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ORGASMUS. Wohl über kaum etwas ist so schwer zu reden wie über den Orgasmus! Denn jeder geht von seinen eigenen Erfahrungen damit aus und meint, dann alles zu kennen. Und wie soll man mit jemandem reden, wenn man merkt, dass der bzw. die - obwohl in einer Partnerbeziehung lebend - noch nie so etwas erlebt hat, soll man jetzt deutlich werden und damit möglicherweise verletzend wirken? Am ehesten könnte man ja noch mit jungen Leuten reden, die noch alles vor sich haben, damit sie es richtig machen... Orgasmus hat nichts mit banaler Befriedigung, sondern mit einzigartiger Grenzerfahrung leib-seelischer Harmonie zu tun. Der Orgasmus ist der Höhepunkt in der sexuellen Erregung, der mit starkem Lustgefühl einher geht. Es handelt sich dabei keineswegs um banale sexuelle Befriedigung, sondern man kann ihn als den ganz besonderen Rauschzustand bezeichnen, als die äußerste Grenzerfahrung, zu der wahrscheinlich jeder Mensch in einzigartiger Weise von der Natur her veranlagt ist. Wir sollten diese Grenzerfahrung nicht zu gering einschätzen, denn sie hängt mit der Erfüllung unseres Menschseins zusammen, die überhaupt oder deren Wiederholung bewusst oder unbewusst zutiefst ersehnt und angestrebt wird. Es geht dabei keinesfalls um ein bloßes Befriedigungsgefühl mit wilden Zuckungen und entrücktem Stöhnen, wie wir das bisweilen in zweifelhaften Pornofilmen sehen oder aus gut oder schlecht gemeinten Ratschlägen anderer Menschen heraushören. Wirklicher Orgasmus ist vielmehr die totale Erschütterung des von ihm erfassten Menschen, die ihn sozusagen mit der Naturgewalt eines Erdbebens überkommt. Verbunden mit ihm ist dann eine Unfähigkeit der Kontrolle über Denken und Bewegungen und sogar eine vorübergehende Bewusstlosigkeit. Der Orgasmus wird schließlich von einem Gefühl der Uunvermeidbarkeit, des Nichtaufhaltenkönnens, begleitet, wenn er erst einmal in die Nähe gerückt ist. Am Vorgang des Orgasmus ist der ganze Organismus beteiligt, es ist sowohl der körperliche wie auch der seelische Bereich erfasst, im Idealfall schaukeln sich sogar beide Bereiche gegenseitig auf. Noch mehr als beim Mann, bei dem es zur Ejakulation kommt, wird der Orgasmus der Frau aus der Tiefe der Seele gespeist, also vor allem aus dem Gefühl der Freiheit von Ängsten und aus höchstem Vertrauen und Geborgensein in einer tiefen menschlichen Begegnung. Ja, der Orgasmus der Frau ist geradezu abhängig davon, ob sie gegenüber ihrem Partner mit ihrer Seele wirklich völlig sie selbst sein kann (siehe Manselbstsein), und dies ist eigentlich immer nur dann möglich, wenn sie sich wirklich fallen lassen kann, weil ein echtes Gefährtesein oder eben auch wirkliche Partnerschaft gegeben ist. Zumindest auf Dauer ist solcher erfüllender Orgasmus kaum mit irgendwann als unbefriedigend und bisweilen sogar widerlich empfundenen Befriedigungstechniken zu erreichen ("herumfummeln", "Stellungen" und Perversität, vermutlich auch noch nicht einmal mit den vorsätzlich eingeleiteten sogenannten Zärtlichkeiten). Sensibler Umgang ist allerdings erforderlich. Wenn wirklich Leib und Seele harmonieren und sich die Partner in einer bewussten Enthaltsamkeit zuverlässig aufeinander verlassen können, bedarf es sogar fast keiner Berührungen, jedenfalls am wenigsten der Genitalorgane, weil dann der Ursprung im zentralen Nervensystem liegt; ein wirklich erfüllender Orgasmus kann sozusagen zentralnervös ausgelöst werden. Vermutlich vermittelt zunächst einmal sogar derjenige Orgasmus, der durch die geringeren Berührungen zustande gekommen ist, wenigstens bei Paaren, die sich noch nicht fest gebunden haben und bei denen daher eine letzte Angst vor der Einsamkeit irgendwann hinterher doch nicht auszuschließen ist, das tiefere Erlebnis. Wir können dieses Erlebnis sogar als Indiz dafür ansehen, dass wenigstens schon einmal die sexuelle Harmonie stimmt. Wichtig für die sexuelle Harmonie ist auch nicht, dass die Orgasmen der Partner gleichzeitig erfolgen, weil auch das bewusste wechselseitige Erlebnis des Orgasmus eines geliebten, verehrten und geachteten Menschen höchste Erfüllung bedeutet. Dass bei uns nur etwa ein Drittel bis ein Viertel aller Frauen mehr oder weniger regelmäßig zu solchem Orgasmuserlebnis gelangen, dass sehr viele Frauen nie in ihrem Leben erfahren, was Orgasmus heißt, dass sie es noch nicht einmal wissen, lässt erahnen, wie es um die Harmonie der tiefsten Bindungen zwischen Mann und Frau bei uns steht - obwohl die Naturveranlagung gewiss bei jedem Menschen vorhanden ist. Diese Naturveranlagung wird allerdings bisweilen angezweifelt und vor allem einem großen Teil der Frauen wird die Fähigkeit zum Orgasmus kurzerhand überhaupt abgesprochen. Die Lebenskraft dafür steckt in allen Menschen, doch Missbrauch wirkt zerstörerisch. Und wer wirklich meint, dass manche Frauen einfach nicht zum Orgasmus fähig sind, der sollte einmal die Begeisterungsfähigkeit und den Bewegungsdrang vor allem junger Mädchen ganz allgemein bedenken. Ist das alles wie auch ihre Spontaneität und ihre Neugier in allen möglichen Bereichen, die nur zu oft noch nicht einmal etwas mit Sexualität zu tun haben, nicht ein Hinweis darauf, wie es wirklich um die Lebenskraft der Frauen bestellt ist und dass die mangelnde Fähigkeit zum sexuellen Sichloslassen wohl nicht auf einer fehlenden persönlichen Veranlagung beruht, sondern eher darauf, dass da mit der Sexualität irgend etwas falsch gelaufen ist? Kann die Ursache dafür nicht darin liegen, dass Frauen irgendwie den für sie geeigneten Partner erwischt haben, weil sie nicht richtig suchen konnten, weil von Kind an immer noch von einer für sie eher typischen weiblichen Sexualität wegerzogen werden und also ihnen die entscheidenden Informationen über die Ambivalenz der Sexualität vorenthalten werden, so dass sie sich immer noch nicht wirklich angstfrei und voll und ganz auf sie einrichten und sie gestalten können? Fangen wir also mit einer wirklichen Erziehung dazu an und überlegen wir anschließend noch einmal die Problematik der angeblich orgasmusunfähigen Frauen neu! Berücksichtigt dabei muss allerdings werden, dass die Fähigkeit zum wirklichen Orgasmus (siehe oben!) mit einem Partner bei den Mädchen vermutlich erst ab einem späteren Lebensalter gegeben ist, wenn die Pubertät schon längst vorbei ist. Der Grund dafür könnte sein, dass die Natur dadurch Vorsorge getroffen hat, dass die endgültigen Bindungen nicht zu früh erfolgen, also vor allem nicht in einer Zeit, in der ein Mädchen nur Menschen aus der näheren Umgebung kennt und in der daher die Gefahr des für die Weitergabe des Erbguts nachteiligen Inzests gegeben ist (siehe Mutation und Selektion). Die Chance zum Probieren: Die Nervenzellen, die bei der Frau für den Orgasmus verantwortlich sind, befinden sich alle an der Oberfläche: Was ohne Intimverkehr nicht an Orgasmus passiert, passiert auch nicht mit! Und junge Menschen selbst sollten unbedingt vor den berühmten vollendeten Tatsachen herauszufinden, ob es in der jeweiligen Beziehung auch tatsächlich zu ekstatisch-orgiastischer Erfüllung kommt, oder ob zwar wahnsinniges Verlangen zum anderen da ist, die Wirklichkeit der Begegnung jedoch zum reinsten Fiasko wird. Denn dieses vermeintlich intensivste Verlangen zum anderen hat im allgemeinen immer etwas mit vordergründiger Verliebtheit und mit der damit gegebenen Selbstaufgabe und Selbstversklavung zu tun, die jede wirkliche Gleichwertigkeit der Partner und damit auch jedes echte Manselbstsein blockiert. Und die Natur will einfach nicht solche Beziehungen! In der Situation wirklicher Liebe dagegen ist dies jedoch völlig anders - und das ist die Vorbedingung für erfüllendes Orgasmuserlebnis. Da der "vollendete Geschlechtsverkehr zur Probe" nun oft nicht eindeutig von mieser Anmache beim einen und dümmlicher Gefälligkeit ohne Menschenkenntnis beim anderen (siehe Liebesbeweis) zu unterscheiden ist und daher als Erprobungsweg für einen bewusst handelnden und verantwortlichen Menschen nicht infrage kommt, kann eine intelligente Erprobung letztlich nur ohne solchen Geschlechtsverkehr innerhalb einer vernünftigen Reihenfolge geschehen. Und das funktioniert tatsächlich! Die Natur hat nämlich im ihrer immer wieder faszinierenden Weisheit dem Menschen sozusagen die Möglichkeit des Tests im Trockenen, also ohne die vollendeten Tatsachen eines Geschlechtsverkehrs, gegeben! Denn
die Enthaltsamkeit lässt sich
äußerst aktiv und spannend gestalten!
Berührungen, die zum Orgasmus führen, können
nämlich ganz sacht und oberflächlich und eher
unbeabsichtigt bleiben, die Natur hat ja die entsprechenden Sollbruchstellen vorgesehen,
nur man muss sie eben auch kennen! Denn alle Nervenzellen, die beim
Mann wie bei der Frau für das Orgasmuserlebnis
zuständig sind, befinden sich im äußeren
Bereich der Geschlechtsorgane, was besonders für die Frauen
von Bedeutung ist, "innen drin" ist da rein gar nichts an Nervenzellen!
So wird zwar bei ihnen nach klitoralem und nach vaginalem Orgasmus
unterschieden, doch ist diese Unterscheidung umstritten, vermutlich
handelt es sich dabei nur um eine Rationalisierung
missglückter und im Grunde
überflüssiger Erfahrungen.
Denn auf keinen Fall ist es zunächst einmal erforderlich,
dass das Glied in die Scheide eingeführt wird, wenn
man feststellen will, ob es klappt oder ob man
nicht doch besser weiter auf rein freundschaftlicher oder sogar
bruderschwesterlicher Ebene (also ohne jegliche ausgesprochenen Geschlechtsbeziehungen)
verbleibt.
