FAQ

Ich nenne einmal diese Seite so, um auf Fragen einzugehen, die die Website betreffen. Und da meine Besucher oft sehr offen sind, versuche ich, das auch zu sein....

13. 5. 2009 - Alice: Zum Hinweis im Gespräch 9, dass man den Partner häufiger wechseln könnte, weil nichts passierte, find ich ziemlich heikel. Meiner Meinung nach am Ziel vorbeigeschossen, aber egal.

basisreligion:  Ich finde, das trifft genau das Ziel, denn wenn ich etwas, was ich nach allem, was ich mitbekommen habe, als negativ empfinde, ändern bzw.  verhindern will, muss ich etwas Positives dagegen setzen. Das Problem ist doch, dass junge Menschen miteinander viel zu schnell intim werden und das in einer Zeit, wo sie noch gar nicht wissen, was sie eigentlich wollen, welche Arten von Menschen es eigentlich gibt, wer eigentlich zu einem wirklich passt. Daher sollten sie lieber aus der Not eine Tugend machen und klare Regeln befolgen: Also Sex und alles, was mit den Genitalien zu tun hat, ist eine Sache der "Ewigkeit" und gehört nun einmal in die Ehe. Doch bei dem anderen können wir durchaus großzügig bis lustig und unverklemmt sein. Ich komme gerade von einer Reise nach Asien und Südostasien zurück, China, Malaysia, Thailand, Kambodscha, siehe etwa www.b-reisen.tk. Und bei einer früheren Fahrt mit der Tochter von Freunden (es war genau, was ich befürworte, allerdings war hier in Richtung "Berührung" gar nichts, wir waren eben nur reine Reisekameraden) brachte sie mich auf die Idee, mit ihr zusammen zu einer (Ganzkörper-)Ölmassage zu gehen, wie sie etwa in Bangkok überall angeboten werden. Ja, warum nicht? Damals hatten wir dabei noch die Unterhosen an, doch inzwischen habe ich festgestellt, dass es viel praktischer"ohne"  ist - und die betreffenden Masseurinnen machen das auch sehr nett und diskret und voll seriös (wenn man auf dem Rücken liegt, ist "da" immer noch ein Handtuch), so dass bei meinen Südostasienfahrten solche Massagen schon Programmpunkt gehören. Da mir nun eine andere junge Studentin und Besucherin meiner Website berichtete, wie in Frankreich in Frauenhäusern die dort tätigen Frauen die verängstigten und geschundenen Frauen, die sich zu ihnen "geflüchtet" haben, mit Massagen mit ihrem Körper und mit ihrer Seele zu versöhnen versuchen, kamen wir auf die Idee, ob solche Praktiken nicht auch zwischen Männern und Frauen, gleich welchen Alters jeder ist, möglich sein könnten. Und schließlich dienen solche Massagen ja auch nicht nur zur Aussöhnung von Geschundenen, sondern auch zur Stärkung von Gesunden, so können wir nämlich die Leibfeindlichkeit überwinden und Freude an unserem Körper lernen. Und wenn mir eine Frau so etwas schreibt, dann kann das ja heißen, dass sie auch selbst Interesse daran hat. Und es geht hierbei auch um das gegenseitige Dienen, ob einer also haben will oder geben will, ob man sich bei dem anderen fallen lassen kann, ob er einem sympathisch ist usw. Und hier gibt es eine viel bessere Erkenntnis als beim Intimwerden! Aber wirklich! Es ist doch wirklich etwas Schönes, sich bei einem anderen so fallen lassen zu können und anders als beim Sex ("den auch die doofste Blondine schafft") ist es nun wirklich ein Indiz für Intelligenz, sich dafür den Geeigneten auszusuchen. Und wieder zu der jungen Studentin: Da wir sowieso eine gemeinsame Reise machen wollen, um auf dieser Basis ein weiteres Buch zu verfassen, diesmal vor allem "die Praxis aus der Sicht einer jungen Frau", war das mit der Massage sehr schnell geplanter Programmpunkt - zwar auch für mich noch etwas atemberaubend (etwa wenn ich denke, wie die Frau in Bangkok meine Beine von unten bis opben und von innen und außen massiert hat und wenn ich jetzt bei einer jungen Studentin dasselbe machen sol´l), doch eben keine vollendeten Tatsachen wie beim Sex. Und ich finde sowieso, dass solche Massage eigentlich viel näher liegt als das Intimsein, also der Geschlechtsverkehr, denn wenn man sich dabei vertut, gibt es kein Zurück mehr, ganz anders als bei der Massage. Und die eignet sich ja nun wirklich "zur Probe"...

Und dass man an dieses Thema viel lockerer gehen müsste und das das so ganz nebenbei auch moralischer ist, habe ich unter Vorwort 4 im Buch "Das Durchblickkonzept..." geschrieben (siehe www.basisglaube.de ) ...

