DAS BÖSE ALS RESULTAT DER VERKETTUNG UNGLÜCKLICHER UMSTÄNDE?

Das BÖSE kann eine verallgemeinernde Bezeichnung für alles das sein, was entweder der Moral einer bestimmten Kultur widerspricht und daher aus der Sicht dieser Moral verurteilt und als verwerflich abgelehnt wird, oder es kann damit im Sinn von wirklicher Moral auch schlicht und einfach alles das gemeint sein, was Leben oder Glück zerstört oder zumindest entscheidend beeinträchtigt. Um Klarheit zu schaffen, was in einer Gemeinschaft verbindlich als böse gilt und damit sich nicht jeder seine eigenen Vorstellungen vom Bösen macht, nach denen er schließlich mit seinen Mitmenschen umgeht, gibt es im Christentum und im gesamten Monotheismus die Zehn Gebote (siehe auch gut und böse und Gewissen).

 

Woher kommt nun das Böse, wie kommt es vor allem, daß konkrete Menschen und gar ganze Völker ausgesprochen böse werden?

Daß das Böse vom Teufel kommt, entspricht mytholgoischem Denken - und dieses hilft uns heute bei der Bewältigung dieses Problems nicht mehr weiter (siehe etwa Entmythologisierung), daher wird hier nicht mehr darauf eingegangen..

Ist das Böse uns Menschen von Natur aus nun angeboren (siehe Veranlagung) oder ist es erlernt (siehe Erziehung), das heißt, können wir gar nichts dazu, wenn wir böse sind, oder übernehmen wir vielleicht böse Verhaltensweisen erst im Laufe unseres Lebens von anderen Menschen, obwohl wir zunächst gut sind? Zeigt sich die Veranlagung zur Bösartigkeit eines Menschen schon in seiner Kindheit, selbst wenn es nur das war, daß er seiner Mutter patzige Antworten gegeben oder Maikäfern die Flügel ausgerissen oder alte und arme Leute geärgert hatte? Haben das allerdings nicht doch viele andere Menschen in ihrer Kindheit auch gemacht, ohne deswegen in ihrem weiteren Leben zu Verbrechern oder Triebtätern geworden zu sein? Oder war der Grund der Bosheit eines Menschen, daß er - wie uns die Tiefenpsychologie überzeugen will - in seiner Kindheit keine rechte Mutterliebe hatte? Doch wie viele andere Menschen hatten auch keine rechte Mutterliebe (was auch immer darunter zu verstehen ist) und sind trotzdem nicht böse geworden - und wie viele Menschen hatten offensichtlich in ihrem Leben genügend Mutterliebe und sie hat doch nichts geholfen?

Mit allen solchen Vermutungen kommen wir mit Sicherheit bei der Suche nach der Ursache des Bösen nicht weiter. Und gar nicht mehr akzeptabel für uns heute sind auch die Theorien von Philosophien und Theologien, die vom (immer) leibfeindlichen Dualismus ausgehen, daß sich alles in dieser Welt in die Rubriken "gut und böse" einsortierten läßt und daß daher jedem Guten auch zwangsweise immer ein Böses gegenübersteht. Denn von da ist es dann nicht weit zu der Vorstellung, daß das Böse in uns Menschen mythologisch begründet ist, daß also ein Teufel dabei seine Hände im Spiel hat, und diese Vorstellung ist nun wirklich überholt. Und wer das dennoch annimmt, der hat immerhin einen ersten Schritt in Richtung Hexenwahn getan - und damit selbst zum Bösen...

 

Nur ein konkretes Einzelbeispiel kann auch konkrete Hinweise geben!

