HIMMEL UND HÖLLE sind Zustände, die im Volksglauben in das Leben nach dem Tod verlegt werden. Leider wird auch heute immer noch dieser Volksglauben weitgehend mit dem christlichen Glauben gleichgesetzt. Bei gewissenhafter Beschäftigung mit der Botschaft Jesu, also mit dem Neuen Testament, stellen wir fest, daß Jesus aller Wahrscheinlichkeit nach keinesfalls von einer erneuerten Welt nach dem Tod gepredigt hat, sondern daß es ihm um eine Verwirklichung des Himmels jetzt hier auf Erden in einem Paradies für alle Menschen ging. Diesen Himmel erleben die Menschen, die in einer Einheit von Leib und Seele leben oder diese zumindest anstreben, Jesus nennt da ganz besonders die Kinder. Hölle ist demnach der Name für den Zustand, den diejenigen Menschen ertragen müssen, die nicht in der Einheit von Leib und Seele leben. Zur Zeit Jesus verband sich unter der entsprechenden Bezeichnung (sheól) die Müllkippe von Jerusalem.

Eine geglückte Einheit von Leib und Seele besteht sicher auch darin, an einer Vision dieses Himmels mitzuarbeiten, selbst wenn man persönlich nicht unbedingt die höchstmöglichen Vorteile dabei hat.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)