Die Grundlage des völlig neuen Konzepts
basisreligion sind einerseits intensive
Studien im Hinblick auf unseren christlichen Glauben (der Verfasser ist
Diplomtheologe und hat als solcher etwa mitbekommen, dass es dem
wirklichen Jesus von Nazareth gar nicht um eine neue Religion ging, die
letztlich auch nicht viel anders als die ansonsten üblichen Religionen ist) und
andererseits die Auseinandersetzung mit unserem heutigen Leben: Thema ist vor
allem das Gelingen von Partnerschaft und
Liebe. Das Ziel des Engagements ist eine sittliche Erneuerung durch
bessere Information nach dem Motto: "Wissenskraft statt Willenskraft"
oder: Von Natur aus sind wir Menschen vermutlich alle gut – und
wenn wir schlecht handeln, dann ist eine der Hauptursachen dafür, dass wir es
einfach oft nicht besser wissen und können (weil da eben Fehler im Pädagogischen,
Philosophischen, Theologischen, Psychologischen sind bzw. waren, so geht etwa
die heutige Theologie von
Sündenfall und Erbsünde nun wirklich am
religionsgeschichtlichen Hintergrund und Anliegen der
Adam-und-Eva-Erzählung völlig vorbei und verpufft
für jede vernünftige Pädagogik sinnlos). Jedenfalls steht der Beweis noch aus,
dass es mit einer Theologie usw. auch anders geht,
wenn sie sich erst einmal am wirklichen Jesus orientiert. Einen
Überblick über das Konzept finden Sie auf der Gliederungsseite der gesamten
Website.
Der Verfasser, katholischer Theologe und
Berufsschulreligionslehrer, bittet zu bedenken, dass es sich bei allem um ein Arbeitskonzept
handelt und bittet daher um Nachsicht, wenn etwas nicht
perfekt ist.. Wer etwas wirklich besser weiß und vor allem Fehler oder
Unklarheiten und Ungereimtheiten entdeckt, der möge dies bitte mitteilen (e-Mail
siehe KONTAKT). Der Verfasser
wird bei ihm einsichtigen Argumenten die entsprechenden Passagen sofort ändern
und bei ihm nicht genehmen Gegendarstellungen (die natürlich als solche erkennbar sein müssen)
diese einfügen nach dem Motto: Der Nutzer sollte zumindest die Möglichkeit haben, das Beste zu erfahren!
Zum Gebrauch in der Schule: Das Wörterbuch bietet zwar keine
fertigen Referate, doch kann wohl jeder, der vor der Aufgabe eines Referats steht,
aus den verschiedenen Stichworten und sonstigem leicht zugänglichen Material
sich gewiss ein entsprechend seiner Aufgabe geeignetes Referat zusammenstellen, siehe allerdings Abiturwissen!
Und wer sich in einem schönen Referat oder gar in einer
Diplomarbeit mit einer These hier zustimmend oder ablehnend auseinandergesetzt
und die Arbeit ins Internet gesetzt hat, der möge sich bitte melden, damit ein
Link gesetzt oder damit die Arbeit im Rahmen von basisreligion
veröffentlicht werden kann.
*) Anmerkungen:
Wegen der "Unabhängigkeit" der in dieser Website vertretenen Theologie wurde
dem Verfasser in den Jahren 2001 und 2002 vom zuständigen Bischof die
Lehrerlaubnis entzogen. Das Stichwort Reich
Gottes und
die Titelseite der Website dieses Wörterbuchs lagen der zuständigen Kommission vor: Doch
die beharrte darauf, dass es für einen "ordentlichen Religionslehrer"
Pflicht sei, ein dogmatisch-glaubensorientiertes Christentum zu vertreten und
nicht ein ethisch-rationales. Ganz offensichtlich ist "denen da oben"
die Moral unserer Menschen fürchterlich nebensächlich, wenn man nur näher
hinsieht - jetzt wissen wir wenigstens den wahren Hintergrund der Kondomreklame
an allen Ecken in unserem Land und die wirkliche Ursache, warum Menschen nicht
die Menschenkenntnis haben, die
passenden Partner zu finden, etwa damit es nicht so viele Scheidungen gibt. Das
interessiert alles einfach nicht wirklich. Und: Haben wir etwa dasselbe Problem wie in der
Nazizeit vor uns, als die Ethik auch nicht interessierte und für die Kirche nur wichtig war,
dass sie weiter "lehren" durfte?
Und war das nicht zur Zeit Jesu auch schon so, als bei den Pharisäern
auch nur der Glaube wichtig war, egal wie hohl ansonsten alles war?