Woran liegt es also, daß Menschen "böse" werden? Um lange und wenig konkrete und daher fruchtlose Diskussionen zu umgehen, die schließlich Kennzeichen einer Lethargie sind, die zu nichts führt, beschäftigen wir uns lieber einmal mit einem tatsächlich geschehenen Einzelbeispiel: Wir greifen aus der Masse der Bösen einen konkreten Menschen heraus, der gemeinhin als böse empfunden wird, also einen ganz besonders abscheulichen Mörder. Natürlich kann ein bestimmter Mensch als Inbegriff "des Bösen" immer nur als Arbeitshypothese gesehen werden, denn wer kann es schon wagen, den Stab über einen Menschen zu brechen? Doch darum soll es ja auch gar nicht gehen, sondern allein um die Fragen, die nur an einem wirklichen Menschen beantwortet werden können: Wie kam dieser Mensch zu seiner offensichtlich verbrecherischen Haltung und zu seinen Taten? War er wirklich schon von Natur aus schlecht? Oder welches waren die Einflüsse?

 

Ganz offensichtlich ist das Böse das unglückliche Ergebnis eines Komponentenmixes (oder auch "Mixes von Faktoren" oder Parametermixes), wobei jede einzelne Komponente (oder jeder einzelne Parameter oder Faktor) vielleicht gar nicht einmal böse ist. Viele Komponenten bzw. Parameter sind einfach nur ambivalent (siehe Ambivalenz) - je nachdem, wie sie mit anderen Komponenten zusammen spielen, wird das Ergebnis böse - oder auch gut.

Als Modellfall sei hier einmal kurz der Fall der sogenannten Bestie von Rostow vorgestellt. Und zwar geht es da um einem ganz besonders brutalen Triebtäter, der sich seit 1982 an über fünfzig Menschen - jungen Frauen und Mädchen, aber auch kleinen Jungen - bestialisch vergangen und sie schließlich umgebracht hatte. Besonders abscheulich war, daß er seinen Opfern die Augen ausgestochen und die Genitalien herausgeschnitten hatte, die er dann gegessen hatte. Aus seinen eigenen Aussagen (nach einem Dokumentarfilm im Spiegel-TV) und aus sonstigen Kenntnissen der Allgemeinbildung können wir recht gut konstruieren, was sich da im Inneren dieser Bestie im Laufe der Zeit zusammengebraut hatte, bis es dann zu den schrecklichen Morden kam. Im einzelnen können da in diesem konkreten Fall folgende Komponenten/Parameter gefunden werden:

  1. die nie gelebte Kindheit des Mörders, wie es aus den Zeichnungen hervorgeht, die er während seiner Untersuchungshaft angefertigt hatte, 

  2. die Berichte der Mutter, daß in der Hungersnotzeit Mitte der dreißiger Jahre sein Brüderchen aufgegessen wurde, das von zu Hause weggelaufen war,

  3. das erste mißlungene sexuelle Erlebnis mit einer Frau, die ihn nach seinen eigenen Aussagen wie einen Fußabtreter behandelt hatte,

  4. die zeitbedingte durch den Stalinismus von oben angeordnete Verklemmtheit bei gleichzeitiger

  5. völliger Hemmungslosigkeit beim Ausleben aller Triebe wie Mord und Vergewaltigung, wenn es wie bei der Eroberung Deutschlands durch die Rote Armee ausdrücklich erlaubt und sogar angeordnet war.

  6. Von der Veranlagung her ist jeder Mensch auf das Erlebnis von Grenzerfahrungen angelegt - ganz gleich ob sie positiv oder negativ sind. Doch es fehlt die geeignete Information, wie man das macht.

  7. Nur noch als Auslöser kann dann noch die Naivität der Opfer angesehen werden, die sich zum Mitgehen überreden ließen (siehe Verführung, Manipulation, Lüge, Information Täter und Opfer).

 

Es sieht nun so aus, als ob sich da immer eine tragische Verstrickung bei jedem einzelnen Menschen oder auch bei ganzen Gesellschaften finden läßt, an der wohl immer mehrere verschiedene Komponenten oder Faktoren beteiligt sind.

