MARKTGESETZE. Im Grunde gibt es nur ein einziges Marktgesetz, nämlich "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis": Wenn also mehr Angebot auf dem Markt ist als Nachfrage, dann fällt der Preis, weil die Anbieter unbedingt verkaufen wollen und sogar müssen, und wenn eine höhere Nachfrage ist als das Angebot, dann steigt der Preis, weil die Anbieter es sich leisten können, höhere Preise zu nehmen, sie können ja sowieso verkaufen, warum sollen sie also nicht höhere Preise nehmen (um so vorzusorgen für die Zeit, wenn es einmal nicht so rosig aussieht). Diese Marktgesetze gelten auch für die Zinsen, ist genügend Geld da, sinkt der Preis, ist das Geld knapp, steigt der Preis. Alle anderen Gesetze des Marktes ergeben sich erst, weil die Wirksamkeit dieses Gesetzes immer irgendwie eingeschränkt ist etwa infolge Mißbrauch, weil etwa die Anbieter ihre Marktposition mehr oder weniger schamlos ausnutzen und wozu auch die Manipulation und sonstige Benachteiligung der Marktteilnehmer gehört, aber auch durch mehr oder weniger wohlgemeinte Regulierungen durch staatliche Stellen vielfältigster Art wie Zölle und andere Steuern und Subventionen. Wir können hier vielleicht sogar von einer Art Dekadenz in der Wirtschaft sprechen - ohne die es allerdings wohl nicht geht, zumindest wenn man die Wirtschaft als solche isoliert betrachtet. Daß sich dann allerdings immer irgendwie ein Schwarzmarkt bildet, wo dann wieder die Marktgesetze (der Plural ist ein quasi feststehender Begriff) wenigstens so einigermaßen gelten, weist auf die Urkraft der Marktgesetze hin, sie lassen sich eben nicht völlig unterdrücken, zumindest nicht auf Dauer.

(Anmerkung in eigener Sache: Der Begriff "Marktgesetze" ist zwar ein feststehender Begriff, doch irgendwie ein Tabu-Thema. Obwohl er in unseren Köpfen spukt, wird er in den Lexika, die mir zur Verfügung stehen, darunter auch Wirtschaftslexika in meiner Kaufmännischen Schule, "ausgelassen". Schauen Sie doch einmal in Ihr Lexikon, ob ich nicht Recht habe! Doch Sie kennen vielleicht schon ein wenig das Konzept von basisreligion: Gerade die Tabu-Themen sind doch die interessantesten! Und so habe ich mich mit meinen Wirtschaftskollegen darüber unterhalten und auch einen Zeitungsartikel gefunden. Ich hoffe, die Problematik zumindest "eingekreist" zu haben! Wer andere Informationen hat, den bitte ich um Mitteilung!)

Wie sehr gerade Menschen aus den Ländern der Dritten Welt, also aus den eher ärmeren Ländern, an einem Funktionieren der Marktgesetze Interesse haben, mag aus einem Beitrag in der WELT vom 3. Dezember 2003 hervorgehen:

  Zur Feier des Kapitalismus -  Kolumne  (Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2003/12/03/205660.html)

     Kommenden Sonntag wird es in Berlin keine Demo geben. Zumindest nicht die, die wir gerne hätten. Schade, denn am ersten Sonntag im Dezember ist "Celebrate Capitalism Day": der Tag, an dem die Marktwirtschaft gefeiert wird. In vielen Städten der Welt treffen sich Menschen zum "Walk for Capitalism" und lassen Freihandel und Wettbewerb hochleben. Nicht so in Berlin. Kein Wunder, denn der letzte "Walk for Capitalism" war die wohl bescheidenste Demo des Jahres. Nur ein Dutzend Personen standen fröstelnd vor dem Brandenburger Tor. Junge Menschen, darunter ein wilder Rauschebart, ein Filterlosraucher und zwei mitgebrachte Kleinkinder. Keine Nadelstreifen, sondern Anoraks, Rucksäcke und Pudelmützen prägten ihre Erscheinung. Die Polizei beobachtete die Zusammenrottung aus einem Bus heraus. Ein Flugblatt wurde verteilt. Die Ordnungshüter hatten ja schon viele Klassenkampfparolen gelesen, so eine aber noch nicht: "Die, die für freies Unternehmertum und freien Wettbewerb kämpfen, verteidigen nicht die Interessen derer, die heute reich sind. Sie wollen Freiheit für die unbekannten Menschen, die die Unternehmer von morgen sein werden." Das Zitat stammt von  Ludwig von Mises, einem liberalen Aufrührer, der seine subversiven Botschaften in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts  formulierte.

