Bei der AUSHANDLUNGSMORAL (heute sehr modern!) handelt es sich um ein Prinzip, bei dem alles erlaubt ist, aber jeder Schritt der Zustimmung von jeder beteiligten Person bedarf. Ob es um Sex, die Formen des Zusammenlebens oder die Berufswahl geht - es gibt nur ein einziges Tabu: Niemandem darf etwas gegen seinen Willen widerfahren.

Eine schöne Sache gewiss! Allerdings bedarf diese Moral eines Menschen , der den richtigen Durch- und Überblick hat, der also informiert ist (siehe Information), der eine sinnvolle Menschenkenntnis und ein vernünftiges Realitätsbewusstsein besitzt, der jede Leib- und Geistfeindlichkeit überwunden hat und der auch Strategien kennt, seine Vorstellungen vom Leben durchzusetzen, kurz es bedarf des wirklich emanzipierten und freien Menschen (siehe Emanzipation und Freiheit). Und dieser wirklich emanzipierte und freie Mensch ist gerade das Ziel des Konzepts basisreligion - siehe etwa Kindererziehung. Alles andere wäre doch nur wieder Manipulation, jetzt allerdings sozusagen durch die Hintertür! Ansonsten könnten wir mit dem Prinzip Aushandlungsmoral leben - und sogar sehr gut. Man könnte sie nämlich auch anders einsetzen - siehe etwa zur Gandhi-Methode oder das Gespräch 9 oder das Gespräch 16 zwischen Beatrix und Martina!

Anmerkung: Wenn jemand nun meint, diesem Stichwort zu entnehmen, dass schließlich doch wieder alles "erlaubt" ist und dass es nur darauf ankommt, dass sich beide oder auch mehrere einig sind, der irrt. Denn der Mensch mit wirklichen Durch- und Überblick, der also informiert ist, der eine sinnvolle Menschenkenntnis und ein vernünftiges Realitätsbewusstsein besitzt, der jede Leib- und Geistfeindlichkeit überwunden hat und der auch Strategien kennt usw., der kann nur noch moralisch im höchsten und bestem Sinn sein!

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)