COMPUTERSPIELE - KILLERSPIELE. Die meisten Forscher sind sich einig, daß Computerspiele nicht die Ursache für Gewalt sind. "Setze einen Jugendlichen drei Tage vor einen Ego-Shooter und er wird gewalttätig - das ist Quatsch", sagt Andreas Kirchhoff, medienpädagogischer Referent beim Münchner Medienpädagogikinstitut JFF. Wissenschaftlich sei ein Zusammenhang zwischen Gewalt und Computerspielen unhaltbar. Er stuft die politische Diskussion seit dem Erfurt-Massaker als polemisch und von Aktionismus geprägt ein.

Es geht um sportlichen Wettbewerb.

Kritiker von Computerspielen mit Gewalthandlungen vertreten die Abstumpfungsthese: Jugendliche gewöhnen sich an Aggressivität und setzen diese in die Realität um. Doch schon früh gab es Studien mit anderen Erkenntnissen. Der Computerspiel-Forscher Manuel Ladas kam schon 2002 zu dem Ergebnis, daß Gewalt in PC-Spielen zwar ein vielgenutztes Element sei, jedoch einen von realer Gewalt vollkommen verschiedenen Sinn für die Nutzer hat. "Virtuelle Gewalt wird wettbewerbsähnlich wahrgenommen und nicht als Mittel der Schädigung im Sinne eines Täter-Opfer-Verhältnisses", so die Studie. "Oder, um die Frage zu beantworten, ob denn nun die Spiele oder die Spieler brutal sind: Weder - noch."

Es handelt sich hier um Zitate aus einem Beitrag der WELT vom 26. 04. 2005 "Wenn `Killer-Spiele´ die Massen verzaubern".  Vollständige Url. des Artikels: http://www.welt.de/data/2005/04/26/709926.html.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)