     Der "Celebrate Capitalism Day" wurde von einem Australier namens  Prodos ins Leben gerufen, einem Straßenkünstler, der nicht im Geringsten wie Guido Westerwelle aussieht, sondern dem Anarcho-Clown  Jango Edwards ähnelt. Via Internet stiftete Prodos junge Menschen in 33 Ländern an. Im Jahr 2002 zeigten die Polen die größte Begeisterung  für den Kapitalismus. Sie marschierten in über zehn Städten und mit ansehnlicher Personenstärke. Auch die Schweden fanden die  kapitalistische Sache irgendwie gut, immerhin in sechs Städten trafen sie sich trotz Dezemberkälte im Freien. Selbst in Indien und Botsuana weiß man, was man am Kapitalismus hat, ja sogar in Nigeria. Nur in der Schweiz, da fand sich kein einziger Anhänger. Der Züricher Bahnhofstraße blieb jegliche Kapitalismusverherrlichung erspart. Nirgendwo scheint man vor Kapitalismusbefürwortern sicherer zu sein als in der Schweiz und in Deutschland.

     Während in den Ländern, die dank Kapitalismus reich geworden sind, die  Parolen von Attac reichlich Zulauf finden, sammeln sich Revolutionäre neuen Typs in den Regionen der Armen. Wer wahre kapitalistische Überzeugungstäter finden will, wird in den Slums von Johannesburg, Lima oder Bombay Überraschungen erleben. Denn im Gegensatz zu ihren wohlmeinenden Fürsprechern im Westen sind viele Dritte-Welt-Bewohner von Marktwirtschaft und Freihandel überzeugt. Kürzlich brachte eine Umfrage in 44 Ländern an den Tag, dass die absolute Mehrheit der Afrikaner dem freien globalen Handel positiv zugeneigt ist. Nur eine Minderheit der Europäer mochte sich dieser Ansicht anschließen.

     Straßenhändler, Kleinbauern und Arbeit Suchende spüren jeden Tag am eigenen Leibe, dass zumeist nicht raffgierige Unternehmer ihnen das Leben schwer machen, sondern kleptokratische Herrscher und ihre Bürokratien. Die neuen Revolutionäre beziehen ihre ökonomischen  Rezepte nicht von Che Guevara und Mao Tse-tung. Stattdessen fordern sie mehr Markt, Chancen für alle und verbriefte Eigentumsrechte (die oftmals gerade den Ärmsten vorenthalten werden, beispielsweise für ihre selbst gezimmerte Hütte). Kaum jemand in Europa und Nordamerika  kennt die neue Generation liberaler Intellektueller aus Afrika, Südamerika oder Asien. Stattdessen werden hier zu Lande altbackene Ideologinnen wie Arundhati Roy oder Vandana Shiva herumgereicht, die bei uns das soziale Gewissen geben, aber bei den Armen Indiens keinen Rückhalt haben. So wird es am Sonntag wohl wieder einen "Walk for Capitalism" in Delhi geben, aber nicht in Berlin. Dann feiern wir den "Celebrate Capitalism Day" eben ohne Demo und genießen einfach das kapitalistische Wirtschaftssystem (das als einziges liberale Demokratien hervorgebracht hat). Zum Feiertagsbeginn gibt's unzensierte Sonntagszeitungen. Dann folgt ein Schaufensterbummel durch die vorweihnachtliche Warenwelt. Und abends geht es ins Theater. Dort besuchen wir ein richtig grimmiges antikapitalistisches Stück - zur  Feier des Tages.

