FETISCHISMUS

In der Zeitschrift GEO (Februar 2015) finden wir zum Thema Fetisch und Sexualität ein interessantes Forschungsergebnis:

http://www.presseportal.de/pm/7861/2932086/psychologie-ratten-kein-sex-ohne-fetisch  oder:

Hamburg (ots) - Eigentlich waren die Jacken nur dazu gedacht, die männlichen Versuchstiere gut von den weiblichen zu unterscheiden. Dann aber, so berichtet das Magazin GEO in seiner Februarausgabe, stellten Psychologen um Jim Pfaus von der Universität Montreal etwas Eigenartiges fest: Sobald sie den Rattenmännchen ihre Jacken auszogen, verging den Tieren die Lust am Sex - sie kopulierten einfach nicht mehr. Weitere Versuche ergaben, dass die Jacken offenbar stets zu einer Art Fetisch wurden, wenn die Tiere - oder auch ihre weiblichen Partner - bei ihren ersten sexuellen Erfahrungen die "Reizwäsche" trugen. Kamen sie erst später mit der Jacke in Kontakt, hatte dies keine luststeigernde Wirkung. Fazit: Reizwäsche wirkt nur, wenn man sie als "Unerfahrener" kennenlernt.

Dazu: Von Reizwäsche ist in dem Experiment überhaupt keine Rede, also von einer Wäsche, die vor allem die geschlechtsspezifischen Körperteile versteckt. Es geht vielmehr um einfache verschiedenfarbige Jäckchen, die den Ratten zur Unterscheidung angezogen wurden. Es sieht nun alles danach aus, dass Kleidung ganz allgemein eine Fetischwirkung hat und dass durch sie ein natürliches Sexualverhalten (wie es eben der jeweiligen Tierart entspricht) durcheinander gebracht wird - bis dahin, dass wir direkt notgeil werden.

Auf den Menschen übertragen hieße das, dass es tatsächlich eine "natürliche (oder auch eine paradiesische) Moral" gibt, die jedoch durch mehr oder weniger viele Kleidungsstücke außer Kraft gesetzt wird. Um hier etwas zu ändern, müssen wir uns also vor allem erst einmal um ein natürliches (Bauch-)Gefühl zur Nacktheit kümmern. Vor allem darf es vor dem ersten Geschlechtsverkehr also zu keinen "Ausziehphantasien" kommen. Und das ist nur zu erreichen, wenn Nacktheit, dort wo es angebracht ist, als normal empfunden wird.

Das ist dann genau das, was hier in der Website empfohlen wird. 
(Anmerkung: Unter
KURIOSE FORSCHUNG: RATTENSCHARFE JACKEN  finden Sie den Originaltext aus GEO 2015/2)


Dann noch das entsprechende Internet-Stichwort aus medizinischer Sicht. Dabei ist zu bedenken, daß dahinter nicht unbedingt dieselbe ethische Einstellung steht wie hinter basisreligion, zu der diese Seite gehört:

A Med-World
Aktiengesellschaft zur
Darstellung von Medizin
und Gesundheit im
Internet.

http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/lexikon/fetischismus.html