Was
insbesondere
ein Mädchen ohne vollendeten
Geschlechtsverkehr nicht empfindet, wird es auch mit vollendetem
Geschlechtsverkehr nicht empfinden! Bei hoher seelischer Harmonie, wie
sie für eine gelungene Mann-Frau-Beziehung typisch ist oder
wenigstens sein sollte, kann es sogar bei voller Bekleidung zum
Orgasmus beider kommen, das heißt, es ist noch nicht einmal
eine direkte gegenseitige Berührung mit den Geschlechtsteilen
(also noch nicht einmal Petting)
erforderlich, es reicht harmonischer Kontakt! Dennoch sei hier auf das Gespräch
16 zwischen Beatrix und Martina "Den Orgasmus testen"
hingewiesen. Der
Mythos vom vaginalen Orgasmus nach einer Studie der Berliner Charité,
siehe unter http://www.netdoktor.de/Magazin/Weibliches-Sex-er-leben-5233.html Erfüllender Orgasmus bedarf nicht mehr der Steigerung durch weitere Intimitäten. Die berühmte Rationalisierung, dass man den Geschlechtsverkehr ausprobieren müsse, stimmt also nicht! Die Absicht, die dahinter steckt, ist eine mehr oder weniger billige Anmache... Und wie der Orgasmus beim unerfahrenen Mädchen ohne Verlangen "nach mehr" und ohne unlösbaren Stress möglich ist, so gibt es auch beim unerfahrenen Mann danach keinen inneren Drang nach den vollendeten Tatsachen, seine Ejakulation reicht ihm völlig. Wir haben hier etwa dasselbe Phänomen vor uns, wie wenn man sich in der Nase kitzelt, um ein Niesen zu provozieren. Wenn die Erschütterung des Niesens erst einmal da ist, braucht man auch nicht mehr mehr, man hat vor allem gar kein Verlangen mehr, sich etwa den Gegenstand, mit dem man sich gekitzelt und der so das Niesen ausgelöst hat, tiefer in die Nase hineinzuführen! (Auch sonst hat das Niesen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Orgasmus - so viele völlig verschiedene ekstatische Körperreaktionen gibt es wahrscheinlich gar nicht.) Entscheidend für eine leibseelische Erfüllung ist nicht die Häufigkeit der Orgasmen in einer Partnerschaft, sondern die Tiefe der Erlebnisse. Und was sagt unser Glaube? In der Adam-und-Eva-Erzählung ist lediglich das Essen der Frucht verboten, das Verbot des Nicht-daran-rührens erfindet erst die Frau und führt dadurch den Zweifel an der Vernünftigkeit der keinesfalls verklemmten Empfehlungen der Bibel herbei. Natürlich kann ein Mensch auch ohne Orgasmuserlebnisse glücklich und harmonisch leben: Vor allem wenn er etwa einen passenden Partner (noch) nicht gefunden hat, wird er das fehlende Erlebnis leibseelischer Ekstase auch keinesfalls als Mangel empfinden. Problematisch ist dagegen fehlendes orgiastisches Erlebnis, obwohl vollendeter Geschlechtsverkehr (innerhalb oder außerhalb einer Ehe) praktiziert wird. Dies ist der typische Fall, dass eine Einheit leiblicher und seelischer Erfüllung, also die Einheit von Leib und Seele, nicht gelungen ist. Und wenn eine solche Erfüllung fehlt, besteht die Gefahr, dass der Geschlechtsverkehr zuerst als Langeweile und auf Dauer schließlich als Vergewaltigung empfunden wird und dass daher ein späteres Ausbrechen aus der Gemeinschaft heutzutage sozusagen leider schon vorprogrammiert ist (siehe Seitensprung, Ehebruch, Partnertausch), wenn nicht etwa intensivste religiöse Bindungen so etwas von vornherein blockieren. Das Verfahren, durch bloßen Kontakt mit der Haut ohne vollendete Tatsachen die Harmonie im Orgasmus festzustellen, widerspricht im übrigen keinesfalls christlichen Geboten. In der Adam-und-Eva-Erzählung ist lediglich das Essen der Frucht verboten, das Verbot des Nicht-daran-rührens erfindet erst die Frau und führt dadurch den Zweifel an der Vernünftigkeit der keinesfalls verklemmten Empfehlungen der Verfasser der betreffenden Zeilen herbei. Auch heißt es im Gebot zur Heiligkeit der Ehe in der katholischen Überlieferung nur, dass vollendeter Geschlechtsverkehr in die Ehe gehört, was also nur bedeuten kann, dass unvollendeter Verkehr wohl auch ohne Ehe stattfinden kann und nicht sündhaft ist. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass mit dieser Einschränkung wohl eher eine bewusste Enthaltsamkeit im Sinn des Erlebnisses der Phase der Ästhetik gemeint sein könnte als das, was wir heute unter Petting verstehen. Ein Junge oder Mann sollte sich immer vergegenwärtigen, dass es bei der Zurückhaltung im Geschlechtsverkehr nicht nur um das Glück des Mädchens, sondern auch um sein eigenes geht. Er hat nämlich letztlich auch nichts davon, wenn eine Frau mit ihm zwar Geschlechtsverkehr praktiziert, dabei aber menschlich nicht zur höchstmöglichen Erfüllung gelangt. Wenn es dann zu einer dauernden Verbindung kommt, wird sich das vermutlich kaum ändern. In irgendeiner Weise wird sich eine solche Frau schließlich im weiteren Leben immer an dem Mann rächen (siehe Hass und Verdrängung). Wir sollten uns sehr eindringlich überlegen, warum gerade jungen, unerfahrenen Menschen die Zusammenhänge von orgiastischem Erlebnis und von der naturgegebenen Möglichkeit, ohne Geschlechtsverkehr die Orgasmusfähigkeit mit einem Menschen zu testen, trotz der an und für sich großzügigen Vernünftigkeit wirklich christlich-jüdischer Tradition verschwiegen werden. Diese Unkenntnis führt ja zunächst zu Tabuisierung und schließlich zu konzeptlosem und übereiltem Vollzug vollendeter Tatsachen und damit zu oftmals dauernder Unerfülltheit und zu Ängsten auf der einen und zu Steigerung von Macht und Herrschaft auf der anderen Seite! Ganz offensichtlich wollen diejenigen, die für unsere Erziehung verantwortlich sind, überhaupt nicht unsere Erfüllung, unser Glück und unsere innere Emanzipation! Ist nun lustfeindlicher Hass die Erklärung für die Verweigerung der notwendigen Information oder mehr oder weniger bewusste Manipulation zum eigenen Nutzen der erziehenden Generation? Als kurzgefasste Lebensregel kann also gesagt werden: Ohne echte Orgasmuserfahrung mit einem Partner unter keinen Umständen Geschlechtsverkehr mit ihm und natürlich auch keine Ehe! Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren! Oder umgekehrt: Wenn Ehe und Geschlechtsverkehr einmal stattfinden, dann weiß man auch schon vorher, dass das Orgasmuserlebnis aus leibseelischer Harmonie sicher ist! Wir brauchen uns keinesfalls zu schämen und uns blamiert zu fühlen, wenn es in einer vorläufigen und unvollendeten Beziehung nicht zum Orgasmus kommt, und sollten uns z.B. nicht impotent, frigide oder gar homosexuell veranlagt vorkommen: Wahrscheinlich sind wir etwa bei harmonischer Gemeinschaft von der Natur her mit dem betreffenden Partner nicht zu einem Liebesverhältnis, sondern allenfalls zu einem Bruder-Schwester-Verhältnis vorgesehen. Es muss unter uns Menschen schließlich auch solche Verhältnisse geben! Wenn dann einmal klar ist, dass wir nicht für ein "Liebesverhältnis" geschaffen sind, sollten wir allerdings auch alle ausgesprochen sexuellen Handlungen miteinander unterlassen. Es ist übrigens ein ganz wunderschönes Gefühl, wenn wir Menschen haben, von denen wir aus Erfahrung wissen, dass wir uns bei ihnen absolut sicher fühlen können, dass also selbst die (innere und äußere) Nacktheit kein Problem mehr ist. Der Orgasmus ist im übrigen nicht nur ein Phänomen, dass nur uns persönlich etwas angeht. Seine Bedeutung reicht durchaus auch bis ins Philosophische: Vermutlich
nicht ganz zu Unrecht sieht der Psychologe und Philosoph Wilhelm Reich
im Mangel des Orgasmuserlebnisses der meisten Menschen die tiefste
Ursache auch für die meisten menschlichen Katastrophen in
größeren Zusammenhängen bis hin zum Drang
nach Kriegen und nach Diktaturen. Es entspricht durchaus unserem christlichen Glauben,
wenn wir vermuten, dass dieses zerstörerische
Verlangen und auch das nach jeglicher Ausbeutung des Menschen durch den
Menschen einmal wie von selbst verschwindet, wenn es einmal allgemein
üblich ist, dass alle Menschen erfüllende
Orgasmuserlebnisse aus gelungener Einheit von Leib und Seele
erfahren. (Allerdings besteht auch die Möglichkeit,
dass es gar nicht eines Orgasmuserlebnisses bedarf,
dass es allein auf die Spannung ankommt, die
Hormone produziert, und
dass daher eine bewusste Enthaltsamkeit
den
gleichen frieden- und harmoniestiftenden Zweck erfüllt.) Orgasmus
und
eine bessere Welt Mir
wird etwa unterstellt, ich hätte nur ein Thema, nämlich
Bettgeschichten, ganz abgesehen davon, dass ich mich als Theologe und
Junggeselle in etwas einmische, wovon ich keine Ahnung hätte. Es gäbe
doch nun wirklich noch so viel anderes, und ich würde meinen, wenn die
Bettsachen gelängen, dann bräche eine bessere Welt aus. Und das sei
doch eine reine Illusion! Und meine Ideen mit der Nacktheit für junge
Menschen, wenn da nicht eine natürliche Skepsis angebracht ist, ach
was, da müssen sogar alle Alarmglocken läuten! 1.
