KRIMINOLOGIE ist laut Fremdwörterduden die Wissenschaft, die Ursachen und Erscheinungsform von Verbrechen untersucht und sich mit der Verhinderung, Aufklärung und Bekämpfung von Verbrechen verfasst.

Und diese Problematik gab es schon immer!

Der Blick soll daher hier unter dem kriminologischen Gesichtspunkt einmal auf den geschichtlichen Jesus gelenkt werden!

Obwohl sein Anliegen durchaus in einem Einsatz gegen das Böse in der Welt und gegen die Sünden der Menschen gesehen werden kann, womit durchaus auch Verbrechen gemeint sein können, und obwohl der Kreuzestod Jesu durchaus als Justizmord gesehen werden muß, wird „der Fall Jesus“ im allgemeinen nicht unter kriminologischen Gesichtspunkten gesehen, was doch eigentlich nahe liegend wäre.

Wir wissen, dass es zur Zeit Jesu durchaus Kapitalverbrechen wie Raub und Mord, aber auch die eher normalen gesellschaftlichen „Missstände“ wie Vergewaltigung, Prostitution und Kindesmissbrauch gab, möglicherweise sogar in viel stärkerem Maße als heute (siehe Prostitution zur Zeit Jesu). Schließlich waren Frauen und Kinder viel weniger angesehen als heute, sie hatten schon überhaupt keine „Lobby“. Und wir wissen auch, dass Jesus sowohl mit „normalen“ Frauen, als auch mit Prostituierten befreundet war, ja dass diese sogar zu seinen Jüngern zählten und dass er sich für den Schutz von Kindern eingesetzt hatte. Also wird er wohl auch deren Probleme gekannt und vermutlich hier auch eine Aufgabe gesehen haben.

Immerhin ist unter Theologen, die den „wirklichen“, also den „historischen“, Jesus erforschen (durchaus auch unter den Gesichtspunkten der Hermeneutik), recht unklar, ob es ihm um ausgesprochene Religion ging, schon gar nicht ging es ihm um die Stiftung einer neuen Religion.

Vermutlich wollte Jesus tatsächlich „nur“ die menschlichen Missstände in der bestehenden jüdischen Gesellschaft, der er angehörte, bekämpfen und beseitigen.

Diese Website geht nun von einem kriminologischen Ansatz aus, dass diese Änderung und Besserung der Verhältnisse das eigentliche Anliegen des wirklichen Jesus waren und dass er sich mit seinen Reden gegen die Heuchelei gerade der religiösen Obrigkeit, die er in einem Komplott mit den wirklich Bösen als für die Missstande verantwortlich ausmachte, Feinde geschaffen hatte, die schließlich seine physische Vernichtung  betrieben. Die „Strategie“ Jesu, gegen das Böse anzugehen, war wohl nicht die der Verurteilung des Bösen mit irgendwelchen frommen und rührseligen Allgemeinplätzen („wie sehr ihn etwa das Böse erschüttert“, „wie sehr er davon betroffen ist“ usw.) oder mythologischem Brimborium (siehe Aberglaube), was alles den Schuldigen letztlich nichts schadet und den Opfern nichts hilft, sondern ein eher systematisches Recherchieren (= Untersuchen) von Einzelfällen, wobei er Möglichkeiten für Änderungen entdeckte.

Kriminologie in der Geschichte der Kirche.

Wie im Grunde allein aus Einzelfällen heraus ein kollektives falsches Urteil über Ursprung und Wirkungsweise des Bösen erkannt und entlarvt werden kann, wird uns am Beispiel des Jesuitenpaters Friedrich von Spee deutlich, der vor etwa 370 Jahren die „Problematik“ der Hexenprozesse erkannte. Bei seiner Tätigkeit als Beichtvater von Hexen, also bei genauerer Beschäftigung mit „Einzelfällen“, wurde ihm recht bald klar, dass er hier keine Teufelsdienerinnen, sondern arme und geschundene Kreaturen vor sich hatte, die in ihrer Not und Verzweiflung unter der Folter die groteskesten Dinge gestanden hatten, die ihre Peiniger ihnen unterstellt hatten.

Eine andere Methode der grundsätzlichen Verbrechenserforschung besteht in der Untersuchung von Täter-Opfer-Beziehungen.

Wie sehr dieses Böse, gegen Jesus sich zu seiner Zeit einsetzte, zeitlos ist, geht aus einem Bericht in der Frankfurter Allgemeinen vom 27.02.1998 hervor.

Das Drama Jesus und die Sünderin dieser Website behandelt dieses Problem.

Mit der Kriminologie hängt auch die Forensik zusammen, also die chemische und biologische Spurensicherung:

Und wer mal jemanden ermorden will und dabei auf dieser Seite gelandet ist, sollte dran denken: Perfekte Morde gibt es nicht!

Siehe den Artikel in der WELT vom 16. 02. 2008 unter: http://www.welt.de/wissenschaft/article1677178/Perfekte_Morde_gibt_es_praktisch_nicht.html

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)