Der CHARAKTER umfaßt die im Verlauf der Entwicklung eines Menschen erworbenen und verfestigten Eigenschaften der Persönlichkeit, die vor allem das Verhalten zu anderen Menschen bestimmen. In der Umgangssprache wird das Wort Charakter verschieden verwendet, oft als Summe bestimmter Eigenschaften wie zur Kennzeichnung der Willensstärke oder des Durchsetzungsvermögens. Der Charakter eines erwachsenen Menschen ist relativ stabil und ändert sich nicht von heute auf morgen. Er beeinflußt maßgeblich die Entwicklung von Sympathie und Antipathie zu einem anderen Menschen, auch und vor allem bei der Partnerwahl.

Da wir nun sowohl gegenüber unserem eigenen Charakter wie dem eines anderen Menschen je nach Stärke der Gefühle zumeist eine rosarote Brille haben, also nur das sehen, was und wie wir es sehen wollen, führt eine Einstufung nach gut und böse nicht weiter, wir müssen da bei der Beurteilung des Charakters eines anderen Menschen schon zumindest in einigen Punkten konkret werden (siehe Menschenkenntnis): Welche Ziele und Aufgaben verfolgt dieser Mensch, welche Initiativen und welche Phantasie entwickelt er, wie steht er zur Frage nach der Einheit von Leib und Seele, welche Wege sucht und findet er zur Erfüllung für sich und andere, zeigt er Ausdauer dabei, ist sein Verhalten zu anderen eher vom Gesichtspunkt des Gebrauchs oder des Mißbrauchs und vom Besitzdenken her bestimmt, erkenne ich in ihm einen verständlichen und akzeptablen Egoismus oder sieht das alles eher nach krampfiger Egozentrik aus, macht er sich seine Moral in wichtigen Dingen selbst oder empfinde ich da eher eine typische Sklavenmoral? Was hält er von den Spielregeln der Zehn Gebote? (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)