Dass mit besserem Sex eine bessere Welt ausbräche, ist so in etwa
Ideologie des amerikanischen Psychoanalytikers Wilhelm Reich (1897 –
1957), der im gelungenen kollektiven Orgasmus
schließlich auch das Heil der ganzen Gesellschaft sieht. Hier wird so
etwas nie behauptet. Offenbar reichen zwei Reizworte, hier "Sex" und
"bessere Welt", dass der Leser gar nicht weiter zuhört, sondern dass
sozusagen ein Film abläuft, den der Leser woanders her kennt. Mailwechsel zu diesem Stichwort, zunächst der jüngste Mailwechsel mit Herrn Walter W.: Walter W. schrieb am 18. Januar 2010:Sehr geehrter Herr Pr., im ICE trafen ich kürzlich ein Paar Medizinstudenten Sie lästerten über eine auf ihrem Laptop angezeigte Website (Ihre) und zeigten mir mehrere erschreckende Textstellen, beispielhaft erwähne ich nur vier: 1. ?Innen drin ist da rein gar nichts an Nervenzellen!? 2. Beatrix in Gespräch 16: Warum wohl hat die Frau etwa in ihrer Scheide sozusagen überhaupt keine Nervenzellen? 3. Unter ORGASMUS: ?Die Nervenzellen, die bei der Frau für den Orgasmus verantwortlich sind, befinden sich alle an der Oberfläche: Was ohne Intimverkehr nicht an Orgasmus passiert, passiert auch nicht mit!? 4. Unter ORGASMUS: ?Ohne echte Orgasmuserfahrung mit einem Partner unter keinen Umständen Geschlechtsverkehr mit ihm und natürlich auch keine Ehe.? Gott behüte alle jungen Menschen vor diesem und anderen von Ihnen gepredigten Schwachsinn. Es ist richtig, dass einige wenige Frauen durch ausschließlich vaginale Stimulation keinen Orgasmus erleben (eigene Erfahrung: eine von 27 = 3,7 %). Daraus abzuleiten und öffentlich falsch zu kolportieren, daß ALLE Frauen dort keine Nervenzellen haben, ist medizinisch falsch. Das Zitat 2 kann nur von einer ahnungslosen dummen Tussi stammen. Bereits im Oktober 2008 reklamierte eine Frau Anja B. diese Falschinformation. Ich zitiere aus dem Mailwechsel unter Stichwort ORGASMUS: ? Im Sinne der von Ihnen selbst berufenen "Aufklärung" macht es aber KEINEN SINN und KEINE SELBSTBESTIMMUNG, wenn Sie Falschinformationen über weibliche Anatomie, Erregungsfähigkeit oder den weiblichen Orgasmus verbreiten.? Warum wurde das bisher nicht korrigiert? Vorsätzliche Falschinformation? Beschränken Sie sich auf die Theologie und überlassen Sie die Sexualkunde wirklich kompetenten Leuten wie Bornemann, Kinsey, Masters/Johnson, Jürg Willi (Psychologie der Liebe) und vielen anderen. Ihre Darstellungen dazu enthalten extrem viel katholische Ideologie, sind schwer verständlich, weitschweifig und kaum hilfreich. Herbert von Karajan sagte über Musik: ?Musik muß man erleben?, nicht verstehen.? Genauso verhält es sich mit der Sexualität. Man muß sie erleben, nicht zerreden. Hohe Sexualmoral, Keuschheitswahn und Jungfräulichkeitsfetischismus eignen sich hervorragend, gesunde junge Frauen zu sexuellen Blindgängerinnen (= Beatrix) zu verbiegen und gesunde junge Männer scharenweise in die Arme von Prostituierten zu treiben. Hätten unsere Vorfahren so gelebt, wäre der Mensch längst ausgestorben. Auch ich folgte dieser von Eltern, Lehrern und Pfarrern verkündeten Irrlehre. Als braver, dummer Junge wies ich eine Traumfrau mit ?Vergangenheit? ab und heiratete ein sittsames Mädchen aus guter pietistischer Familie, das mich nicht nur finanziell ruinierte. Es wurde psychisch krank, weil der jahrelang verbotene, ?schlechte? Sex ab der Hochzeit plötzlich Pflicht sein sollte. Nach der Scheidung wimmelte ich alle ?Beatrixen? knallhart ab. Sexualität ist neben Gottes Wort sein schönstes Geschenk an uns Menschen und ein Grundbedürfnis unserer Existenz von Kind an bis in hohe Alter. Gott schenkte sie uns NICHT, damit wir sie in den Jugendjahren (der schönsten Zeit unseres Lebens) unterdrücken, sondern damit sich Mann und Frau daran erfreuen und einander höchstes Glück bereiten. Menschen bilden Paare, um sich gegenseitig sexuelle Erfüllung zu schenken. Gelingt das nicht, trennt sich das Paar, jeder sucht sich einen neuen Partner. Der Vorgang wiederholt sich so lange, bis sich das richtige Paar findet. Der Begriff ?guter Sex? ist nicht definierbar. Jeder Mensch legt seine eigene Meßlatte an. Was einem Freude bereitet, mißfällt dem anderen. Das Risiko Mißerfolg ist unvermeidbar. Kein Paar würde zueinander finden, wenn jeder das Risiko scheut, den falschen Partner zu wählen oder enttäuscht zu werden. Schlechte Erfahrungen sind notwendig. Wir wüßten sonst nicht, was gut und schön ist. Für Enthaltsamkeit bleibt uns im Seniorenheim noch sehr viel Zeit. Dann bereut man bitter die ungenutzten Chancen und Gelegenheiten, anstatt sich glücklicher Tage und Stunden zu erinnern. Enthaltsamkeit bedeutet unterdrückte Sexualität, macht weder Spaß noch frei, sondern erzeugt seelische Qualen, Mißstimmung und Aggressivität bis hin zu Vergewaltigung, Kindesmißbrauch und Kriegsverbrechen. Enthaltsam lebende Männer werden viel früher von erektiler Dysfunktion betroffen als sexuell aktive. Use it or loose it ! Menschen mit erfülltem Sexualleben leben länger, verfügen über eine bessere Gesundheit, optimale Streßbewältigung, mehr Lebenskraft und Berufserfolg. Liebe ohne Sex taugt nichts. Sex ohne Liebe ist immer noch besser als gar kein Sex. Auch ohne große Liebe oder Ehe bereichert Sex das Leben sich gut verstehender Paare. Franz Liszt schrieb ?In den Armen einer Frau bin ich Gott am nächsten?. Wer all das nicht selbst erlebt hat, hat kein Recht, darüber zu urteilen oder sich gar als Oberlehrer oder Besserwisser aufzuspielen. Kirchenfürsten ab dem Apostel Paulus (1 Korinther 7,1-15; 25-40) erfanden die katholische Sittenlehre, um Menschen, besonders Frauen zu bevormunden und zu unterdrücken. Sie machte unzählige Menschen unglücklich. Folgende Bibelstellen zeigen, daß sie nicht von Gott gewollt sein kann. 1 Mose 4, 23: Lamech hatte zwei Frauen Ada und Zilla. 1 Mose 20, 12: Abrahams Frau Sara ist die Tochter seines Vaters, aber nicht die seiner Mutter. Daraus folgt, daß Abrahams Vater mindesten zwei Frauen hatte. 1 Mose 16 und 1 Mose 21, 10-20: Abraham bricht die Ehe, damit er einen Sohn zeugt. Gott segnet die Nachkommen eines Ehebruchs. 1 Mose 22, 24: Nachors Nebenfrau Rehuma gebar auch. 1 Mose 30: Die Vielweiberei Jakobs (er verkehrte quasi gleichzeitig mit 4 Frauen) fand Gottes Segen. Mit freundlichen Grüßen Walter W. LIteratur Naura Hayden, Wie man eine Frau befriedigt, Verlag Heyne 2003, Nr. 01/8735, ISBN 3-453-06369-4. Esther Vilar, Heiraten ist unmoralisch, Thomas Brussig, Berliner Orgien, Verlag Piper, ISBN 978-3-492-05037- basisreligion am 23. Januar 2010 Sehr geehrter Herr Walter W.! Mir scheint es doch sehr unromantisch zu sein, über die Anzahl der für den Orgasmus wichtigen Nervenzellen in der Vagina zu diskutieren und sich auf deren Bedeutung zu konzentrieren. Sie mögen ja Recht haben, dass diese Nervenzellen nicht völlig egal sind - und ich werde das auch ändern. Allerdings mag es individuelle Unterschiede geben und ich sehe dann auch den verheerenden Einfluss einer "pietistischen" Erziehung. Die hätten Sie bei Ihrer Frau erkennen müssen und hier hätten Sie ein Problem lösen müssen. Doch bei Ihrer Überbetonung des Biologischen (im Nachklang zu den Untersuchungen von Wilhelm Reich und anderen, sie erwähnen ja einige) war diese Frau vermutlich völlig überfordert – und reagierte dann entsprechend „zickig“. Mein Fazit: Wer nur auf Sex aus ist, kriegt auch nur den. Und das reicht eben auf die Dauer nicht, wenn man mit dem anderen nicht vernünftig reden, fröhlich spielen und ohne schlechtes Gewissen bei Bekannten aufkreuzen kann. Sowohl eine narzistische, zänkische oder einfach nur dumme Sexbombe (solche Typen gibt´s allerdings auch bei Männern) als auch ein unreifer und überforderter Blaustrumpf fallen bei meinem Konzept sicher rechtzeitig unangenehm auf und man fällt auch auf die nicht herein. Da ich nun der Meinung bin, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden soll und ich nicht manipulieren möchte, werde ich Ihre Mail in meine Website setzen (unter „Walter W.“, es sei denn, Sie schreiben mir, dass Ihr Name im Klartext stehen soll) - zusammen mit meinem Kommentar. Und nun zu Ihrer Mail: Borneman und Kinsey mögen zwar gute Praktiker sein, doch vom Seelischen, von der Treue, vom Vertrauen, von der Achtung, von der Ehre und nicht zuletzt von einer schönen Romantik der Liebe haben sie keine Ahnung. Zur katholischen Verkorkstheit: Mir berichtete einmal eine junge Frau von ihrem entsprechenden „Erlebnis“ und dass sie die Schnauze voll habe – nein, nie wieder. Gleichzeitig verteidigte sie die Erziehung zur Scham der Kinder, denn wenn schon bei den Kindern ein Junge einem Mädchen das Hös´chen auszöge, dann könne das dadurch einen Schock fürs Leben bekommen. Ich wurde dann fast grantig, was sie mir für einen Schrott erzähle, wenn Kinder davon einen Schock bekämen, dann sei das doch nur die Folge einer verklemmten Erziehung. Klar, wenn ich ihnen im Zusammenhang mit Nacktheit eine Katastrophe einreden würde, dann wäre das auch eine, wenn es denn passieren sollte. Und: Wie sei es denn bei ihr selbst gewesen, sie hätte sich doch ihren Schockbringer selbst ins Bett geholt... Ja, gab sie irgendwann kleinlaut zu, sie hätte wohl ein falsches „Moralmodell“ gehabt... Und gerade diese junge Frau ist nun völlig unverdächtig, dass ihre Probleme daher rührten, dass sie christlich verkorkst worden sei, denn sie wuchs in einer völlig unreligiösen Familie auf, in der Religion eher als überholter Aberglaube galt. Überhaupt: Dass gerade sehr viele Mädchen von ihrem ersten Sex schockiert sind, kommt in Ihrem Denken überhaupt nicht vor. Wissen Sie das nicht oder wollen Sie das nicht wissen? Ich habe ja nichts dagegen, wenn Sie Ihre Erziehung propagieren - doch ich meine, wegen der sexuellen Selbstbestimmung sollte man Kindern auch die andere Seite zeigen und sie selbst entscheiden lassen. Diese andere Information muss natürlich von Personen geschehen, die auch diese Seite vertreten, um eine Falschdarstellung zu vermeiden. Sie werden doch zugeben, dass das, was jetzt passiert, dass man junge Menschen nur einseitig oder gar nicht informiert und sie gleichzeitig zu Leibfeindlichkeit erzieht (also gegen den Spaß an der Nacktheit) und so in die Lebensweise reintappen lässt, die Sie vertreten, auch wieder pure Manipulation ist! Und Sie sind doch gegen Manipulation – oder? Sie schreiben, dass Sie auch so falsche katholische Ideale gehabt hätten. Wenn Sie meine Seite nur einigermaßen aufmerksam gelesen hätten, dann hätten Sie auch das von der "Phase der Ästhetik" mitbekommen. Und wenn Sie die praktiziert hätten, dann hätten Sie nämlich gemerkt, dass diese nun Ihrer Meinung nach leibfeindliche Dame nichts für Sie ist. Vielleicht haben Sie sie mit Ihrer Probiermentalität allerdings auch abgestoßen oder gar angeekelt und Sie waren von daher nicht der Richtige für sie? Das Problem dieser Frau war dann, dass sie keine Strategie hatte, Sie vorher wenigstens einigermaßen richtig zu erkennen. Es ist nicht jedermanns (oder „jederfraus“) Sache, so lange herumzuvögeln, bis der Richtige gefunden ist. Angeblich soll diese jugendliche Partnerwechselei ja bei den Trobriandern in der Südsee ja üblich sein und nach den Untersuchungen von M. Mead und B. Malinovski auch besonders glücklich machen. Doch haben neuere Untersuchungen ergeben, dass diese Forscher damals sehr blauäugig und leichtgläubig waren, sie haben einfach nicht genauer hingesehen... Denn die Wirklichkeit ist völlig anders! Wenn ich doch so kirchlich verpfuscht bin, warum haben die Kleriker mir dann die Lehrerlaubnis entzogen, ja warum sind die gegen eine Kindererziehung gegen Leib- und Geistfeindlichkeit? Ob es hier nicht mehr Gemeinsamkeiten zwischen „denen“ und Ihnen gibt als zwischen „denen“ und mir? Denn Sie vereint doch mit denen, die jungen Menschen dumm und verklemmt zu lassen – so dass diese dann holterdiepolter gleich immer „alles“ anfangen? Und wenn sie einmal angefangen haben, dann machen sie zumeist auch weiter, warum auch nicht, wenn sie doch nun schon einmal angefangen haben... Sehen Sie nur einmal genauer hin: Jeder hat andere Begründungen oder auch Ausreden, warum die jungen Menschen nicht vernünftig und sachlich informiert werden, dass Nacktheit ohne Sex auch Spaß machen kann, wie schön eine gegenseitige Nacktmassage ist, dass auch eine gegenseitige Schamrasur lustig sein kann und viel über den anderen aussagt: Kann man mit einem Menschen etwa über so etwas reden, wie stellt er sich an, dienend oder habenwollend? Und Sie haben nun diese Begründungen, dass die jungen Menschen darüber nicht nachdenken, bevor sie mit dem Sex angefangen haben, und die Kirchen und die anderen frommen Menschen haben eben andere. Doch in einem Punkt sind Sie sich mit den Klerikern und anderen frommen Leuten völlig einig, dass die jungen Menschen etwa solche Harmlosigkeiten nicht erfahren und ablehnen, dass sie ihnen peinlich sind und sie sogar ekelhaft finden. Und ob die jungen Menschen das gut finden, wenn man ihnen das nur vernünftig sagt! Als ich einem Mädchen einmal erzählte, dass man, wenn man Hunde krault oder sich gar mit ihnen balgt, ja auch nicht deren Genitalteile berührt, dass das also geht, dass man ohne solche Berührungen auskommt, da war sie ganz aus dem Häus´chen – ja so etwas hatte sie offensichtlich im Kopf (später gestand sie mir, dass sie das "wirklich" im Kopf hatte, also nicht nur "offensichtlich"). Aber es gibt hier zwar kein offenes, doch ganz offensichtlich ein unausgesprochenes geheimes Komplott, dass die jungen Menschen über so etwas nicht sachlich nachdenken können. Und solche Menschen wie Sie sorgen dann für die entsprechenden Frustrationen – und die Religionen ernten dann die Früchte, zumindest wenn die Menschen alt sind (nach dem Motto „im Alter werden die Huren fromm" – Kommentar einer Schülerin, von ihrer Mutter). Eine Hand wäscht sozusagen die andere... Das war doch der Trick etwa des Ablasshandels. Ärgerlich für die Religionen ist heute nur, dass sie nicht mehr das damit verbundene Geschäft selbst machen, weil die Leute eher zum Psychiater gehen oder dass sie sich in weitere Vergnügungen stürzen, um ja keine tieferen Gefühle aufkommen zu lassen. Oder zu den Sekten laufen oder Drogen nehmen... Für mich ist das alles nicht nur Manipulation, dahinter stecken ausgesprochene mafiöse Strukturen! Das von Ihnen beschriebene Horrorszenario hat mit meinem Konzept doch nun wirklich nichts zu tun, es ist eher die Folge dieses mafiösen Komplotts zwischen Leuten wie Ihnen und den traditionellen Klerikern – Menschen dumm zu lassen, um sie einfacher ausbeuten zu können. Was verstehen Sie denn unter „erfülltem Sexualleben“? In Ihrem Sinn hatten die Kaiser von China auch eines – sie bekamen jeden Tag von einem Diener Bambusstäbchen vorgelegt, von denen sie eines (oder mehrere?) auswählten – und das bedeutete dann eine entsprechende Frau, die gerade in den fruchtbaren Tagen war. Und die wurde dann nackt in einem Bett – bedeckt mit einem Leinentuch, was er nur herunterzuziehen brauchte – zum Kaiser getragen, und mit ihr „vollzog“ er dann die Liebe. Doch diese Kaiser starben alle ziemlich früh (ein chinesischer Professor aus Shanghai erzählte mir das). Ich frage mich, wo der Grenzwert ist, ab wie vielen Frauen man dann doch wieder früher stirbt? Das ist doch blanker Unfug, was Sie erzählen, dass bei vorehelicher Enthaltsamkeit die Menschen ausgestorben wären. Im Gegenteil sie suchen nach passenderen Partnern, heiraten früher, passen besser zusammen und praktizieren dann auch bewusstere und damit bessere „Brutpflege“. Vorausgesetzt natürlich ein vernünftiges Konzept. Wo bitte komme ich mit Drohungen und Ängsten? Wenn Sie mich schon angreifen, dann sollten Sie auch korrekt zitieren und nicht mit primitiven Rundumschlägen kommen. Wenn ich so bedenke, was mir Frauen erzählen, dann scheint es, als ob Sie und ich mit jeweils anderen Frauen reden. Doch es sind dieselben... So erfahre ich etwa über eine junge Frau, dass sie gesagt hätte, dass für sie guter Sex sehr wichtig ist. Und wenn es sich dann ergibt, dass wir einmal unter vier Augen über mein Konzept reden, dann sage ich etwa, dass ich mir vorstellen könnte, mal mit ihr eine Fahrt zu unternehmen – doch Intimitäten wären ausgeschlossen, weil die gegen meine Ethik sind. Und spontan kommt es eher wehmütig – ach wenn doch mehr Männer so wären... Oder: Ein etwas älterer Kollege (hochgradig Diabetes) beklagte sich beim Urologen, dass er total impotent sei, was er dagegen machen könnte. Und der Arzt spontan: „Lassen Sie das bloß so, wie es ist! Was glauben Sie, wie viele Frauen zu mir kommen, ob ich nicht etwas bei ihren Männern machen könnte, damit sie nicht immer wieder Sex wollen...“ Oder: Ich habe schon mal in Mädchenklassen gesagt (so um die 18/19/20): Was wollt Ihr eigentlich von den Männern? Entweder sie sind Schweine oder sie sind impotent oder schwul oder sonst krank“ – und Schweigen im Wald.... Sehen Sie: Ihnen gegenüber verhalten sich die Frauen so – und mir gegenüber eben anders. Was ist die Wahrheit? Die österreichische Sexberaterin Dr. Senger sagte einmal vor nicht zu langer Zeit in einer Gesprächsrunde: „Es wird nirgendwo so viel gelogen wie im Zusammenhang mit der Sexualität.“ Also stehe ich zu meiner Einstellung (bevor ich als Schwein eingestuft werde, dann bin ich lieber impotent oder verklemmt) und irgendwann kommt man damit auch sehr gut klar. Und was passiert mir? Nein, ich bin keinesfalls immer allein! Interessant ist doch, dass ich immer wieder Frauen und Mädchen für meine Unternehmungen finde - von 7 bis über 70 und zwar solche „mit“ Erfahrungen und auch „ohne“... Gerade schreibt mir die junge Dame, die mit mir vor drei Jahren in Fernost unterwegs war, dass sie gerne mit nach Rom gekommen wäre (ich hatte ihr von meiner Fahrt nächste Woche geschrieben), doch leider keine Zeit... Es ist also nicht so, dass die, die mal mit waren, die Nase voll von mir und meinem Verhalten haben und nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Und da kommt eben eine andere mit... Was glauben Sie, wer mich nun mehr überzeugt? Sie mit Ihren Machoargumenten oder diese – teilweise jungen und sehr hübschen – Damen durch ihr Tun? Und in den Armen einer Frau Gott am nächsten? Ja, da mag was dran sein... Doch wie sagten Sie so schön: „In den Armen...“. Muss das auch heißen, dass "unten" das Intimsein dazu gehört? Ich sehe das jedenfalls anders... Ich habe jedenfalls mit den Armen sehr gute Erfahrungen! Was soll ich zu Ihren Zitaten aus dem Alten Testament sagen? War das denn nicht bekanntermaßen weitgehend auch eine Machogesellschaft mit den entsprechenden Praktiken? Soll ich mich denn daran orientieren? Mit besten Grüßen Michael Pr. Der Kritiker Walter W. am 1. Februar 2010: Sehr geehrter Herr Pr., Ich erlaube Ihnen, meinen Text UNVERÄNDERT unter dem Pseudonym ?Walter W.? zu veröffentlichen unter der Bedingung, daß auch Ihr Kommentar darunter VOLLSTÄNDIG erscheint, damit jeder Leser sich auch über Ihre Gegenargumente seine eigene Meinung bilden kann. · Zu Fakten und Selbstverständlichkeiten gibt es keine Diskussion. Die von Ihnen verbreitete Information ist und bleibt falsch. Obwohl dies bereits im März 2007 Herr Frank N reklamierte (http://basisreligion.reliprojekt.de/fuenf.htm), wollen Sie sich erneut mit inhaltslosen Floskeln herauswinden, anstatt den auf mehreren Unterseiten vorhandenen Unsinn klar zuzugeben. Zitat: ?Mir scheint es doch sehr unromantisch zu sein, über die Anzahl der für den Orgasmus wichtigen Nervenzellen in der Vagina zu diskutieren....? ?Sie mögen ja Recht haben, dass diese Nervenzellen nicht völlig egal sind...? ?Borneman und Kinsey mögen zwar gute Praktiker sein, doch vom Seelischen, von der Treue, vom Vertrauen, von der Achtung, von der Ehre und nicht zuletzt von einer schönen Romantik der Liebe haben sie keine Ahnung.? · Der Rest Ihres Kommentars bringt keine neuen Erkenntnisse und besteht hauptsächlich aus unstrukturiertem Geschwafel, überflüssigen, nutzlosen Ratschlägen, unbegründeten Unterstellungen und persönlichen Angriffen. Zitate (Auszug): ?Die hätten Sie bei Ihrer Frau erkennen müssen und hier hätten Sie ein Problem lösen müssen.? ?Wenn Sie meine Seite nur einigermaßen aufmerksam gelesen hätten...? (vor 25 Jahren?) ?...sie gleichzeitig zu Leibfeindlichkeit erzieht (also gegen den Spaß an der Nacktheit) und so in die Lebensweise reintappen lässt, die Sie vertreten...? ?Ich habe ja nichts dagegen, wenn Sie Ihre Erziehung propagieren.? ?Doch in einem Punkt sind Sie sich mit den Klerikern und anderen frommen Leuten völlig einig, dass die jungen Menschen etwa solche Harmlosigkeiten nicht erfahren und ablehnen.? ?Denn Sie vereint doch mit denen, die jungen Menschen dumm und verklemmt zu lassen?. ?...Sie mit Ihren Machoargumenten...? ?Und solche Menschen wie Sie sorgen dann für die entsprechenden Frustrationen.? ?...Drohungen und Ängsten?? NICHTS davon steht in meinem Text. Statt sachlicher Argumente frei erfunden. Die sexuellen Belästigungen von Schülern durch Jesuitenpater am Berliner-Canisius-Kolleg und weltweit durch katholische Priester sind kein imaginäres Horrorszenario sondern Realität, verursacht durch Enthaltsamkeit. Sie scheinen Ihr eigenes Konzept nicht zu kennen: ?freiwillig gelebte Enthaltsamkeit soll Spaß machen?. Nein, sie macht letztendlich kriminell. Quelle: Verschiedene Pressemeldungen vom 29.01 bis 31.01.2009. http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1248592/Der-Missbrauch-war-systematisch-geplant.html. Zitat: ? Das von Ihnen beschriebene Horrorszenario hat mit meinem Konzept doch nun wirklich nichts zu tun, es ist eher die Folge dieses mafiösen Komplotts zwischen Leuten wie Ihnen und den traditionellen Klerikern ? Menschen dumm zu lassen, um sie einfacher ausbeuten zu können.. ? Meine Aussagen basieren auf Familienbildungswerk-Seminaren und Vorträgen von EheberaterInnen, Gynäkologen, Medizinhistorikern, Soziologen, Psychiatern, darunter Dr. Jürg Willi. Den beiden