IRRLEHRE. Als Irrlehren in unserem christlichen Glauben müssen nun einmal alle die Lehren bezeichnet werden, die sich nicht am wirklichen oder eben historischen Jesus orientieren! Und selbst wenn diese Lehren durch geistreichste Theologie in langer Tradition oder eben mit ausgefeiltester Dogmatik geheiligt sind und also hundertmal offizielle Lehre sind!

Irrlehren zu unserem christlichen Glauben kann man vor allem daran erkennen, daß zu viel Synkretismus oder Volksglauben in ihnen steckt!

Denn deswegen hat Jesus gewiß nicht sein Werk der Erlösung vollbracht.

Ketzer waren immer wieder diejenigen, die in Zeiten des Verfalls (also der Dekadenz, siehe auch Parkinsonsche Gesetze) sich um eine Rückkehr zum Anliegen Jesu und um seine Nachfolge bemühten. Natürlich war nicht alles, was sie vertraten, wirkliches Anliegen Jesu, doch ihr Engagement ist ein Hinweis darauf, daß auf alle Fälle etwas nicht richtig ist. Gewiß wird es auch Widerspruch geben, wenn das wirkliche Anliegen Jesu in die Wirklichkeit umgesetzt wird, doch schauen wir uns diejenigen an, die da widersprechen! Denn es ist vorstellbar, daß gerade typische Priesterkasten (siehe Pharisäer und Priesterreligion) genau daran überhaupt kein Interesse haben, schließlich stand Jesus sich schon zu seiner Zeit mit solchen Menschen in Konflikt.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)