Eine attraktive Moral – gibt´s die überhaupt?

 

Ihr kennt sicher den Film Kids. Da wird sehr drastisch gezeigt, wie Mädchen regelrecht in ihrer Liebe belogen und betrogen werden. Schüler stimmen mir zu, dass der Film realistisch sei. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Mädchen da mitmachen würden, wenn sie wirklich wüßten (und wenn es ihnen zugänglich wäre, muß ihnen das auch nahe gehen), was da los geht. Und Jungen würden auch nach anderen Gesichtspunkten Mädchen suchen. Doch genau um diese Themen wird immer ein Bogen gemacht wie bei der Katze und dem heißen Brei. Als ich in meiner Diplomarbeit die in dem Film gezeigten Einstellungen und Verhaltensweisen zum Thema gemacht habe (den Film gab es damals längst noch nicht, aber was da gezeigt wird, ist ja nicht neu) und über Strategien für die jungen Leute nachgedacht habe, daß sie schließlich anders handeln könnten, wurde ich als ungeeignet für den Priesterberuf abgelehnt. Moral ginge also eigentlich, wenn man nur wollte...

Wie der Film "Kids" heute in der Moralpädagogik eingesetzt werden kann, siehe unter Einstieg.

 

Dabei gilt der leicht geschmacklose und makabre Spruch auch hier: "Spaß muß sein auf der Beerdigung, sonst geht keiner mehr hin..." Denn nur was auch Spaß macht und auch einen Kick bringt und nicht langweilig ist, kann auch gelebt werden, alles andere wird früher oder später über Bord geworfen! Und das soll auch bei der Moral funktionieren? Warum nicht? Wer sagt, das ginge nicht, der sagt doch damit nur, daß das bei ihm nicht geht...  

 

Wir haben offiziell gar keine Konzepte für eine spannende Alternative. Doch bei basisreligion gibt es eine! Schaut euch doch einmal das Gespräch 9 von Martina und Beatrix über den vorehelichen Sex an! Natürlich, Verklemmtheit und Moral sind in diesem Gespräch zwei verschiedene Stiefel, und Verklemmtheit ist mitnichten die Vorstufe zu wirklicher Moral! Also werfen wir doch einmal  alles das über Bord, was sowieso nichts bringt! Das ist dann der Stoff für eine spannende Phase der Ästhetik, und da ist gerade die Enthaltsamkeit ein ganz besonderer Kick! Was ist da sinnvoll und was nicht? Die Infragestellung der Scham könnte also eine spannende Sache sein. Wenn ein Weg, nämlich der über die Scham, erfahrungsgemäß nicht zum Ziel führt, könnte das ja ein Zeichen sein, daß wir endlich einmal aufwachen und den anderen nehmen sollten. Wenn wir also mit dem ganzen verklemmten Getue nicht zur Moral kommen – warum dann nicht mal mit der Nacktheit (natürlich eine intelligente)? Und es gibt tatsächlich keine wissenschaftlichen Untersuchungen und noch weniger irgendwelche Beweise, daß die Sexualscham wirklich zu Sexualmoral führt, also zu harmonischen Partnerbeziehungen mit Treue und Liebe, von denen doch jeder irgendwie träumt. Vermutlich ist die Scham nur ein Papiertiger (um ein Wort Maos zu verwenden) und auch nach der BIBEL ist sie ja ein Fluch für die, die die Gebote Gottes übertreten haben (siehe Zehn Gebote). Und die, die das getan haben, schließen dann von sich auf alle. Das ist unzulässig. In Wirklichkeit können wir Menschen sehr gut auf Badehosen verzichten, zumindest soweit wir (psychisch) nichts zu verbergen haben, das ist reine Gewohnheit. Und es ist ein probates Mittel für junge Menschen, hinter die Masken anderer zu schauen. Mädchen können etwa bei einem Jungen sehr schnell feststellen, ob er ein Spanner- oder ob er ein Beschützertyp ist.

Also ist Nacktheit moralischer? Man muß es nur richtig anstellen! Und dazu ist sie noch auf alle Fälle spannender! Klickt also mal auf die Wörter SCHAM, Menschenkenntnis, Insiderwissen und laßt Euch von weiteren Wörtern im Wörterbuch dieser Website motivieren!

 

Und wenn Ihr wissen wollt, wie man es konkret anfangen soll, dann kann man ja mal auf das Stichwort klicken, wo die Weihnachtsbräuche der Japaner(innen) geschildert und entsprechend verändert werden… (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)

Kozept einer attraktiven Moral: Den "Offenen Brief eines alten Religonslehrers an junge Mädchen über die weibliche Sexualität und die Bibel" (Mai 2012) gibt es auch online auf Deutsch, auf Englisch und auf Niederländisch!