 Die Verfasser schrieben einen Bestseller zu Themen aus Wissenschaft und Politik. Sie schreiben jeden Mittwoch in der Tageszeitung DIE WELT.

Doch in dieser Website geht es nicht um Probleme in der Wirtschaft! Um die sollen sich die entsprechenden Fachleute kümmern!

 

Der Heiratsmarkt ist im Grunde auch ein Markt - und dieser Markt ist mindestens so wenig frei wie der Markt der Wirtschaft!

Es ist zwar bei uns nicht ganz so wie bei den Kulturen mit den arrangierten Ehen oder gar wie bei den Taliban in Afghanistan (siehe Website  www.putrid.com/taliban.htm)!

Natürlich spielt gerade auf diesem Markt der Zufall immer eine ganz große Rolle, doch gibt es eben Bedingungen, die eher einer positiven und ethischen Entwicklung förderlich sind oder eher einer negativen und weniger ethischen. Kennzeichen und Bedingungen eines wirklich „freien Heiratsmarkts“, der auch einer ethischen und damit in christlichem Sinn positiven Entwicklung zugute käme, wären wohl die echte Fitness der "Marktteilnehmer", also:

-     brauchbare Menschenkenntnis der Marktteilnehmer, also Information über die eigenen Motive und die der anderen, vor allem die des anderen Geschlechts

-     realistische Auswahlmöglichkeit von Partnern (oft ist es ja sehr kompliziert, jemanden ohne Mißverständnisse anzusprechen)

-     Information über Chancen und Risiken bei der Partnerwahl, Information über den Unterschied von Liebe und Verliebtheit

-     Kenntnis von Strategien für eine Phase der Erkenntnis, was man eigentlich selbst will und was andere wollen

-     Information über die Problematik vollendeter Tatsachen und über Alternativen zum Geschlechtsverkehr und damit innere Sicherheit vor Überrumplungen

-     freier Umgang der Geschlechter miteinander ohne Ängste aber mit sinnvoller Furcht, also auch Wissen um die Unterscheidung von wirklicher und falscher Moral

-    Erziehung zu  wirklicher Emanzipation und Freiheit und weg von Verklemmtheit und Leibfeindlichkeit

-    Information über die Phase der Ästhetik und bewußte Erziehung dazu und Chancen, das alles in der Praxis auch zu erleben

-    und das alles auch so geschickt und rechtzeitig und innerhalb einer Gemeinschaft (siehe Gruppeneffekt) und mit einer sinnvollen Religion, daß es wirklich angenommen wird (siehe Kairos)...

Wenn ich nicht gerade Lehrer wäre, hätte ich sozusagen keine Chancen, mit sachlich und neutral mit fremden Frauen – und vor allem mit jungen - ohne jede Spur von Anmache einfach auf kameradschaftlicher Basis zu unterhalten (keine Angst, hier sind eher Vatergefühle), solche harmlosen Gespräche sind in allen unseren Kulturen einfach nicht vorgesehen. Die einzigen Orte, wo Gespräche möglich sind, sind vielleicht in der Diskothek oder in Bars, doch das ist nicht jedermanns oder jederfrau Sache.

Das Problem ist, dass bei dieser Unmöglichkeit weitgehend erst einmal die Draufgänger gewinnen, also die Don Juans, die dann alles auf ein tieferes Niveau drängen bis hin zur Promiskuität und ProstitutionKameradschaft und unbefangene Freundschaft und behutsames Kennenlernen zwischen den Geschlechtern wird immer weniger möglich. Es ist nun einmal so, wenn kein vernünftiger Markt da ist, wenn er sogar tabuisiert wird, setzt sich ein wenig vernünftiger durch – ein Markt kommt immer zustande, jetzt eben einer von der anderen Sorte.