Zuschriften von Herr Frank N. (siehe oben) stimme ich 100%ig zu. Darin fehlt nur, dass ein erfülltes Sexualleben die Freude an der Nacktheit zwingend voraussetzt. Abschließend verweise ich auf einen Bericht im ?Stern? Heft 5/2010 Seite 92 mit dem Titel ?Wenn Frauen mehr wollen und Männer nicht mehr können.? und unten der Leserbrief einer 71jährigen Dame (Zufallsfund im Internet). Beides widerlegt Ihre Behauptung ? ...als ob Sie und ich mit jeweils anderen Frauen reden. Doch es sind dieselben...? Mit freundlichen Grüßen Walter W. ? Sex im Alter? Herzlichen Dank für diesen wundervollen und einfühlsamen Artikel.. Ja, es stimmt, man rechnet nicht mehr damit, dass ältere Menschen noch Sex haben könnten und wollen. Viele sind der Ansicht, dass ab 60 das Wort Sex nicht mehr existiert. Falsch, jeder Mensch ist anders, jeder hat Träume, Wünsche und Sehnsucht nach Liebe, auch nach der körperlichen. Wenn die sexuellen Aktivitäten auch oft auf Hilfe von Medikamenten angewiesen sind, es ist schön. Ich hoffe, dass der Film "Wolke 9" mit den alten Vorurteilen aufräumt. Sex im Alter führt zu einer tollen Ausstrahlung, ist gesund und macht frei.? basisreligion am 2. Februar 2010: Sehr geehrter Herr Walter W.! Ich stelle fest, dass Sie auf kein Argument sachlich eingehen, Sie bringen allenfalls irgendwelche aus dem Zusammenhang gerissene Einzelsätze. Soll das etwa sachlich sein? Ich habe nie bestritten, dass auch Frauen Spaß am Sex haben. Sie erwähnen den Leserbrief einer 71jährigen Dame. Steht in dem wirklich etwas von den Nervenzellen in ihrer Vagina – oder wollen Sie mir hier etwas unterjubeln? Und es gibt eben sehr viele Frauen, denen der Spaß vergangen ist, wenn dahinter nicht Partnerschaft und Liebe stehen. Und solche Frauen ziehen durchaus Männer vor, die nur kameradschaftlich (oder auch väterlich oder brüderlich) sind. Und zu dem Schriftwechsel mit Frank F.: Sie geben ja selbst zu, dass der auf das Thema Nacktheit überhaupt nicht eingeht. Mit dem Canisius-Kolleg machen Sie sich das doch sehr einfach. Natürlich gibt es Kleriker, die sich an jungen Menschen vergreifen, doch auch Sie werden wohl auch nicht behaupten, dass das „alle“ sind. Es gibt eben keinen Automatismus nach dem Motto: „Wer enthaltsam ist, vergreift sich an Kindern oder etwas in der Richtung.“ Ich habe zwar einige Probleme mit Klerikern, doch sind die meisten Kinderschänder usw. keinesfalls „enthaltsame“ Kleriker sondern Menschen, die – wie Sie - von der Enthaltsamkeit gar nichts halten. Und so lange wir nicht auf die wirklichen Gründe für die Pädophilie eingehen, praktizieren wir immer nur leeren Aktionismus und werden so das Problem nie lösen. Sie zitieren mich: ?Doch in einem Punkt sind Sie sich mit den Klerikern und anderen frommen Leuten völlig einig, dass die jungen Menschen etwa solche Harmlosigkeiten nicht erfahren und ablehnen.? ?Denn Sie vereint doch mit denen, die jungen Menschen dumm und verklemmt zu lassen?. ?...Sie mit Ihren Machoargumenten...? ? Und solche Menschen wie Sie sorgen dann für die entsprechenden Frustrationen.? ?...Drohungen und Ängsten?? Und folgern: NICHTS davon steht in meinem Text. Statt sachlicher Argumente frei erfunden. Dabei haben Sie doch deutlich geschrieben, dass Sie mit einem frei erfundenen Zusammenhang („wer enthaltsam ist, wird in die Arme von Prostituierten getrieben“) dagegen sind, dass junge Mädchen auch Alternativen erfahren, wie sie in dem Gespräch Beatrix-Martina stehen: gesunde junge Frauen zu sexuellen Blindgängerinnen (= Beatrix) zu verbiegen und gesunde junge Männer scharenweise in die Arme von Prostituierten zu treiben. Und zu der Frage der Nervenzellen in der Vagina zitiere ich die Zuschrift einer jungen Frau, der ich auch den Mailwechsel zur Beurteilung geschickt habe: Dass in der Vagina Nervenzellen sind, kann ich Ihnen als Frau nach meiner Erfahrung nicht bestätigen. Ich zweifle jedoch nicht an, dass Mediziner hierbei Nervenzellen finden könnten. Ich als Frau fühle unten in meiner Vagina jedoch nichts. Und es sieht so aus, dass ich hier auch nicht alleine da stehe. Denn auf der Tamponverpackung steht: „Drücken Sie den Tampon so tief....bis Sie nichts mehr spüren.“ Na also! Ich halte es für sehr erstrebenswert, nicht die Kritikpunkte bei der körperlichen Sache (Vagina hat Nervenzellen aus seiner Sicht) anzusetzen, sondern lieber bei der Ethik für die Partnerschaft. Soweit ich Herrn P´s Homepage bisher kenne, handelt es sich hierbei um ein ethisches bzw. rationales Konzept gerade auch für Frauen. Demzufolge sollen Frauen „Reinfallmethoden“ von Männern erkennen und Strategien dagegen entwickeln. Der Kritiker Walter W. sollte mal an die Ethik denken. Nämlich: ob es einfach nur sein männliches Wunschdenken ist, dass Frauen „unten drin“ etwas fühlen, damit er sich befriedigen kann, oder ob ihm letztlich die Frau an sich wichtig ist.... Und ob er auch aus Liebe und mit Geduld auf eine Frau warten könnte, anstatt sie zu benutzen. Eine frauenfeindliche Ethik ist für mich die Erklärung, warum Herr Walter W. sich gegen Ihre Argumentation sehr wehrt bzw. auf der medizinischen Ebene Kritik versucht. Wichtiger ist die ethische Ebene der Partnerschaftsmoral und diese scheint Herrn Walter W. völlig zu fehlen. Mit besten Grüßen (die Leserin). So weit die junge Dame. Und ich bin nun einmal keine Frau, ich kann das nicht überprüfen. Jedenfalls scheint die angebliche „Falschdarstellung“ so falsch auch wieder nicht zu sein. Wie ich sehe, gehen Sie davon aus, dass junge Menschen und gerade auch Mädchen erst einmal ihre Erfahrungen mit dem Geschlechtsverkehr machen sollen, damit sie die Schönheiten des sexuellen Gefühls erfahren – gleichgültig ob sie einen wirklichen Überblick haben oder nicht. Das kann allerdings oft auch eine Überrumplung bedeuten, dass sie also gar nicht wirklich wissen, worauf sie sich einlassen. Und wer jungen Menschen kein Konzept gegen solche Überrumplung beibringt, der manipuliert durch Unterlassung. Ich meine nun, dass ich in meiner Website und so auch in diesem Mailwechsel und und in dem Stichwort „Das Anliegen von basisreligion...“ sehr fair beide Seiten zu Wort kommen lasse, so dass sich jeder eine eigene Meinung bilden kann. Wenn doch einmal diejenigen, die „Ihre Seite“ vertreten, auch so fair wären! Und wenn Sie dennoch meinen, dass nur derjenige mitreden könnte, der die Erfahrung hätte und dass das auch für unerfahrene junge Menschen gilt, so ist das doch ein ziemlich primitives Totschlagargument. Genauso könnte man ja auch sagen, dass nur derjenige über die Todesstrafe reden kann, der sie selbst erlebt hat. Und genau um solche Totschlagargumente zu vermeiden, plädiere ich erst einmal für eine Partnerschaft und auch dafür, es erst einmal bei den äußeren Körperteilen zu belassen und ich behaupte, dass es demjenigen, der will, dass junge Menschen das alles überspringen, nur um seine eigene Befriedigung geht (siehe den Kommentar von der jungen Frau)... Und diese junge Frau machte mich auch noch auf einige Seiten aufmerksam: 1.„Der weibliche Orgasmus könnte dazu dienen, die besten Männer auszuwählen. Während Frauen, die leicht zum Höhepunkt kommen, auch mit Männern zufrieden sind, die im Bett weniger „gut“ sind, würden die anderen eher die starken und fürsorglichen Sexualpartner auswählen und längerfristig vielleicht auch in anderen Bereichen davon profitieren.“ http://www.psychologie-heute.de/news_partnerschaft_sexualitaet/gibt_es_ein_orgasmusgen_050610.html 2.„Auf die Intensität hat ebenfalls keinen Einfluss, ob der Höhepunkt bei der Selbstbefriedigung, beim Streicheln oder durch Geschlechtsverkehr erlebt wird. „Letztlich geht jeder Orgasmus von der Stimulation der Klitoris aus, ohne Stimulation der Klitoris ist ein Orgasmus fast nicht möglich. Dabei ist die außen sichtbare Klitorisspitze nur ein kleiner Teil des Organs, das elf Zentimeter lang ist und dessen Nervenenden bis in die Vagina und die Oberschenkel hineinreichen“, erklärt die Studienleiterin Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli.“ - Na ich sag´s doch! Und auf dieser Seite wird auch bestätigt, dass viele Frauen den Orgasmus nur vortäuschen! Siehe: http://www.psychologie-heute.de/news_partnerschaft_sexualitaet/nur_die_klitoris_bringt_spass_050218.html Und hier steht auch, dass 20 % der Frauen sexuelle Missbrauchserfahrungen hatten. Da ich nun meine, dass diese Erfahrungen auf alle Fälle vermieden werden müssen, gehe ich nach REFA-Regeln vor (ich meine etwa die Regel, dass etwa Werkzeugmaschinen erst auslösen, wenn der sie bedienende Arbeiter mit beiden Händen Auslöseknöpfe drückt): Diese Missbrauchserfahrungen können nur verhindert werden, wenn alle jungen Menschen echte ethischen Konzepte mitbekommen! Und zwar möglichst früh! Dafür setze ich mich ein! Mit freundlichen Grüßen Michael Pr. Und hier weiterer Mailwechsel - etwas unter der Gürtellinie, aber dennoch sehr informativ (November 2005) wenn die
frau aufgrund ihrer fehlenden nerven innerhalb der vagina
nichts fühlen kann, warum schreit sie dann bei einer
vergewaltigung und erleidet furchtbare schmerzen? warum gibt es den
g-punkt, wenn die frau eurer meinung nach nichts spürt? warum
kann eine frau einen vaginalen und einen klitoralen orgasmus
gleichzeitig haben?und warum, gott verdammt nochmal, stöhnt
meine religionslehrerin immer "tiefer, ja bitte:
schön langsam und tief", wenn ich in sie eindringe? und warum
kann sie es fühlen, wenn ich in ihr komme und mein samen an
ihre scheidenwände spritzt? und warum, warum, warum: is mein
pimmel krumm? Und die Antwort von basisreligion hierauf: Hallo, Und dazu noch ein Kommentar von Iris, die ich im Rat gefragt hatte (sie ist Naturwissenschaftlerin): Hi, Michael, wirklich
merkwürdig, diese Mail, und ziemlich chaotisch –
meint er das alles wohl ernst? Und was hat er wohl von dir gelesen und
was nicht? Also, wenn er das Wesentliche gelesen
hätte, und das nun alles damit zur Seite fegen will,
dass die Frau doch ein paar Nervenzellen in der
Scheide hat, und dass der Orgasmus mit „Eindringen“
für die Frau anders/ besser ist, als ohne – was
willst du dazu noch sagen? Ja, man kann sich darüber ein
bisschen herumstreiten – z. B. könnte ich dazu
beisteuern, dass man bzw. frau einen Tampon in der Scheide nicht
spürt, und dass bei einer Geburt die Scheide das geringste
Problem darstellt...meine Güte, wenn da nun auch noch
Nervenzellen wären, zusätzlich zu den
lebensnotwendigen im umliegenden Gewebe, soviel Endorphine kann der
Körper dann wahrscheinlich doch nicht produzieren, dass man
das aushält! Aber sicher, im umliegenden Gewebe sind halt
schon welche, und am Scheidenausgang natürlich, schon von
daher (von psychisch/seelischen Aspekten sehen wir hier
natürlich ab) muss der Orgasmus beim Geschlechtsakt selbst ja
irgendwie anders sein, G-Punkt oder nicht, da hat er schon recht, der
Mail-Schreiber. „Tiefer“ allerdings hat ja wohl auch
etwas mit den äußeren Sinneszellen zu tun, aus
naheliegenden anatomischen Gründen... Aber was soll das alles.
