FKK ist die Abkürzung von Freikörperkultur (auch Nacktkultur, Naturismus, Nudismus) und meint gemeinsames Sporttreiben in der Natur ohne Bekleidung und ohne Trennung der Geschlechter.

Obwohl "FKK" bei uns in Mitteleuropa seit über hundert Jahren üblich ist, sehr praktisch ist (kein Problem mit den Umkleidekabinen, die vielleicht gar nicht einmal da sind, kein Problem mit den Badesachen überhaupt, die man vielleicht gerade nicht dabei hat, und insbesondere mit den nassen Badesachen am Körper), haben viele Menschen Hemmungen, da mitzumachen, Nacktheit in der Öffentlichkeit ist eben nicht nur reine Gewohnheitssache! Siehe auch Scham.

Eigentlich in den betreffenden Familien eine "normale Sache" - fangen junge Leute in der Pubertät an, sich zu schämen...

Warum selbst junge Menschen, die in ihrer Kindheit keine Probleme mit der Nacktheit und bisweilen sogar ausgesprochenen Spaß hatten, in der Pubertät plötzlich anfangen, sich zu schämen und Badesachen brauchen, und das bisweilen inmitten ihrer nackten übrigen Familie, ist für viele ein Faktum, das eben so ist und über das man daher gar nicht zu diskutieren braucht. 

Doch gerade darum muß man nachfragen! Vermutlich ist die Ursache hierfür, daß wir Menschen von Natur aus nun einmal "moralische" Lebewesen sind: Vor allem Frauen sind ja darauf angewiesen, nicht von jedem x-beliebigen Mann "angemacht" und schwanger zu werden, sondern nur von dem, der auch für sie sorgen kann und den sie sich daher auswählen können. Wir haben hier eine rationale Begründung für Moral, die mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen zusammenhängt, daher tief in uns sitzt und nicht durch ein par Jahre oder Jahrzehnte Verhütungsmittelgebrauch und wechselnder Beziehungen eliminiert werden kann. Doch da wir in unserer Erziehung nichts von wirklicher Moral mitbekommen, greifen wir - sobald es spannend wird, also in der Pubertät - nach der "Badehosenmoral", um sie einmal so zu nennen, und wir meinen auch noch oder behaupten dies wenigstens, das sei Moral. Die wahre Vorsorge, um unsere moralische Veranlagung nun auch leben zu können, wären jedoch Information und gute Menschenkenntnis gerade auch für junge Leute, die ja immer auch "auf der Suche" sind. Doch da sich dafür niemand zuständig sieht und es daher an der wirklichen Moral im Sinn von Sittlichkeit mangelt, kommt es eben zu dieser Scheinmoral im Sinn von Sittsamkeit, wir können also nicht mehr unbefangen nackt sein. Dass diese im "Fall des Falles" gar nichts hilft (etwa in einer Verliebtheit zu einem ungeeigneten Partner), ist für die jungen Menschen tragisch. (Von einem Psychologen wurde mir bestätigt, dass "die Scheu der Pubertierenden dem Thema Nacktheit gegenüber NICHTS <wahrlich nichts!> mit Moral zu tun hat". Oder - und das ist jetzt wieder meine Beobachtung - doch? Allerdings eher mit Unsicherheit und mangelndem Selbstwertgefühl - im Hinblick auf wirkliche Moral?)

Und natürlich sehen die FKK-Vereine nicht ihre Aufgabe, hier etwas zu ändern, sie sind schließlich in erster Linie nicht für die Moral zuständig, sondern Vereinigungen von Menschen, die ein "natürlicheres Naturerlebnis" suchen.

These von basisreligion ist, daß auch junge Menschen in der Pubertät, wenn sie erst einmal einen wirklichen moralischen Hintergrund haben (im Hinblick auf Sexualmoral), keine Probleme mit der Nacktheit in der Öffentlichkeit haben, jedenfalls so, wie sie als FKK praktiziert wird.

Das heißt allerdings auch im Umkehrschluß, daß junge Menschen in der Pubertät (und auch sonst), die trotz aller "unproblematischer" Umstände sich da weigern, eben Probleme haben.

FKK als interessanter wissenschaftlicher Ansatz für anthropologische und pädagogische Konzepte - Fehlanzeige!

Eigentlich müßte es sich ja inzwischen herumgesprochen haben, daß FKK nicht Unnormales und auch nichts Anrüchiges ist, denn es sind durchaus "normale Menschen", die dabei mitmachen und es weist auch nichts darauf hin, daß ihr Verhalten auch nur im geringsten etwas mit unserem Sittenverfall zu tun hat  - im Gegenteil! Immerhin befinden sich in mindestens drei FKK-Seiten Links auf diese Website basisreligion, da besteht also Interesse an wirklicher Moral, und alles ohne Zutun von basisreligion. Eigentlich wäre es daher wohl an der Zeit, das Experiment FKK als gelungen anzusehen und wissenschaftlich für ethische Konzepte für unsere jungen Menschen in unserer Zeit auszuwerten und vielleicht sogar eine menschliche Urmoral zu verstehen. Es ist ja in der Wissenschaft inzwischen üblich, sozusagen jedem Strohalm, also jeder außergewöhnlichen Erscheinung, nachzugehen, um möglicherweise auf neue Zusammenhänge zu stoßen und neue Konzepte zu entwickeln. Denken wir an den Zufallsfund bei der Entdeckung des Penicillins - der Forscher Alexander Fleming entdeckte 1928 (nach neuerer Version der Puertoricaner Clodomiro Picado bereits 1927), daß ein Schimmelpilz offensichtlich bakterizide Wirkung hatte und ging dem nach. Warum solches wissenschaftliches Engagement im Zusammenhang mit FKK-Erfahrungen unterbleibt, ist schon mehr als ein Rätsel. Recherchieren Sie, lieber Kybernaut, doch einmal selbst im Internet oder sonst wo! Schließlich geht es doch um nicht wenig. Der Grund für diese Tabuisierung kann eigentlich nur sein: Man will einfach nicht! Dabei dürfte es durchaus möglich sein, FKK-Erfahrungen in pädagogische ethische Konzepte einzubauen  - auch und gerade von unserem Christentum. Ob die anderen Religionen da auch mitmachen können, wage ich zu bezweifeln, zumal wenn sie sogar ein Kopftuch noch geradezu hysterisch verteidigen.

65 gute Gründe für die Nacktheit finden sich auf der Seite http://www.fkk-jugend.com/Argumente.htm. Ich wurde von einer jungen Frau auf diese Seite aufmerksam gemacht.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)