Ein PATRIARCHAT (gr. Männerherrschaft) muß nicht unbedingt schlecht und zum Nachteil schwächerer Menschen sein, also etwa von Frauen und Kindern, es kann auch von Fürsorge, Achtung, Kameradschaft und Verantwortlichkeit bestimmt sein.

Die Herrschaft der Männer im Alten Testament, also der Patriarchen, ist in weiten Bereichen als ein solches positives Patriarchat zu verstehen.

Sie befreite nämlich die damaligen Menschen - wenigstens zunächst einmal oder versuchte es jedenfalls - von den im Götzendienst üblichen menschenverachtenden und im schlechten Sinn patriarchalischen Kulten und sonstigen Praktiken, also von Menschenopfern, Tempelprostitution und der Ausbeutung durch Arbeit durch verkommene und herrschsüchtige Priesterreligionen im Namen von Götzen und von der Sklaverei durch Sklavenhaltergesellschaften (siehe basistheologie). Auch das Vorhandensein von Polizei- und Militärorganen heute, selbst wenn sie sich bisweilen noch so machtvoll geben, ist nicht schon notwendigerweise ein Zeichen einer bösartigen Männerherrschaft, denn solche Organe dienen doch schließlich auch zum Schutz der Schwächeren.

Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß in weiten Teilen der Geschichte der Menschheit Männer durchaus ihre Fähigkeiten dazu mißbraucht haben und immer noch mißbrauchen, um andere Menschen und gerade Frauen und Mädchen so zu unterdrücken und zu manipulieren, damit sie genau das tun, wozu sie selbst entweder keine Lust haben oder wozu die Frauen nun einmal unentbehrlich sind (siehe Dienstmagd und Dirne).

Und eine Männergesellschaft, der dieses gelingt, wird heute vor allem mit Patriarchat bezeichnet. Für einzelne Menschen, die eine solche Einstellung haben, wird in dieser Website eher das heute üblichere Wort Macho verwendet.

Woran erkennen wir nun eine solche Männerherrschaft, die nicht nur auf eine Ausbeutung und Erniedrigung der Frau hinausläuft, sondern auch alles daran setzt, zu verhindern, daß anders denkende Männer die Oberhand gewinnen? Wenn Macht immer mit Befehl und Gehorsam, mit Gewalt und Ausbeutung, mit Vergewaltigung und Unterdrückung beginnen und danach aussehen würde, wäre es gerade in freiheitlichen Gesellschaften leicht, sie zu durchschauen und sich vorzusehen. Doch leider beginnt Macht selten wirklich offensichtlich, ja sie erscheint vorzugsweise sogar als Annehmlichkeit und Fürsorglichkeit.

Zusätzlich erschwert wird unser Bemühen, da Strukturen zu erkennen, weil nur zu oft auch noch Frauen die treuesten Helfer sind (siehe Female Choice).

 

Alle typischen (negativen) Patriarchate haben eines gemeinsam: Sie können sich gar nicht vorstellen, daß insbesondere Frauen für ihre Moral allein sorgen und von einer solchen Einstellung her die Moral ganz allgemein beeinflussen und schließlich auch Partner sein können. Für sie sind Frauen sozusagen immer "läufig" und "unberechenbar" und "bringen alles nur durcheinander".

Der Unterschied zwischen den einzelnen Patriarchaten ist nur, daß die einen - wie bei uns - alles laufen lassen (indem sie etwa Kondome verteilen, damit die allzu offensichtlichen negativen Folgen der weiblichen Unmoral vermieden werden) und dann das angeblich christliche Liebesgebot bemühen, um das Versagen wieder zu kitten, und die andern - wie im Islam - die Frauen bevormunden und einsperren bis hin zur Beschneidung ihrer Genitalien in manchen Gegenden, damit sie ihre angeblichen unreinen Triebe einfach gar nicht erst ausleben können. Die Vertreter der jeweiligen Varianten bekämpfen und beschuldigen sich gegenseitig der Unmenschlichkeit und Frauenfeindlichkeit, die einen sind angeblich gegen die Emanzipation und gegen die Freiheit und die anderen gegen die Moral... Daß beide Varianten gleich frauenfeindlich, unemanzipiert und unverschämt sind, merken sie nicht. 

