!

Inzwischen haben andere Forscher diese etwas unglaublichen und angeblich paradiesischen Zustände etwas näher unter die Lupe genommen. Und so erfuhren wir zu den Forschungen von Frau Mead, dass die "Eingeborenen" sehr schnell merkten, was diese Forscherin sehen wollte und wofür sie die meisten Belohnungen erhielten, wenn sie sich entsprechend verhielten. Diese Leute sind ja nicht dumm, sondern vielleicht eher noch ein wenig schlitzohrig, wenn es nun mal so sein muss. Und so haben sie den "dummen" Forschern eben etwas vorgemacht....  Und so finden wir auch in der Brockhaus Encarata Enzyklopädie unter "Margaret Mead" den Hinweis: "Meads These einer antiautoritären Erziehung auf Samoa gilt allerdings inzwischen als überholt." 

Besonders interessant sind hier die Ausführungen von Sarah Dening: Die Engländerin hat in ihrem Buch “The Mythology of Sex” (London, 1996,  S. 44f) etwas genauer hingesehen. Und da ist wohl einiges anders. Zwar ist es etwa auf den Samoainseln, einer Inselgruppe in der Südsee, tatsächlich ein Statussymbol für die Jungen, wenn sie so viele Abenteuer mit Mädchen haben wie möglich, und es gibt auch genügend Mädchen, die da mitmachen. Doch die Mädchen werden dabei wenigstens zunächst einmal immer ausgetrickst, wenn nicht gar vergewaltigt - so wie das auch auf der ganzen Welt geschieht. "Gewisse Bräuche, die Norm sind auf Samoa, würden einen Aufschrei in westlichen Gesellschaften veranlassen", schreibt Dening, etwa wie ein Junge ein Mädchen zu seinem ersten Sex bringt: "Vergewaltigung ist in der Tat stillschweigend akzeptiert in der Weise einer Aktivität, die `Schlaf-Kriechen´ (`sleep-crawling´) genannt wird. Dazu gehört, dass sich ein junger Mann bei Nacht in das Haus des Mädchens einschleicht und mir ihr Sex hat, und das Ziel ist, an es heranzukommen und mit ihm zu reden mit glatten Worten und mit sanfter Überzeugungskraft. Dabei geht es allerdings nicht um eine Ehrerbietung gegenüber den Gefühlen des Mädchens oder um irgendeine Rücksichtnahme. Es ist ganz einfach ein praktischer Trick, es am Schreien zu hindern und damit die ganze Familie aufzuwecken. Für einen Jungen, der dermaßen Erfolg bei seiner Suche hat, bringt das ganze Prestige, weil es ihm gelang, Sex zu "stehlen" mit einem unverheirateten Mädchen. Ob er ansonsten an dem Mädchen interessiert ist oder nicht, ist irrelevant. Was zählt, gemäß der Samoanischen Werteskala, ist, dass er es schaffte, seine Sexualität zu stehlen von den Männern, deren Familieneigentum es ist. Die Jugend hat so ihre Stärke bewiesen und dadurch soziale Glaubwürdigkeit gewonnen."

Eine echte Freiwilligkeit der Mädchen ist wohl nie oder nur höchst selten mit im Spiel. Denn eigentlich wird auch dort überall erwartet, dass unverheiratete Mädchen jungfräulich in die Ehe gehen. Und insbesondere auf die Töchter der höheren samoanischen Familien wird deswegen sehr aufgepasst. (Zitat aus diesem Buch: "This ist not, however, the whole picture... Even today, very different rules apply to men and women and there is a high incidence of rape." usw.) Siehe auch auf deutsch den Beitrag des Erfurter Ethnologen Wolf Wagner im Internet: http://www.erato.fh-erfurt.de/so/homepages/wagner/Zuindex/Lehre/Multikulti/1eufsitz03trobriander.html und das Stichwort Pornografie im Internet.

Ich erlaube mir, aus dieser Seite etwas zu zitieren, da ich schon erlebt habe, dass sich die Website der FH Erfurt geändert hat:

