PIN-UP-GIRL. Pin-up-Girls sind mehr oder weniger nackte Mädchen, deren Fotos aus Illustrierten und dergleichen man sich an die Wand heftet. Begonnen hatte das im Krieg bei amerikanischen Soldaten, die solche Fotos in ihren Spinden auf der Innenseite der Tür "anpinnten". 

Gerade diese Fotos sind ein ausgesprochenes Reizthema für typische Emanzen: Denn nach ihrer Meinung wird hier die Frau einfach wegen ihres "Fleischs" ausgestellt, sie wird vermarktet, sie wird als Sache behandelt, sie wird also entwürdigt. Und das hat in einer Gesellschaft, in der die Frau gleichberechtigt ist, nun einmal keinen Platz, also weg mit den Bildern der Pin-up-Girls!

Natürlich, irgendwie stimmt es schon, hier wird die Frau tatsächlich als Sache behandelt. Doch die Frage ist, ob mit der Verhinderung dieser Bilder wirklich etwas besser wird.

Das alte Problem von Ursache und Wirkung.

Ändern wir mit dem Abschaffen dieser Bilder wirklich etwas oder ist das reiner Aktionismus, der im Endeffekt für die Würde der Frau gar nichts bringt und das ganze Problem nur unter den Teppich kehrt?

Was wäre, wenn die Jungen und Mädchen in einer sinnvollen Erziehung (siehe vor allem Kindererziehung) zu wirklicher Menschenkenntnis und zu wirklicher Liebe und zu wirklicher  Partnerschaft zwischen Mann und Frau geführt würden? Das wäre doch vor allem in einem angemessenen und wirklich christlichen Religionsunterricht sehr gut möglich. Und was wäre weiter, wenn wir dabei die ganze äußerliche Moral im Sinn von Sittsamkeit, die sowieso nichts wirklich bringt und die gerade die Äußerlichkeiten nur umso spannender macht, ändern würden in eine Moral von Sittlichkeit?

Ob sich dann das Problem "Vermarktung des Fleischs der Frau" nicht von alleine lösen würde, ob wir dann nicht normaler mit solchen Bildern umgehen könnten?

Es ist nicht vorauszusehen, wie wirklich emanzipierte Frauen (und auch Männer) mit solchen Bildern umgehen, doch für eine wirkliche Emanzipation ist ganz gewiß nicht Vorbedingung, erst einmal alle diese Bilder abzuschaffen.

Siehe auch zur Entblößung der Brüste von Mädchen und Frauen aus dem Publikum in der Sendung Tutti Frutti.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)