Entscheidungen aus dem BAUCHGEFÜHL  heraus sind den typischen rationalen Entscheidungen sehr oft gleichwertig oder sogar günstiger. Siehe hierzu etwa http://de.m.wikipedia.org/wiki/Gerd_Gigerenzer

Nur in der Liebe, wo es eigentlich drauf ankäme, weil es um Glück bzw. Unglück eines Menschen geht, scheint diese Regel sehr oft nicht zu gelten. Wie kommt´s?

In der genannten Website über G. Gigerenzer schreibt der Autor: "Das Bauchgefühl darf dabei nicht mit einer zufälligen Eingebung oder Naivität verwechselt werden: Besonders gut funktionieren Bauchentscheidungen, wenn sie auf Fachwissen beruhen." Er führt als Beispiel den Fall an, wo Kunstexperten aus dem Bauchgefühl heraus vor dem Ankauf eines Bildes warnten, weil es gefälscht sein könnte (was sich dann als zutreffend heraus stellte). Das heißt also, dass schon eine gewisse spezielle Kompetenz und Erfahrung schon vorhanden sein muss.

Im Fall von Liebe oder Verliebtheit dürfte solches Spezialwissen sehr schwer sein, weil junge Menschen, die zum ersten Mal von solchen "Phänomenen" betroffen sind, dieses Wissen nun einmal nicht haben. Andererseits sind die betroffenen jungen Menschen in ihrer Situation so unzugänglich, dass sie sich von denen, die dieses Spezialwissen eher haben oder haben könnten, also vor allem von den Eltern, kaum etwas oder auch gar nichts sageh lassen. Allerdings muss man den jungen Menschen zugestehen, dass sich anderen mit ihrem Erfahrungshintergrund durchaus irren können, dass sie also eine Beziehung negativ beurteilen, owohl diese sehr glücklich werden könnte.

Im Grunde ist der junge Mensch bei seinen Entscheidungen zum Thema "Liebe" auf sich allein gestellt. Die Frage ist nun, wie kann er sich vorbereiten, dass sein Bauchgefühl ihn nicht narrt, was kann er tun, damit er ein sinnvolles und zuverlässiges Bauchgefühl erhält? 

Erfahrungsgemäß hilft ein noch so gutes rationales Konzept hier nicht weiter, denn gerade in Fragen der Liebe werden Entscheidungen im Allgemeinen zumindest zunächst einmal aus dem Bauchgfühl heraus getroffen - und sicher ist das auch sinnvoll.

Die Theorie dieser Website ist nun, dass wir alle eine Art Maske tragen, hinter der wir uns verstecken, weil wir für andere ein anderer sein möchten - besonders im Fall einer Verliebtheit. Das Komplizierte dabei ist, dass uns dieses Maske-Tragen oft gar nicht  bewusst ist, weil wir diese Maske auch vor uns selbst tragen.

Und des Rätsels Lösung?

Ein Symbol dieser Maske ist auch unsere Kleidung oder besser vielleicht auch unsere Ver-Kleidung, die uns nicht nur schützt, sondern hinter der wir uns auch ganz schön verstecken können - siehe Scham. Daher wird hier, also auf dieser Website, für das Paradies plädiert, also für eine Nacktheit aus ethischen Gründen: Kann man selbst vor dem anderen gerne nackt sein, kann auch der andere offensichtlich gerne vor einem nackt sein - und nicht nur körperlich, sondern auch was sein Denken und Reden betrifft? Kann ich also mit ihm das Paradies nicht nur erleben, sondern sogar genießen? Fühle ich hier eine Befreiung? 

Allerdings muss dieses Nacktsein schon irgendwie Gewohnheit sein, damit sich nicht zu sehr erotische Begierden aufgrund der Nacktheit in den Vordergrund drängen, die eigentlich unnatürlich sind, weil sie ihre Ursache in der Nicht-Gewohheit haben.

Auf diese Weise wird unser Bauchgefühl sozusagen programmiert, dass es (wieder) richtig funktionieren kann.

 (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)