"Die Trobriander spielten in der Geschichte des Fortschritts-Gedankens eine zentrale Rolle. Der große Ethnologe Bronislaw Malinowski, der die Feldforschung als Methode der Ethnologie erfunden hatte (das bedeutet, dass man längere Zeit unter den Menschen lebt, die man studieren will) hatte sich vor allem mit den Trobriandern beschäftigt. Seine Beschreibungen wurden von Wilhelm Reich aufgenommen. Reich wies in "Der Zusammenbruch der sexuellen Zwangsmoral - die Trobriander" - anhand der Arbeiten des Anthropologen  Malinowski die kausale Verquickung von der Entwicklung privaten Eigentums in Zusammenhang mit dem Übergang von der mutterrechtlichen Gemeinschaft (Matriarchat) zur vaterrechtlichen Gesellschaft (Patriarchat) und der damit einsetzenden Reglementierung des bis dahin freien Sexualverhaltens nach.
Es erschien so als ob eine freie Sexualität mit Friedlichkeit, Solidarität und Freundlichkeit und Gleichstellung der Frau einherginge. Reich und seine Nachfolger - vor allem die Studentenbewegung, meinten mit der sexuellen Befreiung die gesamte Gesellschaft in eine antifaschistische, friedliche, frauenfreundliche Richtung lenken zu können. Den Fortschritt in die richtige Richtung zu lenken, das war ihre Neuerung des Marxismus."

Oder von Margret Mead:

"Die Grundlage des Lebens auf Samoa, die das Aufwachsen so leicht, so einfach gestaltet, ist die allgemeine Gleichgültigkeit der ganzen Gesellschaft. Denn  auf Samoa spielt niemand mit hohem Einsatz, niemand zahlt einen hohen Preis, niemand leidet für seine Überzeugungen oder kämpft bis zur Ermattung für ein besonderes Ziel. Die Menschen sind weder von Armut, noch von großen Unglücksfällen bedroht. Kein unversöhnlicher Gott, der schnell erzürnt ist und streng bestraft, stört den gleichmäßigen Ablauf ihrer Tage. Niemand wird im Leben vorwärts getrieben oder wegen langsamer Entwicklung bestraft."

In der Tat hören sich derlei Schilderungen verdächtig nach "guter heiler Inselwelt" an, verborgen irgendwo hinter den großen Weltmeeren, außer Sicht- und Reichweite all der zivilisatorischen Entfremdungsmechanismen, verursacht durch Ideologie und Kapitalismus. Zu den stimmungsvollsten Anmachern der ethnologischen Literatur überhaupt gehört das berühmte erste Kapitel "Ein Tag in Samoa":

"Sobald der Tag zwischen den sanften braunen Dächern dämmert und die schlanken Palmen sich vom farblosen, glitzernden Meer abheben, schlüpfen Liebende vom Stelldichein unter Palmen oder auf dem Strand im Schatten von Kanus nach Hause, damit das Licht jeden Schläfer am richtigen Ort findet.
Wer sieht hier nicht Gauguin, hört nicht Harry Belafonte? Doch: Wenn einer eine Reise macht, dann hat er eben viel zu erzählen. Margaret Mead erzählte ein tropisches  Liebesmärchen mit anthropologischen Fußnoten. "Amor ut intelligam" heißt es bei Augustinus: Man muss lieben, um verstehen zu können. Denn Liebe macht nicht immer nur blind, sondern öffnet bisweilen auch die Türen des Verstehens. Der Tag endet in verliebter Harmonie...

.....

Umso mehr Staub wirbelte Derek Freeman 55 Jahre nach  der Niederschrift von Meads "Coming of Age in Samoa" auf. Von Liebe, Freiheit und Südsee war in Freemans "Margaret  Mead and Samoa" - zu deutsch: "Liebe ohne Aggression - plötzlich nichts mehr zu lesen. Statt dessen berichtet Freeman von tagelangen Schlägereien zwischen Großfamilien, häufigen Vergewaltigungen, grausamen Bestrafungen, steigender Kriminalität sowie vom äußerst restriktiven Charakter des samoanischen Sexualkodex’. Der übertriebene Jungfräulichkeitskult, so Freeman, führe immer wieder zu  Missverständnissen und Familientragödien. Ehebruch endete nicht selten im Krankenhaus oder im Gefängnis, Brüder verprügelten die allzu heftigen Verehrer ihrer Schwestern, Ehefrauen strangulierten die Geliebten ihrer Männer. Überschattet werde alles von ständigen Rangstreitigkeiten, an denen die Samoaner ein geradezu "obsessives Interesse"  hätten. Nach Kythera klingt das mitnichten. Eher nach dem  Platzen einer Seifenblase.

"Alle genannten Zahlen weisen darauf hin, dass samoanische Mädchen nach Beginn der Pubertät wegen der in ihrer Gesellschaft gültigen Sexualmoral schwersten Belastungen ausgesetzt sind. Innerhalb ihrer Familien  werden sie argwöhnisch bewacht und zur Disziplin angehalten. Gleichzeitig leben sie jedoch ständig in der  Gefahr, heimlich im Schlaf oder mit brutaler Gewalt  missbraucht zu werden."