Es ist vielleicht wie beim Schießpulver, bei dem ja die Wirkung (nämlich die Explosion) auch erst möglich ist, weil verschiedene Bestandteile zusammengemixt sind, so ein Kohlenstoff-, ein Schwefel- und ein Sauerstoffträger (Salpeter), die einzeln überhaupt keine explosive Wirkung haben. Erst die richtige Zusammensetzung macht die Brisanz aus, und dann muß die ganze Mischung auch noch trocken und fest umschlossen sein (sonst brennt sie einfach nur mit gewaltiger Stichflamme ab) und ein Zündfunke gehört auch noch dazu. Und wenn eben alles zusammenkommt (und nur dann!), dann passiert ganz zwangsläufig die Explosion, es wäre schließlich sogar ein regelrechtes Wunder, wenn es nicht dazu käme!

Dabei haben nicht nur einzelne Komponenten für sich allein keine Wirkung, sondern es passiert auch nichts oder zumindest verläuft alles auch völlig anders, wenn nur eine der Komponenten fehlt oder wenn noch etwas Neues dazu kommt, wenn beispielsweise alles durchnäßt ist. Manche Komponenten haben sogar für sich oder in anderer Zusammensetzung eine völlig andere oder gar ausgesprochen positive Wirkung, zum Beispiel wird Salpeter auch in der Landwirtschaft als Dünger verwendet.

 

Kann man dann noch wirklich von Schuld reden?

Ist es bei unserem konkreten Fall der Bestie von Rostow bei näherem Hinsehen nicht dasselbe? Kamen hier nicht gerade genau die Komponenten zusammen, die schließlich einen seelisch gescheiterten Menschen zum abscheulichen Verbrecher machten? Und ist es da dann tatsächlich so einfach, von wirklicher Schuld zu reden? Was wäre, wenn eine dieser Komponenten/Parameter in diesem Komponentencocktail/Parametercocktail nicht dabei gewesen wäre, wäre dann nicht alles ganz anders verlaufen? Wäre beispielsweise nur das mißglückte sexuelle Erlebnis gewesen, wäre unser Mörder dann nicht vielleicht eher ein ganz normaler Mensch oder besser solch ein typischer Spießer oder gar ein frauenverachtender Macho geworden, wie wir sie auch heute immer noch zur Genüge kennen und wie sie auch weitgehend akzeptiert sind? Natürlich wird so etwas nie gut sein, zumal es auch ein Verstoß gegen die Zehn Gebote ist, hier gegen das der Heiligkeit der Ehe, doch ein typischer Auslöser für eine Mordserie ist es sicher nicht. Hätte er nur die Berichte über sein Brüderchen gehört, das da von hungrigen fremden Menschen aufgegessen wurde, wäre er dann nicht vielleicht eher "nur" ein verstörter und in sich gekehrter Eigenbrötler geworden? Und kann man auch hierfür wirklich dem Stalinismus mit seiner totalen Verklemmtheit die Schuld geben oder gar unseren naturgegebenen menschlichen Veranlagungen zu Grenzerfahrungen?

 

Auf alle Fälle dürfte niemand nicht so schnell und so leicht zu einem Massenmörder werden, dazu müssen schon eine ganze Menge Sicherungen durchbrennen!

Und ist das nicht auch bei ganzen Gemeinschaften von Menschen bis hin zu ganzen Völkern genauso, ist das alles nicht am Ende tatsächlich die Tragik alles Bösen, da braute sich immer sehr vieles zusammen, das sich auch völlig anders hätte entwickeln können, wenn da nur eine einzige oder zumindest wenige Komponenten anders gewesen wären? Was wäre geschehen, wenn der Triebtäter von Rostow beispielsweise als junger Mensch rechtzeitig ausreichende Informationen über Strategien erhalten hätte, um zu erkennen, welche sexuellen Abenteuer ihm nur Nachteile bringen und wie er wirklich zu einer gelungenen Einheit von Leib und Seele kommen könnte? Was wäre, wenn seine Opfer (siehe Täter und Opfer) eine bessere Menschenkenntnis gehabt hätten, wenn sie etwa vor dem Alleine-Mitgehen-in-die-angebliche-Datscha erst einmal über die Phase der Ästhetik (vielleicht à la Gandhi-Methode) diskutiert und dieses Erlebnis auch an einem Ort, wo dies möglich ist, etwa zusammen mit Freunden ausprobiert hätten? (Anmerkung: Ein grundsätzliches "Nein" ist immer ein schlechter Tipp, weil der ja doch über den Haufen geworfen wird, wenn´s drauf an kommt, sinnvoll allein sind Strategien etwa à la Toreromethode, mit denen man selbständig die Guten von den Bösen unterscheiden kann.) Aber für solche Informationen hatte niemand eine Verantwortlichkeit erkannt und in die Praxis umgesetzt, vermutlich gibt es da auch immer die entsprechenden Teufelskreise (siehe Teufelskreis), die das verhindern? Und wer sollte das auch tun, sind wir nicht alle betroffen von den Lügen in unserer Welt, die wir kaum durchschauen?