Und so wollen sie natürlich auch nicht wahrhaben, daß es ihr Vorurteil ist, das das Verhalten der Frauen nur im Sinn einer selbsterfüllenden Prophezeiung (siehe Selffulfilling Prophecy) beeinflußt und die Frauen geradezu provoziert, sich so zu verhalten, wie sie es ihrem Vorurteil entspricht...

Natürlich fallen ihnen auch nicht die Fehler und fixen Ideen auf, die sie so begehen und denen sie aufsitzen, damit sich ja nichts ändert und alles beim Alten bleibt!

 

Bei näherem Hinschauen zeichnen sich typische Patriarchate immer mehr dadurch ab, daß sie sozusagen den Geist vernebeln, daß sie also einer wirklichen Information ablehnend gegenüberstehen, während sie das Irrationale bevorzugen, vor allem soweit es um das Gebiet der Seele geht.

Kennzeichen sind etwa:

  1. In einer negativ-patriarchalischen Erziehung werden Menschen nur spärlich oder gar nicht auf ihre Emanzipation und auf ihre Freiheit, also auf eine selbstverantwortliche Gestaltung ihres Lebens vorbereitet. Denn dafür wären vor allem einmal sinnvolle und konkrete Informationen unerläßlich, damit rechtzeitig ein brauchbares Realitätsbewußtsein entstehen kann, die Basis allen sachgerechten Handelns. Statt dessen wird versucht, sie mit Ängsten, Dummheit, Leibfeindlichkeit und Naivität einerseits und Tabus und Verboten andererseits vor allem im Hinblick auf das, was mit unserer menschlichen Einheit von Leib und Seele zusammenhängt, unwiderruflich im Zustand der Kindheit festzuhalten.

Soweit es um die Beziehungen von Mann und Frau geht, ist ein Lebenskonzept, das auf Menschenkenntnis aufbaut, in dem etwa die Ambivalenz der Gefühle und die Strukturen der Lüge und des Reinfallens erkannt werden und wodurch der einzelne zu geschickten Strategien, wie denen der Bedingungen, ohne die nichts geht, oder der Reihenfolge konsequenten Handelns kommt, nicht vorgesehen und vielleicht auch gar nicht erwünscht. Angeblich verursacht konkretes Wissen hier vor allem für Kinder und da gerade für Mädchen Sexualängste und ist daher ungeeignet und schädlich.

Und so gehören auch die Vorstellungen einer sinnvollen Female Choice etwa mit den Ideen des Erlebnisses einer Phase der Ästhetik mit bewußter und aktiver Enthaltsamkeit nie und nimmer zu dem, was Patriarchate wollen, selbst wenn dieser Anschein erweckt werden soll. Denn dadurch würde ja genau derjenige unbefangene Umgang mit dem anderen Geschlecht gefördert werden, der Voraussetzung für eine gelingende Partnerwahl ist, und davon hätten vordergründige Männergesellschaften ja gar keine Vorteile. Frauen, Mädchen und gewiß auch jüngere Männer sollen sich im Gegenteil ordentlich manipulieren lassen, ihre Sexualität keinesfalls im Sinn ihrer eigenen wirklichen Einheit von Leib und Seele gebrauchen, sondern zum Nutzen des Patriarchats verspielen und schließlich unter Schuldgefühlen, also unter Ängsten, leiden.

Am ehesten und leichtesten gelingt solche Manipulation, wenn die von unserer Veranlagung in uns angelegte Moral "überlistet" wird, wenn sie sozusagen schon bei Kindern durch eine Scheinmoral, die dazu noch eine Sklavenmoral ist, ersetzt wird, die dann auch noch mit fragwürdigen  Vorstellungen von Ehre und Religion abgesichert wird. Je undurchlässiger die sich daraus bildenden Mauern in den Köpfen werden um so vorteilhafter für die Patriarchate zu allen Zeiten! Zur Zeit ist solche Scheinmoral die von Sitte und Anstand und insbesondere die der (Sexual-)Scham.