Und ganz unmöglich ist solcher unbefangener Umgang erst in der Dritten Welt, dort kann es nur zu Begegnungen kommen wie etwa am Ende des Berichts über meine Afrikafahrt beschrieben. Dabei wären gerade hier vernünftige Kameradschaften sinnvoll, wären sie doch ein Weg, dass sich Reich und Arm irgendwie miteinander verbünden – für eine bessere Welt, für ein Reich Gottes.

Wie, "das stimmt alles nicht" mit dem "unvollkommenen Markt" auf diesem Gebiet, "die meisten Menschen haben doch einen Partner gefunden?" "Und wieso dann die ganzen Ehescheidungen, die vielen Beziehungskisten, der Bedarf an Prostitution und Pornografie bis hin zur Kinderpornografie usw. schließlich soll es sich im Internet zu 70 % darum drehen - weist das alles nicht auf einen zumindest sehr schlecht funktionierenden seriösen Markt hin?"

 

Trotz aller vermeintlichen Offenheit heute gibt gerade auf den entscheidenden Gebieten des Lebens keinen echten Informationsmarkt - und vor allem nicht für die jungen Leute, für die das besonders wichtig wäre.

Es ist illusorisch zu glauben, wir und gerade junge Leute hätten die Chancen für eine echte Information! Nicht nur zu bestimmtem Insiderwissen, sogar für viele altbekannte Dinge gibt es für junge Leute einfach keinen Zugang. Schauen Sie einmal in die Religionsbücher unserer Kinder hinein, wo sie denn über den Hintergrund der Schöpfungs- und der Adam-und-Eva-Erzählung zutreffend informiert werden, über die Sintfluterzählung, über den Turmbau von Babel, über das Anliegen des (sehr wahrscheinlich) wirklichen Jesus. Oder über andere Religionen, siehe etwa Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus? Sobald etwas mit der Sexualität zusammenhängt, vor allem daß die jungen Menschen eine so attraktive Moral erfahren könnten, daß sie Spaß daran bekommen könnten, auch danach zu leben - da gibt es Tabus, Informationsverweigerung. Das gilt dann auch für die Interpretation der Märchen, die Information über Geschichte und Philosophie, ja überhaupt für die ganze Kulturproduktion. Und es wird alles getan, damit junge Menschen auch keinen Zugang zu solcher Information erhalten, zumindest nicht rechtzeitig (also vor ihrem ersten Mal), wo kämen wir denn in unserer Sittenverfall-Gesellschaft hin, wenn die jungen Menschen da nicht mehr mitmachten, weil sie rechtzeitig vernünftige Lebenskonzepte und die entsprechenden Strategien entwickeln können!

Wir lamentieren zwar über Kinderpornografie, über die negative Macht der Medien, über die Machtlosigkeit der Religion, die Menschen zu einer vernünftigen Partnerschaftsmoral zu bringen, doch sollen die jungen Leute um Himmels willen nicht in den Stand versetzt werden, ihre Moral in die eigenen Hände zu nehmen - es könnte ja funktionieren!

Und alles weist darauf hin, daß meine Erfahrungen (siehe Kindererziehung) nicht Ausnahmen und auf mich bezogen sind, weil ich etwa ein typischer Rattenfängertyp bin, sondern daß sie überall und mit allen jungen Menschen in dieser Welt nachvollziehbar sind. Doch ich stoße bei den Verantwortlichen sozusagen auf Beton, und je mehr deutlich wird, um was es geht und daß tatsächlich Chancen der Verwirklichung bestehen, umso härter wird der Beton. Es ist, als ob ich es mit einer Mafia oder einer Verschwörung zu tun habe, die den Zuhältern näher steht als dem vermutlichen wirklichen Jesus. Der Spruch ist alt, dennoch paßt er: Wir predigen zwar um das Werden des Paradieses und bitten darum, doch haben wir die größte Angst, daß es passiert!

Immerhin gibt es heute die Chancen des Internets, den Informationsmarkt aufzubrechen.... Es macht zwar viel Mühe und dauert, aber es dürfte funktionieren!

 

Daher: Schuster bleib bei deinen Leisten, machen wir unsere Aufgaben!