 

Nicht die wirklich Bösen sind also vermutlich hier - wie auch sonst - am Bösen in dieser Welt schuld, sondern diejenigen, die es - gar nicht einmal böswillig - unterlassen, falsche oder ungünstige Komponenten aus dem Weg zu räumen oder positive zu schaffen!

Es muß eben auch Menschen geben, die ihre Verantwortlichkeit sehen, etwa junge Menschen mit den entsprechenden Informationen zu "versorgen". Doch irgendwie haben die meisten Menschen hier eine Verweigerungshaltung, die - wenigstens ohne Weiteres - nicht mehr rational zu erklären ist. Sind wir daher alle also nicht am Ende ein wenig nützliche Idioten, wenn wir uns aus allem heraus halten, was da auch im Fall unseres Mörders Komponente war oder hätte sein können?

Ich frage mich immer, was das für Pädagogen (ja auch Priester!) sind, die etwa das Gespräch 2 in dieser Website oder auch das Gespräch 40 lesen (vermutlich brauchen sie das gar nicht erst zu lesen, denn sie dürften das ja sowieso kennen) und also genau wissen, dass hier etwas nicht in Ordnung ist und daß sie vor allem etwas in ihrem Unterricht machen könnten - siehe Kindererziehung - und dennoch nur immer weiter ihren Dienst nach Vorschrift machen und den Glauben verkündigen und immer wieder mit neuen Ablenkungsmanövern kommen. Ob solche Unterlassung nicht auch böse ist? Hartherzig ist sie zumindest!

Oder geschieht solche Unterlassung gar bewußt, weil gerade die Religionen ja vom Geschäft mit der Vergebung von Sünden (also böser Taten) leben, und wenn es keine bösen Taten mehr gebe, würde ihnen ja ihre Geschäftsgrundlage entzogen sein? Daneben gibt es ja auch noch eine ausgesprochene Verquickung von Religion und Verbrechen, siehe etwa zur Geschichte der indischen Thag-Sekte, die ihre Morde als Dienst an der Göttin Bhavani sahen.

Möglicherweise reicht es ja, wenn einige wenige böse sind und die dann die vielen anderen tyrannisieren? Und wenn so etwas zur Zeit Jesu der Fall war (siehe kriminologischer Ansatz), warum soll das nicht auch heute so sein?

 

Ob auch Kinder schon böse sein können?

Ein besonders tragischer Fall ist gewiß derjenige der beiden zehnjährigen Liverpooler Jungen, die - ebenfalls zur Zeit, da diese Website verfaßt wird - einen zweijährigen Jungen brutal erschlagen haben. Welches waren wohl hier die Komponenten des Bösen? Wir können hier letztlich nur Vermutungen anstellen, die allerdings ziemlich nahe liegen. Zum einen ist das ganz gewiß auch die Beeinflussung durch unsere heutigen Medien mit allen möglichen Brutalitäten. So ist nachgewiesen, daß die jugendlichen Mörder einen Film gesehen hatten, in dem eine Puppe brutal erschlagen wurde, doch das ist eben nur eine der Komponenten. Eine der anderen Komponenten dürfte die fehlende Information junger heutiger Menschen sein, wenn es um Fragen der Moral im Hinblick auf Beziehungen mit anderen Menschen und um wirkliche Grenzerfahrungen geht. Irgendwie stehen doch auch wir heute immer noch einer Verklemmtheit nahe, die sich nicht wesentlich von der stalinistischen unterscheidet. Und wenn Kinder schließlich da überhaupt informiert werden, dann handelt es sich zumeist um Belanglosigkeiten oder es wird dabei jegliches sinnvolle Maß überschritten. Eine wirklich tragende ethische Komponente ist jedenfalls auch heutzutage wohl kaum im unseren Gesellschaften vorgesehen.

