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REINFALLEN, oder auch "hereinfallen", "aufs Kreuz gelegt werden", "auf die Nase fallen", ist umgangssprachlich der Ausdruck, wenn jemand naiv (siehe Naivität) und dumm (siehe Dummheit) gewesen ist und sich dabei auch noch hat zu vollendeten Tatsachen hinreißen lassen, die sich später dann als verletzend, enttäuschend und stressig oder schlichtweg als idiotisch herausstellen. Eher unterschiedliche Situationen bei Junge und Mädchen beziehungsweise bei Mann und Frau. Beim Mädchen spricht man vor allem von Reinfallen, wenn es sich auf (den ersten) Geschlechtsverkehr mit einem Partner einläßt, der es bei näherem Hinsehen gar nicht wert war und dem es von vornherein mehr oder weniger nur um sein sexuelles Vergnügen oder um die Selbstbestätigung gegenüber dem anderen Geschlecht gegangen war. Doch das war einem erst immer hinterher klar geworden. Bei Jungen oder Männern bezieht sich das Reinfallen eher darauf, wenn sie von einem Mädchen mit nicht fairen Mitteln zur Eheschließung gebracht werden, etwa wenn ihnen geschickt eine (große) Liebe oder eine Kameradschaft oder gar ein Gefährtesein vorgespielt oder eine besondere sexuelle Attraktivität herausgekehrt wird, um sie glauben zu machen, daß sie genau die Partnerin vor sich haben, auf die sie schon immer gewartet haben. Noch raffinierter ist es, wenn Mädchen mehr oder weniger bewußt die Verhütungsmittel vergessen, so daß es zu einer Schwangerschaft kommt, deren Folgen für die männlichen Beteiligten wenigstens zunächst einmal am einfachsten mit einer Eheschließung in Grenzen zu halten sind. Vielleicht spekuliert manches Mädchen auch darauf, daß der Freund schon klein beigibt, wenn ihm etwa über das Jugendamt die Zahlung von Alimenten angedroht wird und darüber hinaus auch noch ein Vaterschaftstest, für den er ja auch aufkommen muß und der zur Zeit etwa dreitausend Euro kostet! Erfahrenere Jungen und Männer beugen solchem bisweilen immer noch praktiziertem nicht sonderlich fairen Spiel vor, indem sie Kondome benutzen und nach einem Geschlechtsverkehr das unbeschädigte Kondom ausdrücklich hochhalten und mehr oder weniger direkt darauf hinweisen, daß bei ihnen die Masche mit Schwangerschaftsursache und Vaterschaftstest nicht klappt. Die Tricksereien treffen leider immer die Falschen. Und auch ohne solche Gegenmaßnahmen der Jungen ist das Taktieren mit dem Geschlechtsverkehr immer ein heißes Spiel, das auch schief gehen kann, denn es muß ja nicht immer zu einer Schwangerschaft kommen und dann kann der Freund wirklich so abgebrüht sein, daß sich seine Verachtung für ein Mädchen um so mehr steigert, je raffinierter es zu werden meint. Außerdem treffen solche Tricksereien immer die Falschen, Mädchen oder Frauen erreichen damit immer nur bei denen etwas, die sich letztlich doch noch halbwegs um eine Verantwortlichkeit und damit um eine gewisse Moral bemühen, ohne dabei zu ahnen oder gar zu wissen, was wirklich gespielt wird. Es soll beispielsweise sogar Mädchen geben, die noch einen Schritt weitergehen und die gar nicht einmal auf eine dauerhafte Beziehung spekulieren, sondern auf eine für sie profitable Ehescheidung. Gegenüber verheirateten Männern zieht die Methode der Erpressung mit einer Schwangerschaft im übrigen kaum, die ziehen die Zahlung von Alimenten vor, denn eine Ehescheidung ist immer noch teurer! Daß wir mit unserer Liebe allerdings stets auf einen anderen Menschen reinfallen, ist genau genommen gar nicht richtig: Sage mir, mit wem Du Sex hast, und ich sage dir, wer du bist! Im Grunde fallen wir immer nur auf uns selbst herein! Wir sind es nämlich, die in uns ein merkwürdiges und traumtänzerisches Bild von der Wirklichkeit, eine gewaltige Leibfeindlichkeit und Verklemmtheit, also ein verkehrtes Realitätsbewußtsein und eine fehlerhafte Menschenkenntnis, haben und nur bei passender Gelegenheit genau auf dieses unser Bild hereinfallen (siehe auch Alphamännchen, Hochstapler und Traumpartner)! Wir suchen eben so eine Art Erlösung von allem, was letztlich doch nicht wir selbst sind (siehe auch über-ich-gesteuertes Gewissen). Wer eine