Du hast nun noch Ideen, wie ich die Seite anders gestalten sollte. Zugegeben: Ich habe bisher schon so viel Mühe drauf verwendet und ich meine auch, es ist alles so gut zu erkennen, dass es Wichtigeres gibt, was zuest gemacht werden müsste - zum Beispiel eine Übersetzung ins Englische... Ja, vielleicht macht diese Arbeit, alles moderner zu gestalten, ja mal jemand anderes?  Und zu der Frage, alles aus der Bibel her besser zu begründen, kann ich nur sagen, dass aus der Bibel etwas kaum eindeutig zu begründen ist. Wenn ich etwa in der Bibel lese, dass eine Sünderin Jesus mit wohlriechendem Öl salbt, dann könnte es sich doch auch um eine Massage gehandelt haben, wie ich sei mir vorstelle? Ja, eine Frau ist von Jesus so begeistert, dass sie ihm einfach etwas ganz Tolle antun möchte! Und ich möchte mich nicht in intellektuellen Streitereien verlieren, die am Ende doch nichts bringen. Die jungen Menschen sollten sich endlich einmal ein sinnvolleres Moralmodell aneignen und dann aus eigenem Antrieb unverklemmt aber prinzipientreu handeln.

12. 05. 2009 - Lisa: Was denkst du, kommt die Leibfeindlichkeit davon, dass der Mensch im Kindesalter vernachlässigt wurde (wenig Kuscheln, Schmusen, Streicheln)? Neulich eine Broschüre beim Jugendamt in der Hand gehalten - da stand, dass man zur sexuellen Entwicklung des Kindes beim Streicheln alle Körperregionen berühren sollte.

basisreligion: Zur Leibfeindlichkeit: Ich meine ja, dass die Brüche in der Kindheit eigentlich sehr gut verheilen, andere sehen das auch so und sogar gestandene Psychologen wie Jörg Hemminger. Also, ich war direkt eigentlich nicht leibfeindlich erzogen worden, meine Mutter hatte mich auch durchaus "überall" gewaschen und ganz unverklemmt, allerdings wurde ich später nun doch leibfeindlich, ich kann mich noch genau erinnern, das fing wohl an, als ich im Kinderreligionsunterricht von der Schamhaftigkeit hörte und dass man beichten müsste, wenn man gegen die verstoßen hatte. Ich meine nun, dass das bei mir fruchtete, kam daher, weil der Mensch ein zutiefst moralisches Wesen ist - und wenn er allerdings keine vernünftige Moral beigebracht bekommt, dann übernimmt er die der Gesellschaft oder der Kirche, also keine wirkliche Moral (denn "darüber" wird ja nicht geredet), sondern eben die Leibfeindlichkeit. Und die Praxis einer Erziehung zu wirklicher Moral habe ich etwa auf Seite 261 (im Buch www.basisglaube.de , es ist allerdings die Seitenzahl des wohl endgültigen Buchs) geschildert, wichtig ist, dass die Kinder wissen, um was es geht - und dass es dabei Gebrauch (in der Ehe innerhalb von Liebe und Partnerschaft) und Missbrauch gibt (also aus Lust und Laune, aus Langeweile, aus Abenteuerlust, aus Bosheit usw.). Und wenn sie es begriffen haben, dann werden sie schon weiter fragen (allerdings wohl eher in einem geeigneten Unterricht, also im Rahmen einer Gemeinschaft) und sobald sie erkennen, dass die Scham kein Schutz ist, eher das Gegenteil, dann wird sich ein akzeptables Verhältnis zum Körper einpendeln. Gerade die kleinen Mädchen sind ja nur zu gerne nackig. (Ich meine, ich liege nicht falsch, ichhabe ja auch meine Erfahrung, dass - wenn sie es begriffen haben - gerade die kleinen Mädchen auf einen zukommen: Wo kann man nackig baden? Kommen Sie doch am besten mit!). Und zum Thema sinnvolle Moral gibt es ja genügend Material - bis hin zum Opernbesuch: Don Giovanni, Figaros Hochzeit, Cosi fan tutte oder auch Carmen, Madame Butterfly, Rigoletto, La Traviata...
Mir haben die von einer Berliner FKK-Initiative http://www.nacktiv.de/news/news.html ihr neues Buch zugeschickt (Revanche für mein Buch). Ich finde das Buch wunderschön - doch sehen die die Nacktheit und Sex zusammen nach dem Motto: "Wenn es dabei gefällt, dann treiben wir auch noch "das"." So heißt das Buch auch "Schöner sexen", daher haben die auch nichts von mir verwendet, das ist für die zu verklemmt und schulmeisterlich. Dabei erwähnen sie durchaus, dass Nacktreiten eine Therapie für sexuelle Missbrauchstraumata sein kann. Aber sie sind an Konzepten, dass Traumata gar nicht erst passieren, ganz offensichtlich nicht interessiert.