 

Es ist interessant, wie die Bibel die Ursache des Bösen sieht:

Zwei verschiedengeschlechtliche Menschen (Adam und Eva) zerstören sich gegenseitig durch falschen Umgang mit der Sexualität ihre Einheit von Leib und Seele angestiftet durch den Teufel. Ein bloßes Verbot und Tabu hat sich dabei eher noch als Ermunterung erwiesen, bitte dieses Verbot und dieses Tabu allerdings nicht Gott anlasten, denn von dem wurde die Bibel nun wirklich nicht geschrieben! Was wäre, wenn wir diesen Beginn des Bösen endlich mit besserer Information und mit besserer Menschenkenntnis, also mit praktischem heiligem Geist, nicht mehr stattfinden lassen würden, wäre das dann nicht die Verwirklichung der Erlösung im Sinn der Nachfolge Jesu? Sicher, nicht alle, die eine gebrochene oder geschädigte Einheit von Leib und Seele haben, werden auch böse, doch können wir uns vorstellen, daß Menschen mit einer gelungenen Einheit von Leib und Seele wirklich zur Ursache oder zum Multiplikator von Bösem werden können?

Natürlich gibt es da noch das Böse auf anderen Gebieten als auf den persönlichen, so etwa in Politik und Wirtschaft. Und gerade Institutionen, ob nun von Seiten der Politik, der Wirtschaft, der Religion können durchaus "böse" sein und schließlich auch Menschen zum Bösen verleiten (siehe etwa die Milgram-Versuche). Auf den ersten Blick scheint es da gar keine Rezepte zu geben, wie sich etwas ändern läßt. Oder doch? Was wäre, wenn eine der Komponenten dieses Bösen auch immer das ist, was die Adam-und-Eva-Erzählung beschreibt (selbst wenn es nicht offensichtlich ist) und wenn wir schon einmal diese Komponente ändern? Und es kann doch zumindest nichts schaden, wenn wir damit anfangen, vielleicht hat das dann doch seine positiven Auswirkungen auf das Verhalten in Politik und Wirtschaft und Kirchen?


Anmerkung im Mai 2010: Das Böse und die Sxualität

Vielleicht ist alles viel einfacher und banaler, als wir denken, wenn in der Bibel die Sexualität und das Böse zusammenhängen? Bedenken wir zur Welt, in der die Bibel geschrieben wurde: Das war doch eine fürchterliche Machogesellschaft damals, die Situation der Frauen war etwa die der Frauen unter den Taliban im heutigen Afghanistan. Und wenn die Bibel nun von Frauen oder von Sympathisanten von Frauen (wie Jesus ganz gewiss einer war) geschrieben wurde, dann wird es doch so sein, dass alles, was mit typisch männlicher Sexualaität zu tun hat und was also auch irgendwo für Frauen Traumata bedeutet, als das Böse angeprangert wird? Und gut wird das, was einer weiblichen Sexualität entspricht?

Und wenn dann dennoch das Böse - wie in der Adam-und-Eva-Erzählung - durch eine Frau in die Welt kommt, dann aus rein pragmatischen Gründen. Es ist doch praktisch und auch nicht weltfremd, wenn eine (gute) Frau die Schuld an allem auf eine andere (böse) Frau schiebt? Und das machen nicht nur sehr oft Ehefrauen, wenn der Mann fremdgeht, sondern auch Mütter, die es gar nicht gut finden, wie ihr geliebter und braver Sohn von so manchen Frauen verdorben wird...

 (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)