LESBISCHE LIEBE wird die bei Frauen eher akzeptierte Zuneigung zum eigenen Geschlecht genannt, die im Gegensatz zur männlichen Homosexualität nicht unbedingt auch auf gegenseitige Befriedigung hinausläuft. Mädchen und Frauen mit solcher Hingezogenheit, die nicht lesbisch im vollen Sinn werden wollen, sollten sich allerdings nach dem Grund fragen: Würden sie dasselbe auch mit jemanden vom anderen Geschlecht machen, wenn er zuverlässig wäre (wo also die im Gespräch 9 zwischen Martina und Beatrix geschilderte Beziehung möglich ist, dann ist solche Hingezogenheit eher unbedenklich), oder gibt es da irgend eine grundsätzliche Abneigung oder gar Ekelgefühle (dann eben nicht oder zumindest ist alles viel schwieriger)?

Immerhin können sich Lesben bei ihrer körperlichen Begegnung anders als Männer normalerweise ins Gesicht sehen, und da das Gesicht sozusagen der Spiegel der Seele ist, spielt hier die Seele von vornherein eine ganz andere Rolle als bei entsprechenden männlichen Begegnungen. Möglicherweise ist der Grund für weibliche Homosexualität also ein anderer als für männliche, sie suchen offensichtlich die Einheit von Leib und Seele, die für sie mit Männern unmöglich erscheint. Das würde erklären, warum alle Prostituierten eben auch lesbisch sind, denn in ihrem Umgang mit Männern spielt ihre Seele nicht nur keine Rolle, sie wird sogar regelrecht mit den Füßen getreten.

Siehe auch zum Thema Sisterhood and Sapphism die Seite http://members.shaw.ca/koruna/links/sisterhood_and_sapphism.html. (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)