"Alles nur nutzlose Spinnerei, gegen die Macht der Wirtschaft kommt man mit derartigen pubertären Mätzchen sowieso nicht an!" - "Wieso eigentlich nicht?" Bedenken wir, auch die reichen und ausbeuterischen Leute haben alle ihre Schwachstellen! Und haben gerade die nicht ihre Mätressen, ihre Prostituierten, ihre Seitensprünge - und durchaus auch mit Frauen aus den "unteren Kasten"? Und das alles machen die ja nicht ohne Grund, irgendetwas liegt da ja auch bei denen ganz grundsätzlich schief... Warum fangen wir dann also nicht entsprechend dem wirklichen Anliegen unseres Glaubens an, also nach den Zehn Geboten? Dort ist es ja keineswegs verboten, Geschlechtsverkehr mit einer Dienstmagd oder auch mit einer Sklavin zu haben - nur man muß sie als Partnerin nehmen, also nur innerhalb einer wirklichen Partnerschaft. Und sie hat auch ihre Ehre, daß sie nur da mitmacht. Und wenn das passiert, dann findet wirkliche Liebe statt - und damit dürfte zumindest auf Dauer jede Sklaverei aufgehoben sein. Denn man kann nicht eine Frau als Partnerin haben, deren Bruder oder Vater Sklave ist... Also hebt sich - wenn wir wirklich christlich sind - die Sklaverei von alleine auf! Und was vor 3000 Jahren gut war, warum soll das nicht auch heute funktionieren?

Und glauben wir doch nicht, die Probleme zu lösen, wenn wir uns in die Aufgaben anderer einmischen - etwa mit einem eigenen Produktions-  und Vertriebssystem, also mit Dritte-Welt-Läden... Abgesehen, daß wir so etwas nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand bewerkstelligen können und die Spezialisten das sowieso besser können, klappt das sowieso nie...

 

In unserem christlichen Glauben gibt es eigentlich den für uns passenden Markt – das Abendmahl!

So haben Sie das wohl noch nie gesehen? Doch weisen nicht Brot und Wein beim Abendmahl auf die Idee der neuen Gemeinschaft hin, nämlich eines einfachen gemeinschaftlichen Abendessens, das ohne viel Aufwand zustande kommen kann und wo man sich kennen lernt und miteinander austauscht. Vor allem wäre auch hier die Gelegenheit, den Markt auf ein ethisches Niveau zu heben, weil alles unter der Grundidee des christlichen Glaubens stattfindet. Und es geht ja nicht nur um die „Geschlechtspartnerwahl“, auch sonst ist Kameradschaft und Freundschaft zwischen den Menschen sozusagen der Garant von Frieden und Harmonie ganz allgemein! Doch was haben wir aus diesem tollen Markt gemacht, eine leere und langweilige Kultveranstaltung, die im Grunde nichts mit "communio", also mit Gemeinschaft, zu tun hat und die kaum noch jemanden vom Hocker reißt! Wir müssten eben von der kultischen Interpretation unseres Glaubens hin zu einer ethischen kommen…

Und wenn Karl Marx die Entfremdung des Menschen beschreibt und geißelt und bei der Frage nach der Schuld bei der Wirtschaft ansetzt, so kann man sich auch fragen, ob nicht nicht beim nicht vorhandenen oder zumindest sehr eingeschränkten wirklich freien Heiratsmarkt hier viel eher die Ursache aller Entfremdung liegt. Beim Schönsten, was es zwischen uns Menschen gibt, nämlich dem Einfädeln wirklicher Liebe, werden uns die Augen verbunden, so daß wir im Dunkeln tappen müssen, wobei das Reinfallen in Fallgruben sozusagen vorprogrammiert ist, oder wir werden überhaupt von außen gesteuert von Menschen, die manchmal nur ihr eigenes Interesse im Sinn haben, oder wir werden sonstwie direkt mißbraucht... Ursache und Wirkung zwischen den beiden Märkten sind bisweilen eben genau andersherum als es zunächst den Anschein hat! (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)