Warum denken nun Mädchen und Frauen eigentlich nicht darüber nach, daß nicht sie, sondern die Männer - und gerade die schäbigen - im Grunde eher ein Interesse an der Scham haben? Denn den Frauen kann man selbst im Zustand der Nacktheit ja "nichts ansehen", was etwa auf Triebregungen und Gefühle hinwiese, sie haben also auch überhaupt keinen Grund, etwas zu verbergen, die Männer sind dagegen durch ihre eventuelle Erektion sehr viel eher erkennbar (siehe allerdings auch Nacktheit). Und damit die Frauen nicht vor besonders triebintensiven und dazu noch vordergründigen Männern gewarnt sein könnten, wird in unseren vom Patriarchat geprägten Kulturen kurzerhand allen Menschen gleichermaßen die Scham verordnet, deren Aufarbeitung dann durch Tabus, die bei jeglicher Erziehung miteingepflanzt werden, nachhaltig verhindert werden.

Eine der Rationalisierungen für die angebliche Notwendigkeit der Scham von Frauen gegenüber Männern ist dann schließlich, daß ansonsten die Männer zu Vergewaltigungen gereizt würden, und wer von den Mädchen und Frauen will schon an solcher Unmoral seiner Zeit mitschuldig werden? Abgesehen davon, daß so etwas wohl nur deswegen vorkommt, weil hier der entschärfende natürliche Mechanismus, der mit der Normalität der Nacktheit gegeben ist, durch unsere Kultur zerstört wurde, herrscht auch gleichzeitig weitgehend die Auffassung, daß hier ein entgegengesetzter allgemein gültiger stimulierender (aufreizender) Automatismus vorliegt: Es sei nun einmal ganz natürlich, daß der Anblick weiblicher Genitale bei Männern ein Verlangen nach sexueller Betätigung und vor allem nach Geschlechtsverkehr auslöst - und wenn bei einem Mann ein solcher Automatismus nicht da ist, dann sei er eben kein richtiger Mann. Merken wir eigentlich nicht, daß wir hier nicht nur Gute und Böse in einen Topf werfen, sondern daß wir auch noch ehrlich bemühten Männern gar keine Chance lassen, moralisch zu sein? Was sie auch machen, es ist immer falsch. So lohnt es sich für sie auch gar nicht, sich um die Phase der Ästhetik mit Enthaltsamkeit, Verantwortlichkeit, Ritterlichkeit und positive Männlichkeit zu bemühen, denn solche Männer geraten bei Frauen erst recht in ein schiefes Licht, viel angesehener sind da noch eher Casanovas oder gar Don Juans. Sind sich die Verfechter der Sexualscham eigentlich bewußt, wie sie mit ihren Pauschalisierungen fernab von jeglicher Mesnchenkenntnis den Geschlechterkampf anheizen, der schließlich - wenigstens zunächst einmal - immer zugunsten des Patriarchats ausgeht? 

Köder für die Fesseln der Scheinmoral, die auch noch von Mädchen und Frauen freiwillig übernommen und dann oft genug hartnäckig verteidigt werden, ja sogar noch als Sinn des Lebens empfunden werden, ist vor allem die Hofierung ihrer oberflächlichen Weiblichkeit (siehe auch Prinzessin) und die Beeindruckung mit Imponiergehabe. Dadurch gelingt es, sie zu wenig oder nicht richtig kontrollierten Gefühlsentscheidungen gegen wirkliche Moral (siehe Gefühl und Verstand) zu veranlassen, also vor allem zu einer sie überrumpelnden Verliebtheit mit dem sich daraus ergebenden wenig überlegten Geschlechtsverkehr. Es ist Prinzip einer patriarchalischen Erziehung, daß jedes Nachdenken über die Ambivalenz der Sexualität und Alternativen zum Geschlechtsverkehr unmöglich gemacht wird, solange dafür noch Zeit gewesen wäre. Daß junge Menschen aus einem gesunden Egoismus heraus ganz allgemein zu rauschähnlichen Grenzerfahrungen im Zusammenhang mit konsequenter Enthaltsamkeit gelangen können und daß ein Mädchen einen Orgasmus auch erreichen kann ohne vollendete Tatsachen, sind darüber hinaus zwei der bestgehütetsten Geheimnisse patriarchalischer Gesellschaften vor allem jungen Menschen gegenüber.