Ich habe den Eindruck, dass auch das Anliegen des historischen Jesus
(von dem kann man inzwischen recht Genaues wissen, wenn man nur will) überhaupt nicht
interessiert, von diesem Problem wird
immer abgelenkt... Auch Hinweise, dass in der von dem namhaften Dogmatiker
Herbert Vorgrimler mit
"gut" benoteten Diplomarbeit von mir nachgewiesen werden konnte,
dass in
der Urkirche das Sakrament der Firmung
innerhalb eines ethisch-moralischen Konzepts gespendet wurde, und dass in meiner
Ausbildung zum Religionslehrer das Anliegen vertreten wurde, dass Sinn des
Religionsunterrichts eine Hilfe zur Emanzipation
(theologisch eher "Freiheit") im
Ethisch-Moralischen sei, fruchteten nichts.
Ein weiterer bedeutender Lehrer
mit besonderem Einfluss war und ist vor allem der Theologe und Philosoph Rupert
Lay S.J.
Viele Einsichten sind ihm zu verdanken, allerdings gibt es dafür
keine
Quellenangaben, weil die Informationen aus seinen Vorlesungen und
Vorträgen
stammen, von denen ich mir nun einmal keine Protokolle angefertigt
habe. Während Lay sich allerdings eher auf Führungseliten
konzentriert,
habe ich sein Wissen hier für "normale" Menschen aufgearbeitet -
natürlich noch mit weiteren Komponenten, die sich etwa aufgrund
meines
speziellen Studiums, meiner Reisen und meines schulischen
Religionsunterrichts ergaben und immer noch
ergeben. Inhaltlich ist unterschiedlich, dass Lay wohl eher einen
tiefenpsychologischen
Ansatz mit Blick auf die frühe Kindheit eines Menschen verfolgt,
während ich als besonders
entscheidend für das Leben das Alter
zwischen sechs und neun Jahren sehe. Wegen der weitgehenden Ablehnung
des
tiefenpsychologischen Ansatzes kann ich auch mit Eugen
Drewermann nichts anfangen und auch nicht mit meinem Münsteraner Lehrer Wilhelm
Heinen, obwohl ich gerade von ihm die Idee übernommen habe, dass für eine
vernünftige Partnerwahl unerlässlich ist, dass der Mensch vorher eine
gelungene Beziehung zu anderen Grundgestalten Vater-Mutter-Bruder-Schwester
hatte. Allerdings begründe ich das anders als tiefenpsychologisch. Zur
Tiefenpsychologie meine ich,
dass sie im Hinblick auf die Erziehung
von Kindern zumindest überbewertet wird, denn wenn man das Gewicht
der ersten drei Lebensjahre (hierauf konzentriert sich ja die
Tiefenpsychologie) und das des Alters zwischen sechs und neun für
die Erziehung gegenüberstellt, dann kann es einfach nicht
gleichgültig sein,
ob der Mensch in dem späteren Alter, wo er so richtig mit dem
Denken anfängt, etwa im Sinn einer lebensfeindlichen Priesterreligion
indoktriniert wird oder ob er tragfähige Konzepte für
sein späteres Leben erfährt!
Von großem
Einfluss auf das Konzept war schließlich nicht zuletzt die Beschäftigung mit
den Ideen von Erich Fromm und mit den Forschungen von Ernest Borneman
("Das Patriarchat"), Wilhelm
Reich und Sigmund Freud (von ihm wird hier nur das Konzept zum Gewissen
übernommen: "Über-Ich" usw....). Mein Problem mit diesen Denkern
ist, dass sie alle zwar die Sexualität als
bedeutende Komponente des menschlichen Lebens erkennen, jedoch die Probleme von
Gebrauch und Missbrauch ausklammern und daher auch nicht zur Erkenntnis der
Bedeutung der Monogamie kommen, ja bisweilen
scheinen sie regelrecht für Promiskuität zu
plädieren. Als ausgesprochenen Glücksfall empfinde ich es heute, dass mir die
Werke des DDR-Philosophen Georg Klaus über Spieltheorie
und Kybernetik in die Hand fielen, lieferten sie
doch die Möglichkeit einer Systematisierung von menschlichen Entscheidungen. Ja,
natürlich sind auch die Vorstellungen von Karl Marx
von der Religion als "Opium für das Volk" und seine
Religionskritik ins Konzept basisreligion
eingeflossen, allerdings muss eine Lösung dieser Probleme nun wirklich nicht
unbedingt auf die Abschaffung von Naturgesetzen wie der Marktmechanismen
hinauslaufen!