Es geht hier doch wieder – wie du in irgendeiner anderen Mail
an irgendjemand anders mal geschrieben hast – um Werte, und
wenn für jemanden der „perfekte Orgasmus“
– optimale (mechanische) Reizung aller
verfügbaren Sinneszellen – den höchsten
Wert darstellt, wird er natürlich die Idee
freiwilliger Enthaltsamkeit nicht kapieren, die beruht ja auf anderen
Werten. Liebe Grüße, Iris
Ein weiterer Mailwechsel ab Oktober 2008:
Sehr geehrter Herr
P., Und
hier die Antwort von basisreligion: Ich habe Ihre Mail einer „alten“ Freundin („Modell Kamerad“) vorgelegt, um dem vorzubeugen, dass ich „einseitig männlich“ antworte, und wir sind uns allerdings in der Beantwortung einig, meine Antwort ist also sozusagen von weiblicher Seite „abgesegnet“. Danke erst einmal für die zustimmenden Worte. Doch erlauben Sie mir zu Ihren Ausführungen einige Anmerkungen. Soviel ich sehe, wird bei Ihnen die Frau oder auch das Mädchen und die Beziehung zwischen den Geschlechtern viel zu sehr auf die Triebsphäre reduziert, wobei eine Erfüllung in dieser Richtung im Vordergrund steht. Mein Ansatz ist jedoch ein völlig anderer. Der spanische Philosoph Ortega y Gasset spricht hier etwa von einem Wunsch erst einmal nach einer geistigen Vereinigung. Und ich dazu: Die (jungen) Menschen sollten sich im Falle einer Verliebtheit also erst einmal um eine solche „geistige Vereinigung“ kümmern. Doch darauf müssen sie vorbereitet sein durch eine entsprechende geistige Prägung. Ich verweise dazu auf Punkt D. 3. in meinem Buch „Das Durchblickkonzept“. Hier ein Abschnitt daraus: Was wäre also, wenn Pädagogen nicht pauschal alles bekritteln oder – wie heute eher üblich – auch gut finden, was die jungen Menschen tun oder beabsichtigen zu tun, sondern den jungen Menschen Strategien für diese "geistige Vereinigung" anböten, die dann auch so eine Art "Stolperstein" und schließlich auch "Filter" für sie sein könnten, wodurch dann die "aussortiert" werden, die eben doch nicht passen? Also etwa: "Versucht doch einmal die Offenheit miteinander, den geistigen Austausch, wozu auch die Praxis einer geistigen Vereinigung gehört, also traut Euch zu gemeinsamen Unternehmungen von einer Art, dass sie wirklich von dem anderen und von einem selbst etwas fordern, so dass man auch etwas erkennen kann, wobei also gerade die unterschiedliche Geschlechtlichkeit schon einen bestimmten Reiz hat. Männer und Frauen sehen eben vieles ganz anders und können sich im Idealfall wunderbar ergänzen! Doch lasst dabei unbedingt die "fleischliche Vereinigung" und alles, was damit zu tun hat, aus dem Spiel, die hat Zeit bis später, denn wer die körperliche Vereinigung so in den Vordergrund stellt, ja, wer sie auch nur im Kopf hat, dem ist es an der geistigen Vereinigung aller Wahrscheinlichkeit doch gar nicht gelegen, im Grunde ist man dem wohl egal. Und Ihr werdet schon selbst erkennen (das ist der Sinn eines Stolpersteins, dass man näher hinsieht!), wenn das mit der geistigen Vereinigung nicht "klappt", wenn der andere etwa bei einer Reise bei etwas nur noch Ängste hat, was man selbst als spannend empfindet, wenn er nicht aus sich herausgehen kann (das ist ja der Sinn der Enthaltsamkeit, dass er das ohne Angst kann), wenn er Schwierigkeiten sieht, wo man selbst nur Herausforderungen sieht, die man Spaß hat zu überwinden, wenn er bei Dingen, die für einen selbst "Highlights" sind, nicht mitmacht, wenn er morgens nicht aus dem Bett kommt (weil´s im Bett ja viel schöner ist), wenn er sinnlos herumtrödelt, wenn er "rein zufällig" immer wieder krank ist (der hat wohl kein wirkliches Interesse, das zu erleben, was man selbst aber ganz toll findet, denn sonst wäre er nicht krank), wenn einer den andern als Chaot empfindet und der wiederum einen selbst als Pedant, oder schlicht und einfach empfindet der eine den anderen als dumm und nicht bildungsfähig, manche sind auch Nesthocker, manche Nestflüchter... Vielleicht passt einem ja auch nicht der Geruch des anderen oder sein Aussehen, wenn man nur einmal näher hin sieht oder eben riecht. Na, ja, es passt eben nicht jeder zu jedem und es muss ja auch gar nicht sein! Wie anders wäre es dagegen, wenn "der andere" nicht immer wieder als Blockierung für eigene Aktivitäten wirkt, sondern die noch vervollkommnet oder gar immer wieder noch einen drauf setzt? Das Ideal ist eben die geistig-seelisch-leibliche Einheit, und Voraussetzung für die ist nun einmal die geistige Einheit, und wer meint, die überspringen zu können, der irrt nun wirklich! Ich finde das jedenfalls gut, eine Frau, bei der diese geistige Vereinigung möglich ist und mit der sie auch funktioniert, wünschte ich mir als Mann – ansonsten lasse ich einen näheren Kontakt doch lieber bleiben, es kommt sowieso nichts dabei heraus. Es gibt genügend Partnerschaften, die keine wirklichen sind und also nicht richtig funktionieren, und ich brauche diesen nicht noch eine hinzuzufügen. Und ich habe diesen Text (den vollständigen allerdings, wie in dem Buch) auch zwei Frauen vorgelegt und spontan äußerten sie, dass das genau das ist, was sie sich auch wünschten. Doch wenn diese geistige Vereinigung nicht möglich ist oder auch gar nicht anliegt, dann bleibt immerhin noch die Kameradschaft, die ja auch eine wunderbare Sache ist. Gerade komme ich mit einer (anderen) „alten“ Freundin von einer Reise nach Ostpreußen, Altpolen und schließlich Breslau, Leipzig und Fulda zurück, wo ich ihr vieles zeigte, was sie nicht kannte und wovon sie begeistert war. Und mit mir kommen durchaus auch junge Frauen nach demselben kameradschaftlichen Modell, vor etwa Jahren eine Studentin nach Südostasien. Immer nach dem Motto: Wir sind offen miteinander, wir brauchen auch keine „Verklemmungsfetzen“, wenn es anliegt, doch die ganze Triebgeschichte ist tabu, weil das das unbefangene Menschsein miteinander einfach stört oder gar zerstört. „Das gehört zu Deinem Partner, der nach meinen Vorstellungen auch dein Lebenspartner sein sollte – und wenn du das anders siehst, dann ist das deine Sache, meine für mich ist es jedenfalls!“ Gerade dieser Studentin „vom letzten Mal“ muss dieses „Gandhimodell“, wie wir es nennen, so gefallen haben, dass sie mich trotz der recht ungewöhnlichen „Alterskonstellation“ kürzlich fragte, ob wir nicht wieder mal so eine gemeinsame große Fahrt unternehmen könnten – ja, wenn sie in ihrem Studium Zeit hat. Ich habe sie dabei gefragt, ob die Freundschaft mit ihrem Freund „von damals“ noch bestünde. „Nein“, meinte sie, aber das sei nicht schlimm. „Ob ich schuld daran sei?“ „Nein, aber auch“. Ich habe nicht weiter gefragt, doch ich kann mir schon vorstellen, dass sie aufgrund eines solch unkomplizierten Zusammenseins ein völlig anderes Männerbild bekommen hat, das nicht mehr so oberflächlich ist wie „seines“. Doch ich meine ja, bei einer geeigneten Erziehung müssen Jungens und Männer auch nicht mehr so oberflächlich sein, von Natur aus sind sie es jedenfalls sicher nicht... Bitte seien Sie mir nicht böse, wenn ich hier einen Witz erzähle, der mir bei der Lektüre Ihrer Mail so eingefallen ist. Frage: „Warum hat Gott die Männer erschaffen?“ Antwort: „Weil Vibratoren keinen Rasen mähen können...