Auch wird die Sinnhaftigkeit des Jungfernhäutchens natürlich in Frage gestellt und darüber gewitzelt, so daß die jungen Mädchen recht schnell ihre letzte Beweismöglichkeit für ein konsequentes ethisches Verhalten sinnlos verspielen. Wo kämen wir denn auch hin, wenn junge Menschen und insbesondere junge Mädchen unverbindlich und mit Spaß und ohne den negativen STRESS eines schlechten Gewissens in aller Ruhe und ohne "vollendete Tatsachen" testen könnten, wer nun wirklich für sie ein interessanter und liebendfürsorglicher Gefährte und wer nur ein hohler Macho (oder für Jungen eine langweilige Prinzessin) oder ein lebensfremder Spießer ist!

  1. Sinn, Erfüllung und Ziel des Lebens in einem negativen Patriarchat werden niemals in einer diesseitigen und von jedem an sich überprüfbaren Einheit von Leib und Seele gesehen, wie sie schließlich in einer harmonischen Gemeinschaft von Mann und Frau zu erreichen ist, sondern sie werden stets in irrationale und nicht nachprüfbare Bereiche, nämlich vor allem in ein angebliches Leben nach dem Tod verlegt.

Die für uns Menschen - und schließlich auch für Männer - nachteilige Männerherrschaften haben dabei gerade in den Religionen ausgeklügelte Systeme entwickelt, ihr Versagen bei der Aufgabe, die Menschen zu der diesseitigen Einheit von Leib und Seele zu führen, zu vertuschen und dabei gleichzeitig möglichst noch als Wohltäter zu erscheinen. So wird den Menschen die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod als Trost angeboten oder besser verkauft, und es gilt derjenige schließlich auch noch als "unmenschlich", der diese Versprechen als götzendienerische Geschäftemacherei entlarvt (siehe Vergebung).

Eine unrühmliche Rolle in negativen patriarchalischen Strategien spielt auch die Beichte in der katholischen Kirche, wie sie leider nun schon seit ältester Zeit praktiziert wird. Durch sie wissen Männer hervorragend über das Innenleben von Frauen Bescheid, jedenfalls kennen sich Frauen nie in der gleichen Weise so bei Männern aus. Und dieses Wissen wird nun keinesfalls in der Weise angewandt, daß etwa anderen Frauen (vor allem also Mädchen ohne enttäuschende Erfahrungen) vorsorgend geholfen wird. So habe ich - bis auf eine Ausnahme - nie gehört, daß Priester aus den Beichten ihrer "Beichtkinder" gelernt und Konsequenzen für ihre weitere Religionserziehung (siehe etwa Religionsunterricht) gezogen hätten. Als ob sie nie eine erschütternde Beichte gehört hätten, hinterfragen sie nie ihre eigenen Erziehungskonzepte und lehren immer weiter Irrwege, die niemandem helfen.

  1. Es gehört zu allen patriarchalischen Systemen das Prinzip der "Arbeitsteilung", bei der niemand einen brauchbaren Überblick hat und sich demnach auch nicht schuldig zu fühlen braucht für das, was er anrichtet. Ohne nützliche aber ahnungslose Helfer würde jede Macht-und-Unterwerfungs-Struktur irgendwann zusammenbrechen. Wenn sich nicht immer wieder an und für sich gutwillige Menschen dafür hergeben würden, den nachfolgenden Generationen ein Konzept von Tabus, Irrationalitäten und gutgemeinten Unsinnigkeiten zu vermitteln, würden junge Menschen viel schneller durchblicken, wie sie wirklich betroffen sind. Ja, es scheint schließlich sogar so, daß wirkliche Machtmenschen oftmals nur noch die Strohmänner solcher nützlicher Idioten sind.

