KÜSSE, besonders sogenannte Zungenküsse, die im Grunde schon symbolisierter Geschlechtsverkehr sind, sind eine besonders intensive Weise, Zärtlichkeiten miteinander auszutauschen. Genau genommen sind sie schon sehr viel und vielleicht auch bisweilen zu viel im vertrauten Umgang miteinander, man (oder "frau") sollte nicht erstaunt sein, wenn nach den Spielregeln vom konkludenten Handeln irgendwann "mehr" erwartet wird.

Vergleichsweise ist da selbst ein mehr oder weniger zufälliges Treffen in einer Sauna oder nackt an einem Nacktstrand eine Belanglosigkeit. Ich würde sogar Praktiken, wie im Gespräch 9 zwischen Beatrix und Martina beschrieben, inzwischen als "weniger" und also auch unverfänglicher ansehen. Bedenken wir, das sind Handlungen, die notfalls auch ein seriöser Arzt oder Masseur "vornehmen" könnte, mit dem wir ansonsten nichts zu tun haben, Küsse jedoch wohl nun wirklich nicht. Denn die sind viel eher persönlich, und wenn wir danach süchtig werden und der Betreffende ist nichts, sind wir ganz schön in der Klemme... (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)