“ In jedem Witz steckt gewiss ein Stück Wahrheit und dieser Witz drückt eben sehr derb und direkt aus, was im Denken vieler Menschen (und wohl durchaus auch von Frauen) herumspukt, die Männer werden erst einmal unter dem Aspekt gesehen, welche äußerliche Leistung sie für Frauen erbringen. Und ich möchte auf keinen Fall der Mann für eine Frau sein, die solche Einstellung zu Männern hat, nein, auf keinen Fall. Und die Strategien das herauszubekommen, was in einer Frau steckt, sind relativ einfach und locker. Der Vorteil dieser geistigen Vereinigung ist übrigens: Die körperliche Vereinigung tritt in den Hintergrund, bei der kann man sich völlig dem Ehemodell der katholischen Kirche unterwerfen und man tut es auch gerne. Und vor allem, es gibt keinen sexuellen Leistungsstress, keiner von beiden muss also irgendeinen Gedanken darauf verschwenden, was der andere in dieser Hinsicht von einem erwartet, man kann sich also wunderbar kennen lernen. Lassen Sie mich dazu noch etwas von meiner letzten Reise nach Myanmar (mit einem Freund und Kollegen) erzählen, wo ich im Anschluss noch drei Wochen allein durch Ostthailand „gejöckt“ bin, nein keine dieser typischen Junggesellenfahrten nach dem Motto „hin mit dem Bumsbomber, zurück mit dem Tripperklipper“, sondern eine allerdings eher alternative ganz normale Tour, um Land und Leute mit zu bekommen usw. Dabei kam ich in einem kleinen Städtchen mit einem alten Khmer-Tempel mit einem österreichischen Architekten in Kontakt, der sozusagen nach Thailand „ausgestiegen“ war, weil der Boden hier ihm zu heiß war, nachdem er mit drei Frauen mit sechs Kindern nicht mehr klar kam. Sein Problem sei vor allem, dass die Frau, mit der es wirklich „stimmte“, verheiratet sei, ihr Mann wüsste auch und akzeptierte es, dass seine Kinder nicht von ihm selbst seien, doch er wolle dessen Ehe nicht kaputt machen, also weit weg! Und er erzähle mir von seinen diversen Abenteuern in Thailand, von den Frauen dort, die scharf auf einen Sex mit einem Mann mit einem „tollen westlichen Penis“ seien und die er nicht einmal zu bezahlen brauchte. Ich ließ ihn reden, warum auch nicht, es drängte ihn, jemandem zu erzählen, und ich glaube auch, es stimmte schon zumindest mit der Anzahl seiner Partnerinnen. Doch dann erzählte ich ihm von den fünf Wochen, in denen ich mit einem netten Mädel unterwegs war und wo „rein gar nichts in dieser Richtung“ lief, wo wir einfach nur tolle Reise-Kameraden waren, und fragte ihn, was wohl besser sei, fünf Wochen so eine nette Kameradschaft oder fünf Minuten-Sex-Erlebnisse mit Partnern, mit denen solche Kameradschaft nicht möglich sei. Und er gestand mir spontan zu, dass „meine fünf Wochen“ wohl besser seien. Natürlich, wenn dann auch noch der Sex dazu käme – wobei ich ihm nicht widersprach. Allerdings meine ich auch, dass so eine nette Kameradschaft „mit Geist und Leib“ dann schon so etwas wäre, dem man nicht so oft begegnet, und dass die dann sozusagen nach lebenslang „schreit“. Damit sollte man auch nicht spielen. Ich meine also, wir sollten die jungen Menschen auf diese Kameradschaft hin erziehen. Und wenn ich von den Nervenzellen in und außerhalb der Vagina rede, dann ist der Sinn doch nur der, dass sich die jungen Mädchen von dem „Eindringen“ nicht zu viel versprechen sollten, und ob es zwischen zwei Menschen stimmt kann man auch „ohne dieses doch immerhin sehr problematische Eindringen“ herausbekommen. Von einer (anderen) Internetfreundin bekam ich einen Beitrag aus einer Zeitung im nördlichen Breisgau zugeschickt, in dem es über die sexuelle Verwahrlosung Jugendlicher geht. Und der Tenor dieses Beitrags war, dass der Übergang dazu fließend ist. Mit dem von mir angebotenen Konzept gibt es jedenfalls in dieser Richtung keine Probleme. (Junge) Menschen sollten sich also nicht „nach den Gesichtspunkten eines perfekten Geschlechtsverkehrs“ Partner aussuchen, sondern nach den Gesichtspunkten der Kameradschaft und Partnerschaft, und Geduld haben zum Warten. Wie wichtig wäre von Anfang an in kontinuierlichen Schritten die kulturelle Entwicklung aus der Familie heraus dazu! Ein Kind, das die Qualität der unschuldigen Freude in aller Freiheit erfährt (also keine befriedigungsorientierte), möchte intuitiv nicht sein Seelenleben verbauen. Nur mit genauer eigener Vorstellung und innerer Klarheit kann ein Mensch einen zukünftigen Partner erkennen. Und: Missbrauch und intimes Verhalten außerhalb einer echten Ordnung entsteht nur durch unterlassene Prägung. Und noch etwas: Was ich von der sexuellen Selbstbestimmung halte, habe ich im Vorwort 2 des genannten Buchs geschrieben. Sorgen wir erst einmal für diese Selbstbestimmung der jungen Menschen und sehen wir dann weiter! Da es mir fern liegt, Menschen zu manipulieren, sollen sie auch durchaus andere Meinungen als meine kennen lernen. Ich erlaube mir daher, Ihre Mail und meine Antwort unter das entsprechende Stichwort im Internet zu setzen – natürlich mit geänderten Namen. Eigentlich würden Ihre Argumente und meine Antworten (die ja auch mit Frauen durchgesprochen sind) ja auch in das Gespräch 4 in meinem genannten Buch passen – ja, jetzt bekommen Sie sozusagen mit, wie ich zu diesen Gesprächen komme... Mit besten Grüßen Ihr MP Und es geht weiter:
Ich hoffe, ich habe Sie nicht zu sehr geschockt! Schülern, mit denen ich so direkt war (und sie ja auch) habe ich immer gesagt, dass ich das ganz toll finde, wenn offen gezofft wird - endlich mal nicht immer mit den pädagogischen Tätschelhandschuhen... Oder da sind di e anderen, die mir böse Mails schreiben, weil ich nicht an das Leben nach dem Tod und die Erlösung durch Jesus glaube... Die merken noch nciht einmal, wie theolgogieverkrustet sie sind. Mit denen kann man ja überhaupt nciht reden! Aussichtslos! Ja warum bin ich so "eng" mit der Moral? Ich meine, der Ursprung liegt in meiner Dienstzeit beim Militär, besonders in der ersten Zeit. Wie da über Frauen geredet wrude! Schrecklich - nur von Verachtung für die, die "mitmachten", was man von ihnen wollte. Dagegen träumen alle von der wirklichen Liebe... Und ich meine, es wird auch nicht besesr, wenn man die TAbus beseitigt und versucht die jungen Leute zu beeinflussen, besser zu reden. Das klappt einfach nie - und es ist in allen Völkern und zu allen Zeiten dasselbe. Mein Ansatz: Das muss doch den Mädels gesagt werden! Und es soll ja auch ein intelligentes Konzept sein! Und es macht auch Spaß und ist locker, wenn man es nur richtig macht... Und hier aus einer Mail an einen anderen Freund aus den Gesprächen mit meinem Freund Hans (Schneider aus Siebenbürgen) gestern - nach der Beerdigung seiner Schwiegermuter. Er zeigte mir das "Anmachkleid" für eine Kundin, das er gerade nach ihren Vorstellungen gemacht hatte: Ziemlich durchsichtig und mit weitestem Ausschnitt, alles mit üppigen Rüschen. Und sie zog sich sogar vor ihm aus, um ihm zu zeigen, wie er alles machen müsste... (Nutte? Nein, er zeigte mir ihre Visitenkarte: Rechtsanwältin in einer Kanzlei). Auf der anderen Seite kommen Konfirmandinnen mit ihren Müttern, um sich ein Kleid für das Fest machen zu lassen. Und sie stehen verklemmt und mit hängenden Schultern vor ihm, so dass er ihnen - in Anwesenheit der Mutter - sagen muss, dass sie doch ein wenig stolz und selbstbewusst mit ihrem Körper umgehen und gerade stehen sollten, sie seien doch hübsch usw. Ja, warum ist der Mittelweg so schwierig? Er hat auch schon in meinem Buch gelesen, ich werde ihm Flyer geben und er soll den Müttern und den Mädels empfehlen, dass er und ich mal einen zünftigen Konfirmandenunterricht machen würden - durchaus in Anwesenheit der Eltern, wenigstens zunächst! Ich glaube, der macht das und ich bin mir sicher, wir brächten Anregungen! Tschüs Michael
Sehr
geehrter Herr Preuschhoff, (30.
