Mit EROTIK bezeichnen wir im allgemeinen eher die geistig-seelische Seite der Liebe, die weniger mit dem Verlangen nach geschlechtlicher Befriedigung zu tun hat oder darauf hingerichtet ist. So kann die Begeisterung für einen Schriftsteller, einen Lehrer, einen Politiker oder einen Gruppenführer in der Jugendgruppe (oder die entsprechende weibliche Person) wie auch schon die Begeisterung eines kleinen Kindes etwa für einen ihm lieben Besuch durchaus etwas Erotisches an sich haben. Das sollte man auch im allgemeinen dabei belassen und allenfalls dort versuchen, "mehr" daraus zu machen, wo tatsächliches Gefährte-Sein gegeben sein könnte. Dann sollte man auch offen mit dem Betreffenden darüber reden, um festzustellen, ob Gegenseitigkeit bei den Empfindungen besteht. Wenn das nicht der Fall ist, muß man das unbedingt akzeptieren! (Hätte der andere Interesse, würde er nämlich auf die eigene Initiative schon warten und freudig zustimmen!) Alle weiteren Versuche, aus der Beziehung etwas zu machen, zerstören nur die Freundschaft!

Eine harmonische Verbindung von Erotik und Sexualität, also von geistig-seelischer und körperlicher Liebe ist im Grunde der Traum eines jeden Menschen. Das Wort Erotik wird heute sinnentfremdet oft für die platteste Form der Geschlechtlichkeit mißbraucht, so im Wort "Eros-Center".

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)