BILDUNGSUNTERSCHIED in einer Partnerschaft ist erfahrungsgemäß eher zu verkraften, wenn der männliche Teil der Gebildetere ist. Allerdings muß die Intelligenz des weniger gebildeten Partners so groß sein, daß eine Anteilnahme an den geistigen Problemen des gebildeteren Partners nicht nur möglich, sondern auch noch für beide willkommen und bereichernd ist. Und es gibt ja auch eine Art Herzensbildung, die durch keine Schul- oder Hochschulbildung zu ersetzen ist und diese vielleicht sogar noch an Wert übertrifft. Am sinnvollsten klärt auch diese ganze Problematik sich im Erlebnis einer Phase der Ästhetik vor der Ehe.

Keinesfalls darf sich ein Partner des anderen wegen seiner geringeren Bildung schämen, solche Scham merkt man am ehesten, wenn es etwa Gesprächskreise gibt, bei denen ein Partner den anderen nicht dabei haben will, obwohl es eigentlich normal wäre. Hitler zum Beispiel schämte sich seiner Freundin Eva Braun, die er als Fotografenlehrling kennen lernte und die er nie in einer Gesellschaft dabei haben wollte. (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)