Wirkliches GLÜCK im Sinn von seelischem Wohlbefinden, das uns mit Freude und Zufriedenheit erfüllt und unser Leben lebenswert macht, kommt nie durch blindes Schicksal oder nur durch Zufall zustande, sondern es ist stets vor allem das Ergebnis eines intensiven und zielgerichteten Strebens - allerdings auch mit der Gnade eines sinnvollen Gebets. Und das trifft gerade auf das Glück in der Liebe zu, genau das stellt sich wohl nie wie ein Lotterietreffer ein, daß also vor allem der Traumprinz oder die Traumprinzessin einfach so ins Leben tritt und die Erlösung bringt, sondern es wird demjenigen früher oder später zuteil, der sich um ein erfüllendes Lebenskonzept bemüht und dieses mit Geduld und mit sinnvollen Strategien anstrebt. Und dazu gehören vor allem auch vernünftige Konzepte von Partnerschaft und Gefährtesein, die auch immer an dem Glück des anderen orientiert sind. Mit Krampf und mit Sklavenmoral ist noch nie jemand zu seinem Glück gekommen!

Nach einer Untersuchung von Forschern um Michaela Benzeval an der Queen-Mary-Universität in London fühlen sich Männer in "wilder Ehe" wohler, während Frauen eher das Zusammenleben mit Trauschein bevorzugen. Männern geht es besser, wenn sie häufig ihren Partner wechseln, Frauen schlechter.

Siehe hierzu den Bericht "Die Psychologie des Partnerwechsels" in der WELT vom 23.12.2003:

Männer kommen mit Trennungen besser zurecht

London - Männer fühlen sich in wilder Ehe wohler, Frauen dagegen bevorzugen das Zusammenleben mit Trauschein. Männern geht es besser, wenn sie häufig ihren Partner wechseln, Frauen schlechter. Frauen sind als Single fast genauso zufrieden wie in einer Partnerschaft, Männer nicht. Diese gegensätzlichen Erfahrungen von Frauen und Männern entdeckten Forscher um Michaela Benzeval an der Queen-Mary-Universität in London bei der Auswertung einer umfangreichen Datensammlung. Ihre Erkenntnisse haben sie jetzt im "Journal of Epidemiology and Community Health" veröffentlicht.

Die Forscher wollten wissen, wie das seelische Wohlbefinden von Menschen mit ihren momentanen oder früheren Partnerschaften zusammenhängt. Dazu werteten die Forscher Daten aus einer großen britischen Umfrageserie aus, bei der zwischen 1990 und 2000 mehrere Tausend Menschen zu verschiedenen Themen befragt worden waren. Davon wurden etwa 5000 Männer und Frauen ausgewählt und ihre Angaben zu Partnerschaften und psychischer Gesundheit berücksichtigt.

Die meisten Ergebnisse bestätigten allgemeine Annahmen und Erfahrungen. So fanden die Forscher etwa, dass dauerhafte erste Partnerschaften gut für die geistige Gesundheit sind und sich Trennungen negativ auswirken, wobei Frauen darunter mehr leiden als Männer. Neue Beziehungen können diese negativen Auswirkungen zum Teil lindern, was bei Männern allerdings deutlich besser funktioniert als  bei Frauen.

Männer, die mehr als zwei Mal eine Partnerschaft beendet hatten und  anschließend eine neue eingegangen waren, fühlten sich von allen befragten Männern am besten, während Frauen genau das Gegenteil berichteten: Je häufiger bei ihnen eine Partnerschaft endete und eine neue folgte, desto schlechter ging es ihnen.

Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2003/12/23/214693.html

Die Konsequenz daraus für Frauen: Nutzt eure Female Choice richtig - und die Männer werden es auch zufrieden sein, denn Statistiken geben nur wieder, was zur Zeit los ist, sagen jedoch nichts darüber, daß auch alles anders sein könnte, wenn man es nur richtig anstellt (siehe Zufall und Wahrscheinlichkeitsrechnung)!

