Mit FLITTCHEN wird abfällig ein Mädchen bezeichnet, das leicht zu haben ist, das also mit relativ häufig wechselnden Partnern Geschlechtsverkehr hat. Die Bezeichnung Flittchen ist etwas veraltet, heute sagt man eher Schlampe.

Wohl kein Mädchen möchte in den Ruf kommen, ein Flittchen zu sein.

Vorsicht vor harten Urteilen! Arroganz ist auf alle Fälle fehl am Platz!

Bevor wir jedoch über ein solches vermeintlich unmoralisches Mädchen die Nase rümpfen, sollten wir uns bewusst machen, wer hier eigentlich unmoralisch ist. Wie ist es denn einem solchen Mädchen in seiner Vergangenheit ergangen? Wurde ihm nicht seit seiner Kindheit eher eine leibfeindliche Spießermoral (oder auch „Hosenscheißermoral“ oder Sklavenmoral ) mit allen möglichen Tabus und Ängsten beigebracht und damit seine Dummheit und seine Naivität gefördert? Wurde ihm nicht stets glauben gemacht, dass die Scham der Inbegriff jeglicher Moral sei und wurde es nicht damit in die falsche Richtung geschickt und so recht neugierig auf mehr gemacht? Wurde nicht statt wirklichem christlichen Glauben ihm stets nur die zum Aberglauben verkommene pharisäische Form beigebracht (siehe Pharisäer), die nun wirklich nicht als Anregung für ein Lebenskonzept zum Gelingen der Einheit von Leib und Seele dienen konnte? Hatte denn irgend jemand eine Verantwortlichkeit verspürt, Information für eine bessere Menschenkenntnis und besseres Realitätsbewusstsein zu geben und Strategien zu erklären, auch danach zu leben? Und wo waren denn die Emanzen, die angeblichen Vorkämpferinnen für Frauenwürde und gegen die Herabsetzung von Frauen, sind es nicht auch sie, die üblicherweise die jungen Mädchen glauben machen, dass es zu ihrer angeblichen Emanzipation gehöre zu lieben, auf wen auch immer sie Appetit haben? Und so hat sich auch dieses Mädchen entsprechend verhalten - und nun bezeichnet man es als Flittchen. Dabei ist es doch nur das Produkt seiner ach so sauberen und in Wirklichkeit jedoch scheinheiligen Umwelt.

Wenn nichts an Sex passiert, wird man auch kein Flittchen!

Mädchen äußern immer wieder Bedenken, dass man sie als Flittchen bezeichnen könnte, wenn bekannt würde, dass sie mit verschiedenen Jungen oder/oder Männern befreundet seien und vielleicht auch Hautkontakterfahrungen haben. Sie dürfen sich beruhigen: Von allen Dingen, die sich nicht herumsprechen sollen, spricht sich nichts so schnell herum wie das, was unter einer Bettdecke passiert - oder eben nicht passiert. Und wenn ein Mädchen, das im Verdacht steht, ein Flittchen zu sein, dann einmal mit einem Jungen näher zusammen ist, kann dieser sehr schnell feststellen, wes Geistes Kind es wirklich ist. So leicht lässt es sich nicht verbergen, ob jemand auf Befriedigung aus ist oder dieses Ziel krampfhaft unterdrückt wirde oder ob dieser jemand eine Spontaneität entwickeln kann, der man anmerkt, dass es um eine reine unschuldige Freundschaft geht. Allerdings beruht solche Erkenntnis des anderen auch auf Gegenseitigkeit, so wie der andere einen selbst erkennen kann, kann man selbst auch den anderen erkennen. 

Zitat dieses Stichworts in der Biografie einer Hure

Ein Freund machte mich auf das Buch "Venusdienst, meine Jahre als Hure - Offene Worte über die Sexarbeit" aufmerksam, weil es sehr realistisch geschrieben ist, vor allem auch, wie ein Mädchen zu "so etwas" kommt. Ich habe natürlich in dem Buch gelesen und stieß recht bald auf das Zitat dieses Stichworts, als sich die Autorin darüber Gedanken macht, wie es bei ihr zu ihrem "Venusdienst" kam. Indirekt gibt sie darin zu, dass es mit ihr in ihrem Leben höchstwahrscheinlich anders gelaufen wäre, wenn sie nicht von Kind an in die falschen Richtungen einer Scheinmoral geschickt worden wäre. Siehe den betreffenden Ausschnitt aus dem Buch "Venusdienst".



  (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)