Freeman selbst charakterisiert sich im Vorwort seines Buches als ehemaligen "bedingungslosen Anhänger von Margaret Meads Schriften", der jedoch nach mehreren Aufenthalten in Samoa allmählich erkennen musste, dass er "eines Tages nicht um den Versuch herumkommen würde. Meads Buch über Samoa zu widerlegen":

"Die Widerlegung von Margaret Meads Thesen aus den zwanziger Jahren brachte es notwendigerweise mit sich, dass ich mich näher mit den dunkleren Seiten des samoanischen Lebens befassen musste. Ich glaube inzwischen nachgewiesen zu haben, dass das Leben der Samoaner in der Tat eine Schattenseite hat. Wie aber ist es zu erklären, dass die junge Margaret Mead das Ethos und die Ethnographie Samoas derart verzerren konnte? Gewiss, ihre innere Bereitschaft, die Inseln der Südsee als eine Art Paradies auf Erden anzusehen, haben ihren Teil dazu beigetragen."

Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Es ist wohl dieselbe Brutalität, wie wir sie etwa bei uns im Gespräch 2 kennen oder gar noch derber. Das wird uns natürlich üblicherweise genauso wenig gesagt, wie solche Praktiken bei uns. Es sieht also so aus, dass wir sozusagen durch Unterlassung und Einseitigkeit manipuliert werden sollen (siehe Manipulation). Irgendwelche Leute scheinen ein Interesse zu haben, dass wir naiv und arglos im Zusammenhang mit der Sexualität bleiben oder gar werden, damit wir unsere Widerstandskraft verlieren, uns selbst oder unsere Kinder sexuell missbrauchen zu lassen (siehe Gebrauch und Missbrauch). So einfach ist das. Was früher mit dem Dienst für angebliche Götter erklärt wurde, was "niedrigere Menschen" wegen der Sklaverei erdulden mussten, was zur Zeit Jesu mit krimineller Energie angeleiert wurde, läuft heute in unserer wissenschaftshörigen Zeit über wissenschaftliche Begründungen.

Dabei gibt es gewiss berechtigte Anliegen!

Das sagt allerdings nicht, dass alles bei der ganzen Anthropologie falsch ist und man nichts von den Erkenntnissen auf uns hier und heute übertragen kann, allerdings auf keinen Fall so, wie das in unserer heutigen Sexualkunde geschieht. Es gibt gewiss ein berechtigtes Anliegen, dass auch schon junge Leute nicht alles im Zusammenhang mit der Sexualität verdrängen müssen und durchaus auch Spaß haben dürfen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sie an der Nacktheit und der damit verbundenen Zeige- und Schaufreude schon ihren unschuldigen Spaß hätten und vermutlich auch noch an Spiel und Sport "in diesem Auftritt" (siehe meinen Reisebericht "mit Frankfurter Kindern..."). Doch von erfahrenen Jugendlichen oder überhaupt von Erwachsenen werden diese harmlosen Dinge und die problematischeren "Befriedigungs-Spielchen" immer durcheinander gebracht... Und damit unterstellt man den jungen Menschen etwas wie dem "andorranischen Juden" bei Max Fritsch - und das erfüllt sich dann auch wie bei einer Selffulfilling Prophecy. Dass der sinnvolle Mittelweg "Nicht alles - nicht nichts" immer so schwer ist!

Siehe auch Anmerkungen zum Problem der Wissenschaftlichkeit unter Wissenschaft! Und zur Strategie, etwas Objektives herauszubekommen, siehe unter Beweise und FKK.

Weiteres Material im Internet

Von einer Besucherin meiner Website wurde ich auf die Forschungen über Gewalttätigkeit im Zusammenhang mit unterdrückter Sexualität von James W. Prescott aufmerksam gemacht (Url.: http://www.scireview.de/prescott/article-d.html). Es ist leider das alte Lied: Es wird nicht nach Nacktheit, nach unverfänglicher Berührung und Geschlechtsverkehr unterschieden, es ist alles dasselbe. Und wenn man in der Arbeit einmal mit einem Suchprogramm nach den Worten Macho, Machismo, Selbstmord oder Suizid sucht, erfährt man immer "Fehlanzeige" - obwohl Prescott etwa an anderer Stelle durchaus das Problem des Selbstmords Jugendlicher sieht. Die nicht beachtete Wirklichkeit wird also auch hier immer die sein, die Sarah Dening auf Samoa beobachtet hat. In dieser Website hier wird auch gegen die Leibfeindlichkeit vorgegangen - aber nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit einer sinnvollen Menschenkenntnis und einer auf Liebe und Partnerschaft ausgerichteten Sexualmoral.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama) Computer-Übersetzung des Buchs HONESTY AND FUN WITH THE MORALITY ins Englische unter English !