Völlig falsch sind alle die Vorstellungen, die das Glück am Besitz materieller Güter messen, ja es scheint sogar so, daß alle die, denen es darum geht, von dem wirklichen Glück, das nur in einer Einheit von Leib und Seele bestehen kann, keine Ahnung haben. Natürlich muß man bei dieser Einstellung nicht gleich alle materiellen Güter verachten, doch man sollte einsehen, daß sie allenfalls immer nur Mittel zum Zweck sind, also Nebensache! Es geht - abgesehen von einem Mindestmaß - auch ohne sie!

Nicht Krankheit und Behinderung machen unglücklich.

Und es scheint sogar im Leben des Menschen mit Krankheit und Behinderung zu gehen, also mit menschlichen Katastrophen, die von denjenigen, die all dieses nicht zu erleiden haben, als nun wirklich unglücklich machend eingeschätzt werden. Siehe den Beitrag der WELT vom 30. März 2005 "Glücklich trotz Krankheit oder Behinderung - Einschränkung macht neuer Studie zufolge nur anfangs depressiv - Langfristig kehrt "normale" Stimmung zurück".

Zitate:
    
Eine schwere Behinderung oder chronische Krankheit würde, so glauben viele Menschen, sie auf immer unglücklich machen. Doch tatsächlich scheinen Behinderte oder chronisch Kranke insgesamt genauso glücklich oder zufrieden zu sein wie die Gesunden - so das Ergebnis einer neuen US-Studie....
Die Ergebnisse der Forscher scheinen eine andere Langzeitstudie zu bestätigen, über die amerikanische Wissenschaftler in den neunziger Jahren berichteten. Danach sind die Stimmung und das Wohlbefinden einer Person über Jahrzehnte konstant. Selbst drastische Ereignisse wie eine Querschnittlähmung - oder umgekehrt ein Lottogewinn - ändern nur vorübergehend etwas daran. Vollständige Url. des Artikels: http://www.welt.de/data/2005/03/30/618980.html

Und eine weitere Meldung in der WELT zum Thema Glück vom 5. 4. 2005: "Glück ist ansteckend". "Eine eigene hohe Lebenszufriedenheit macht auch den Partner glücklicher - allerdings nur bei verheirateten Paaren."  "Dies hebt der Studie zufolge" (Anm.: an der britischen Universität Warwick) etwa einen durch Arbeitslosigkeit oder einen zweimonatigen Krankenhausaufenthalt in Vorjahr erfolgten Frust vollständig auf. Bei Paaren, die ohne Trauschein zusammenleben, stellten die Forscher dagegen nach Angaben der Universität keine derart starke Übertragung des Glücksgefühls fest."

Dennoch: Allgemeiner Glücks- oder Unglückshintergrund.

Allerdings scheint es dennoch einen allgemeinen Glücks- bzw. Unglückshintergrund im Leben des Menschen zu geben, der ihm allerdings im allgemeinen gar nicht bewussst wird. Kennen wir nicht auch Menschen, die ganz offensichtlich von Neid, von Eifersucht, von Hasss und dergleichen so sehr geprägt sind und schließlich sogar andere Menschen dafür verantwortlich machen, daß wir im Grunde doch von unglücklichen Menschen sprechen können? Und können davon nicht auch ganze Völker betroffen sein? Ist nicht etwa der Rassismus ein solcher Hintergrund? Oder denken wir an den Nationalsozialismus mit seiner Schuldzuweisung an die Juden. Oder auch an die Religionen mit ihren Versprechungen einer besseren Welt (siehe Paradies) in einem Leben nach dem Tod? Und genau wegen dieses Hintergrunds setzt sich basisreligion für eine reinere Form der Liebe ein, die alle Menschen hier und jetzt erleben sollten!

Oder auch:  Glück liegt nicht in den Genen - Zufrieden machen Partner, Familie, Sport - und sich Ziele setzen. (Beitrag in der WELT vom 5. 10. 2010, siehe unter http://www.welt.de/die-welt/wissen/article10081366/Glueck-liegt-nicht-in-den-Genen.html

Zum Glück durch einen Lotterietreffer siehe unter Zufall!

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)