GEWALT gegen Frauen und Kinder widerspricht in jedem Fall allen Regeln eines harmonischen Miteinanders und kann daher nur verurteilt werden. Doch es scheint, als ob das Problem solcher Gewalt inzwischen nicht mehr objektiv beurteilt, sondern derart unangemessen hochgespielt wird, daß es schon zu einem typischen Phantom erstarrt ist, bei dem nur noch Ängste erzeugt werden, die für den praktischen Umgang miteinander inzwischen eher kontraproduktiv sind. Es geht hier nicht nur darum, daß z.B. bei Untersuchungen zur Gewalt zwischen den Geschlechtern in England festgestellt wurde, daß dort heutzutage mehr Frauen ihre Männer verprügeln als umgekehrt ("15 % aller Männer prügeln ihre Frauen, aber 17 % aller Frauen verprügeln ihre Männer") sondern daß die Ursache der Gewalt gar nicht mehr richtig wahrgenommen wird. Auch in Spanien soll nach einem Beitrag in der WELT vom 26.5.2004 jede zehnte Spanierin von ihrem Mann mißhandelt werden... (siehe Gewalt gegen Frauen)

Einen interessanten Beitrag finden wir in der WELT vom 4. Juli 2004 unter dem Titel "Wie aus Kindern Killer werden". Peter Haffner zitiert ein Buch von Dave Grossmann, daß es nämlich unter uns Menschen einen mächtigen inneren Widerstand gegen das Töten der eigenen Spezies gibt. Das würde bedeuten, daß ein Verhalten entsprechend der Zehn Gebote uns näher steht als ein Verhalten gegen sie. (Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2003/07/04/128055.html.) Und was für die Gewalt des Tötens gilt, dürfte auch für sonstige Gewalt gelten.

Abgesehen von Gewalt bei Menschen, bei denen grundsätzlich etwas im Argen ist, stellt sich also immer mehr die Frage, wieso an und für sich gutartige und gutwillige Menschen in persönlichen Beziehungen zur Anwendung von Gewalt kommen.

Es sieht alles danach aus, daß hier sozusagen erst einmal einige Sicherungen durchbrennen müssen, die normalerweise die Anwendung von Gewalt blockieren. Ein dieser durchgebrannten Sicherung ist durchaus, wenn Menschen, die im Grunde gar nicht zueinander passen, wegen ihres Mangels an vernünftiger Information (also wegen "Informationsdefiziten") aus oberflächlichen Gründen (also etwa aus Verliebtheit) zusammengekommen sind und nicht aus wirklicher Liebe, wenn also hinter einer Beziehung nicht die Idee einer wirklichen Partnerschaft steht. Aus den unterschiedlichsten Gründen bleibt man jedoch zusammen - und löst die aufkommenden Probleme eben mit Gewalt oder versucht eben, sie damit zu lösen.

Daher dürfte Gewalt gegen Frauen (und auch gegen Männer!) oft genug schlicht und einfach eine mehr oder weniger späte Reaktion auf eine nicht richtig wahrgenommene Female Choice von Seiten der Frauen und letztlich auf Dummheit und Unfähigkeit zur Menschenkenntnis zurückzuführen sein, die schon in sich eine Provokation ist. Es ist schließlich nicht jedermanns Sache, wenn er an einen Partner gebunden ist, der bei seiner Auswahl ohne vernünftiges Konzept mehr oder weniger nach dem Gefühl gehandelt hat, selbst wenn dies noch so lange her ist.

Fangen wir also erst einmal dort an, wo wir etwas ändern können und ändern wir dies, kümmern wir uns um vernünftige persönliche Beziehungen! Vielleicht ergibt sich dann alles andere von selbst?

Zum Problem "Gewalt gegen Männer" siehe etwa die Website http://www.vaeter-aktuell.de/gesellschaft/Farrell-09.htm oder auch http://www.hagalil.com/bet-debora/journal/tabu.htm (am Ende). Und die Gewalt fängt in vielen Kulturen schon mit der Beschneidung der kleinen Jungen an...

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)