10. 2008)
Lieber Herr
Preuschhoff, (30. 10. 2008)
Liebe
Frau B.! (30. 10. 2008)
Liebe Frau B.! (11.11.2008) Zunächst einmal: Diese Mail ist eine auf meinem Mini-PC auf meiner kleinen Schwedentour vorbereitete Mail, die ich allerdings hier in Deutschland noch einmal durchgesehen und ergänzt habe! Zunächst einmal eher allgemein: Ihr Frauen seid schon eine merkwürdige Spezies! Da erfahre ich von Kameraden, wie ihr zum Intimverkehr ausgetrickst bzw. regelrecht „verarscht“ werdet („du musst das Vertrauen von einer Frau bzw. von einem Mädel haben, dann kannst du mit der bzw. mit dem machen, was du willst“ usw.,) und ich habe auch von Frauen gehört, dass für die so eine „Verarscherei“ doch mit viel Kummer und Leid und Problemen verbunden ist, so einfach wird die eben oft doch nicht weggesteckt, und dann fühlt „man“ sich verpflichtet, dem mal nachzugehen, wie und warum das passiert, und ein Konzept zu entwerfen, damit das nicht mehr passiert. (Denn dabei geht ja auch immer etwas von der großen Liebe verloren, von der doch jeder träumt, und es wäre doch schöner für uns alle, wenn wir nicht erst Fehler begehen würden, sondern gleich alles richtig machen und unsere Energie gleich dort einsetzen. Eigentlich doch ein löbliches Unterfangen von mir, statt alles laufen zu lassen und allenfalls – wie etwa in unserer ganzen Kulturproduktion - aus dem Scheitern tolle Bühnenstücke zu machen und sich daran zu weiden, ich denke etwa an die Opern Rigoletto, La La Traviata, Othello, La Boheme, Jenufa, Carmen, ach es sind unzählige! Und ich meine, ich mache das auch mit einigem Geschick und habe so nebenbei auch noch einiges mehr herausbekommen, auch und vor allem über unseren christlichen Glauben, wie der etwa von einem Anliegen, Menschen und insbesondere Frauen zu helfen, zu einer Machoreligion verkommen ist. Oder auch, wie schon unseren Kindern etwa in Bezug auf die Leute auf den Südseeinseln etwas von einer paradiesischen Bums- und Vögelwelt beigebracht wird, was jedoch keinerlei reale Grundlage hat... Und was man nicht alles anders machen könnte!.) Doch was passiert mir? Zumindest einige Frauen ziehen über mich her und können mit mir nichts anfangen und sehen in mir gar einen ganz besonderen Macho oder so etwas.... Quintessenz: ich soll mich nicht in Bettfragen einmischen, besonders als Theologe und Junggeselle schon gar nicht.... Um es einmal ganz offen zu sagen: Diese Kritik - zumal es eindeutig erkenntlich ist, um was es mir geht – sieht ganz danach aus, dass genau diese kritischen Frauen gar nicht ein sinnvolles Konzept wünschen, wie sie etwa nicht reinfallen, wie sie nicht erst einmal ihre enttäuschenden Erfahrungen machen müssen, sondern sie wollen geradezu reinfallen, sie wollen ihre enttäuschenden Erfahrungen machen! Und sie sind sauer auf einen, der sagt, dass dieses Reinfallen usw. gar nicht sein müsste, dass es auch anders ginge, und gar nicht einmal verklemmt und moralinsauer, sondern lustig und munter und intelligent... Denn dann wären ja diese ganzen im Grunde doch frustrierenden „Beziehungen zur Probe“ umsonst gewesen und man hätte keine Rechtfertigungen mehr, dass sie doch zum Erkenntnisgewinn sein mussten, oh wie schrecklich! Man war also selbst blöde gewesen, wenn nicht gar notgeil, man ist blamiert, nein unmöglich! Das darf nicht sein, also Protest gegen so einen „Weltverbesserer“ - mit welchen Gründen auch immer oder am besten auch ohne Gründe, denn man könnte sich ja verplappern! (Auf diesen Gedankengang hat mich übrigens eine Frau gebracht, allerdings im Zusammenhang mit Alkohol, ja warum manche Eltern nichts dagegen haben, wenn ihre Kinder hier kein rechtes Maß finden, aber der „Gedankengang“ passt gewiss auch sonst...) Oder kann man dieses kritische Verhalten von Frauen auch anders deuten? Aber wie? Ich jedenfalls lasse mich von solchen „kleinlich-kritischen“ Frauen nicht bange machen... Ja was gefällt eigentlich Frauen? Vermutlich sind sie hier mehr oder weniger unberechenbar, wie man's macht, ist's eh falsch. Also mache ich einfach. Und so praktiziere ich sozusagen Umgangsformen, die eigentlich beiden Seiten gefallen müssten, die keiner von beiden weh tun und Leid zufügen, die die Zukunft offen lassen und vor allem auch einen echten Informationsgewinn bringen, etwa wer der wirklich Richtige für einen ist – und ich meine, ich denke doch ganz gut an beide Seiten... Und dabei versuche ich wenigstens, mich zu informieren und nun wirklich die andere Seite zu hören und in mein Denken einzubauen, doch dann bin ich kein richtiger „Kerl“ - ja was wollt Ihr Frauen eigentlich? Und dabei tausche ich mich mit den Frauen aus, die ganz offensichtlich eher sachlich sind oder zumindest sachlich sein wollen... Denn mit der Sachlichkeit hapert's doch bei sehr vielen Menschen und gerade auch Frauen. Sie, liebe Frau Braun, meinen etwa, die Männer zu kennen. Dabei müsste Ihnen doch klar sein, dass Sie nur die Männer kennen, die Ihre Spielchen mitmachen. Können Sie sich etwa nicht vorstellen, dass es Männer gibt, die etwas anderes im Kopf haben und die etwa diese nach Anmache aussehende „Sich-durch-sexbetonende-Kleidung-attraktiv-Machen“ eher abschreckt und überhaupt nicht „antörnt“? Wenn ich etwa dran denke, was mich anspricht, so war das nämlich genau nicht „das“, da guckt man vielleicht mal hin, denkt sich seinen Teil, aber mehr auch nicht... So richtig angesprochen hat jedenfalls mich bisher bisher immer nur etwas gerade von der Frau (oder dem Mädchen) weder Gewolltes noch in irgendeiner Richtung Beabsichtigtes, da war etwas Unwillkürliches, einfach so vielleicht das spezielle Flackern in den Augen, die eigenartige Nervosität... Leider waren diese Frauen nun leider alle zu jung für mich, also bin ich noch „Single“, doch ich weiß aber, wie' s geht, was mich zum Träumen bringt.... (Und ich habe auch den Eindruck, hinter solchen „Begeisterungen“ stand sogar auf beiden Seiten ein durchaus vergleichbares akzeptables Niveau, wenn das Alter besser passte, hätte das durchaus etwas werden können... Interessant war für mich bisher, dass dabei durchaus nicht der Sinn nach Intimitäten stand, es war eher, wie Ortega y G. meinte, der Sinn nach geistiger Vereinigung... Vermutlich bin ich von daher auf seine Gedanken angesprungen...) Dass ich mit meiner Konzeption, erst einmal ohne alle Gedanken nach Intimitäten frei zu werden, nicht ganz falsch liege, erkenne ich, dass manche Frauen und dabei auch gerade kleine Mädchen, durchaus das mit der Befreiung so sehen – und mitmachen oder ihre Kinder mit schicken.... Und sie sehen auch, dass ein Mann für den Einsatz für solch eine Befreiung gar nicht einmal schlecht geeignet ist, denn ein Mann kennt nun einmal die Männer besser, so wie auch eine Frau die Frauen besser kennt... Außerdem: Wenn ein Mann den Mund aufmacht, wenn es um die Befreiung von Frauen geht, wirkt das doch noch ein wenig anders, als wenn Frauen das machen, bei denen wirkt das sehr oft eher übertrieben bis lächerlich (jetzt schwingt das Pendel in die andere Richtung) und also zickig... Aber ich weiß, jetzt wir das Gespräch sehr oft verweigert... Und nun zu Einzelheiten Ihrer Mail: Mir geht es nicht um ein „Coming out“ (ich kenne diesen Begriff nicht, es scheint aber ein feststehender zu sein, ich rate einmal die Bedeutung), ich habe doch nur Beobachtungen geschrieben...Bitte, interpretieren Sie doch nicht immer irgendwelche „Wünsche“ in alles hinein, wenn Männer mal etwas äußern. Vielleicht mag das ja bei Frauen so sein, dass man da etwas mehr hineininterpretieren muss? Wenn eine Frau etwa einen Mantel schön findet, dann heißt das vielleicht, dass sie ihn haben will? Ich denke eher wie wenn ich eine Kirche oder eine Landschaft schön finde, ich muss die nun wirklich nicht gleich kaufen... Dass Männer viele Partnerinnen suchen, um ihren Samen weit zu streuen, Frauen aber „nur den einen“, ist auch nur eine Sichtweise (selbst wenn sie von vielen vertreten wird). Es mag ja so aussehen, doch es sieht doch manchmal auch so aus, als ob manche Frauen nun wirklich nicht an einem einzigen Partner interessiert sind? Das was Männern vorgeworfen wird, trifft doch genauso auf manche Frauen zu? Ich weiß, ich weiß, „die haben aber eine andere Intention als Männer“, ach wie schön für sie, doch was man sieht, ist dasselbe... Und wenn Männer ihren Samen „herumstreuen“ möchten, dann kann das doch auch daran liegen, dass hier ein gesellschaftlicher Druck vorliegt, denn der Mann, der sich nur für die richtige Liebe „aufsparen“ will, der macht sich ja schon fast lächerlich vor den anderen, auch vor Frauen... Und ich habe doch nirgendwo behauptet, dass Sie mit Ihrer pädagogischen Methode etwa Ihre Tochter auf „alle“ (oder auch auf viele) Männer scharf machen wollen, „trieborientiert“ meint doch ganz allgemein, dass sich jemand bei seiner Partnerwahl eher von einem Triebdruck leiten lässt als von dem Geist (von dem halten Sie im Zusammenhang mit einer Partnerschaft ja sowieso nichts). Um was es mir geht: „Frau“ soll schon wissen, was es mit diesen Trieben auf sich hat, doch sie soll diese nicht noch „vor der Zeit“ durch Manipulationen verstärken, denn dann läuft sie Gefahr, dass der Wunsch nach geistigen Beziehungen, die nun einmal für mich zur Partnerschaft gehören, überlagert wird... (Ich meine übrigens, die sind wirklich wichtiger, und damit meine ich nicht, das man alles zusammen machen oder gemeinsam besprechen müsste. Aber es ist schon so, dass ich einige Frauenbekanntschaften habe oder hatte, mit denen weder etwas Sexuelles war noch je beabsichtigt war, wir haben uns allein gut verstanden, wir konnten über Opern, über Reisen, über ethische Theorie und Praxis reden usw. Gerade deswegen war der (Ehe-)Partner eifersüchtig, denn er spürte, hier passiert etwas, was mit der "Mitte des Menschen", um es einmal so auszudrücken, zu tun hatte - und er hatte zwar den Körper, aber die Mitte hatte er nicht...) Und zu Jesus: Ich denke, Sie fanden doch meine Darstellung gut, dass es ihm um die Mann-Frau-Liebe ging? Ob Jesus Frau und Kinder hatte? Das Problem habe ich doch unter „Jesus und die Sexualität“ geschrieben, ich meine, mit dem „eher nein“ dürfte hier sogar die Kirche richtig liegen. (Da bringen Sie mich auf etwas: Die Kirche hat zumindest früher schon mal Priester, die im üblichen Pfarrbetrieb mit den Frauen nicht (oder wohl auch „zu sehr“!) klar kamen, also Probleme mit der erotischen Liebe hatten, zu Aufgaben versetzt, wo es insbesondere um Werke der Nächstenliebe ging – und da haben diese Männer dann Vorzügliches geleistet! Ob hier also auch ein Zusammenhang erot. Liebe – Nächstenliebe ist?) Und von geistig-seelischer-leiblicher Einheit bei einer Partnerschaft haben wir wohl unterschiedliche Vorstellungen. Ob eine Partnerschaft hält, bei der es auf geistiger Ebene nur darum geht, was es zu essen gibt, wer die Bettwäsche wechselt und wer Vaseline einkauft, wage ich zu bezweifeln. Denn dabei sind doch die Partner austauschbar, also warum nicht mal einen anderen? Zum Problem der Todesstrafe: Ich finde, das ist ein Thema für den Schulunterricht. Ja, ich würde bei einer Frau bei Gelegenheit schon das Thema anschneiden, doch wenn ich eine Einstellung „dafür“ erkennen würde und sie auch trotz einiger sachlicher oder auch gefühlsmäßiger Einwände dabei bliebe, würde ich schon im Vorfeld die Beziehung auslaufen lassen, denn ich würde darin eine echte Machomentalität erkennen – und ich würde der Frau nicht zutrauen, Kinder, die ja dann auch meine sind, vernünftig zu erziehen... Das wär's erst mal für heute, das war aber eine Menge geistiger Austausch.... Meinen Sie wirklich, dass der nicht die Grundbedingung für eine vernünftige Partnerschaft ist? Tschüs Michael Pr. (Wörterbuch
von basisreligion
und basisdrama)
Computer-Übersetzung des Buchs HONESTY
AND
FUN
WITH THE
MORALITY ins
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