Zu diesen Idioten gehören leider - Gott sei's geklagt - gerade Frauen, und da vor allem diejenigen, die sich besonders emanzipiert geben, also Emanzen. Während ein Mann vielleicht noch einsichtig wird, wie ihm durch seine und seiner Geschlechtsgenossen Vordergründigkeit die volle Erfahrung von Kameradschaft, Partnerschaft  und von Gefährtesein mit einem andersgeschlechtlichen Partner zeitlebens entgeht, stößt man bei typischen Emanzen da auf Granit: Bei einer Frau, die in ihrem Leben unter dieser Vordergründigkeit am meisten zu leiden hatte, scheint sich nach dem Wechselspiel von Opfer und Täter bisweilen derartiger Haß auf ihr eigenes verpaßtes Leben in ihr Denken und Handeln zu mischen, daß sie einfach unfähig ist, die patriarchalischen Strukturen in sich selbst zu erkennen und aufzubrechen. Das Leid unter diesen Strukturen ist einfach schon zum Sinn des Lebens geworden! Nicht nur in Ägypten verteidigten und verteidigen gerade alte Frauen immer noch die Verstümmelung ihrer jungen Geschlechtsgenossinnen durch die Beschneidung und nehmen sie auch bei ihnen vor, um mit fadenscheinigen Rationalisierungen die volle Erfüllung auch nachwachsen der Menschen zu verhindern. Weigern sich nicht auch bei uns heute vorzugsweise "alte Frauen" mit aller Energie, neue Wege einzuschlagen, hier allerdings diejenigen der Information junger Menschen, damit ihnen einmal ihre Erfüllung wahrscheinlicher wird? Haben nicht bei uns gerade diese Frauen, sofern sie religionspädagogisch tätig sind, größte Schwierigkeiten, von der machtpolitischen Auslegung (also die Verbot/Gebot-Gehorsam-Deutung) der Adam-und-Eva- und der Abrahamerzählung (siehe Tempelprostitution und Menschenopfer) loszukommen, selbst wenn andere Deutungen viel plausibler sind?

Und so ändert sich trotz und gerade wegen des Einsatzes von Frauen im allgemeinen leider nichts oder zumindest nichts Wesentliches an unserem patriarchalischen System!

Es liegt in der Natur der Dinge, daß uns die Zusammenhänge zwischen Ängsten, Zwängen, Tabus, Gefühlsentscheidungen und Vertröstungen nicht sofort bewußt werden. Wenn wir jedoch schließlich Opfer dieser Männerherrschaft durch die weitgehende Zerstörung unserer Sehnsucht nach der Einheit von Leib und Seele (etwa durch einen sogenannten Liebesbeweis) geworden sind, wird jede Auflehnung dagegen verspätet und emanzenhaft wirken.

Von allen Religionen und Lebenseinstellungen ist vor allem die Botschaft Jesu als Kampf gegen ein verkommenes Patriarchat anzusehen (siehe Lehre des Jesus und  Jesus und die Sünderin), doch konnte gerade Jesus eine Umdeutung seines Anliegens ins genaue Gegenteil - zumindest vorläufig - nicht verhindern.

Als Gegenkonstruktion zum Patriarchat kam seit etwa hundert Jahren die Ideologie vom angeblich menschlicheren Matriarchat ("Herrschaft der Frauen") auf. Wenn wir diese beiden Herrschaftsprinzipien vergleichen, so ist das wie mit den Äpfeln und Birnen. Wir können nicht schlechte Birnen mit guten Äpfeln vergleichen usw. Und genauso dürfen wir nicht ein menschliches Matriarchat mit einem unmenschlichen Patriarchat vergleichen usw.

Noch einmal ganz deutlich: Wir leben heute in einem absolut (negativen) Patriarchat!

Nach einigen Jahren Erfahrung mit dem Versuch einer Information gerade junger Menschen (und auch sehr positiven eigenen Erfahrungen), damit sie ihre Moral in ihre eigenen Hände nehmen können, kann ich sagen: Entweder man will es nicht, daß junge Menschen und insbesondere Mädchen (und man muß ja sehr früh anfangen, also schon im Mädchenalter) zu einem ich-gesteuerten Gewissen gelangen und von diesem her moralisch sind oder man kann es sich nicht vorstellen, daß sie das können - was in beiden Fällen auf dasselbe herauskommt, daß man nichts tut. Die entsprechenden Auseinandersetzungen junger Menschen und daß sie dadurch Strategien für Lebenskonzepte entwickeln, sind einfach nicht gewollt, siehe etwa Gespräch 40.

Und trotz eines gewaltigen Terrorismusproblems heute rührt man an diesen wunden Punkt auch nicht gegenüber den Gesellschaften, die die Brutstätte für den Terrorismus sind - man will einfach nicht oder stellt sich dumm. Und ich habe doch in dieser Website deutlich geschrieben, um was es geht, und es verstehen mich auch genügend Besucher durchaus richtig (wie ich immer wieder erfahre), doch nicht die, die irgendeinen pädagogischen Einfluß hätten. Schon mein Dorfpfarrer verweigert sich total, doch nicht nur der...

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)