realistische Vorstellung von der Liebe und vor allem von der Partnerschaft hat, wer kein gestörtes Männlichkeits- oder Weiblichkeits-Bild hat und einen Gefährten sucht, mit dem er durch Dick und Dünn gehen kann, wer ein wirkliches Lebenskonzept hat, wer also von vornherein den Sinn des Lebens in der Einheit von Leib und Seele sucht, wer bewußt ein freier, selbstbewußter und auch innerlich emanzipierter Mensch ist (siehe Emanzipation und Freiheit) und für sich jegliche Sklavenmoral überwinden will, wird das alles auch erreichen und eben nicht reinfallen. Wer sich aber in ein illusionistisches Bild hineinsteigert (siehe Illusion) und dabei keine rechte Idee von wirklicher Moral hat, sondern allenfalls einer veräußerlichten im Sinn von Sitte und Anstand hinterherläuft und sich auch noch auf das alles etwas einbildet und die Nase so hoch trägt (siehe Eingebildetheit) und meint, die tollste Prinzessin zu sein, der wird mit tödlicher Sicherheit auch ganz genau auf einen Menschen stoßen, der zu den eigenen falschen Vorstellungen paßt und eben auf ihn reinfallen. Siehe vor allem auch die Präsentation zum Stichwort Moralmodell! Er bekommt damit allerdings nur das, was er schon immer erwartet hat, was schon längst in seinem Kopf vorprogrammiert und der Inhalt seines Lebens war. Schrott zieht eben Schrott an - oder brutaler ausgedrückt: Sch... zieht eben naturgemäß die Sch...fliegen an! Damit sagt auch das Reinfallen eines Menschen etwas über seinen Charakter aus: Der Reingefallene paßt im Grunde genau zum Reinlegenden, hier wie auch sonst stimmt wieder die tragische Beziehung von Täter und Opfer! Und hier liegt auch der tiefste Grund, eine Frau, die mit einem anderen enttäuschenden Sex hatte, nicht als Partnerin zu nehmen, wenn es dem Mann wirklich um Partnerschaft geht. Denn diese Enttäuschung war ja nicht einfach so la la passiert, sondern da stand eine ganze merkwürdige Einstellung (siehe auch Lebenskonzept) dahinter, die eben nicht auf Partnerschaft ausgerichtet war, und ob sich das jetzt wirklich geändert hat? Und so ähnlich ist das natürlich auch beim Mann... Wer meint, daß das Reinfallen ein typisches Kennzeichen von Menschen ist, die von Natur aus wirklich dumm sind, der irrt allerdings. Denn leider konnten zu echter und besserer Moral und damit zu einem besseren Lebenskonzept viele Menschen gar nicht rechtzeitig finden, weil sie es einfach nicht besser wußten, weil niemand ihnen gegenüber eine Verantwortlichkeit spürte und weil sie daher von ihren Erziehern einfach ohne die für das Leben nun einmal unentbehrlichen Informationen gelassen wurden und sogar noch durch Tabus und Ängste in die falsche Richtung gelenkt wurden. Ja es gilt heute sogar geradezu als normal, wenn jungen Leuten beigebracht wird, dass sie erst einmal ihre Erfahrungen mit dem Sex sammeln müßten, und schon von daher scheint das dann auch für die jungen Leute normal zu sein. Dummheit oder Böswilligkeit oder Hartherzigkeit der Erwachsenen? Und es sind sehr oft gerade die aktiven Menschen mit einer gesunden Neugier, die sich da zuerst vertun, also gehören zu den Betroffenen nur zu oft unsere intelligenteren Zeitgenossen! Im Grunde sind darunter auch die weniger angepaßten, die risikobereiteren und sogar die revolutionäreren Exemplare unserer Mitmenschen. Ihren Mut, etwas zu wagen, und ihre Neugier, beides Dinge, die sie aus der Masse langweiliger Menschen herausheben, mußten sie teuer bezahlen. Die Verhinderung von Information ist ja auch immer eine Strategie der jeweiligen Establishments, unbequeme Außenseiter klein zu kriegen und sie schließlich an ihr System anzupassen. Eher verständlich und daher auch zumindest einwenig entschuldbar bei dem ganzen Spiel ist das Vorgehen der Mädchen und Frauen, schließlich ist es ja ein Weg, zu einem festen Partner und damit zu einer Familie zu kommen, und das Leben muß ja weitergehen! Auch ist eine solche weibliche Wahl nur zu oft nicht die schlechteste und gereicht damit auch den Jungen und Männern zum Vorteil. Die Praxis der Jungen und Männer wird eher als Kavaliersdelikt bezeichnet und so ganz zu verurteilen ist dieses Verfahren ja auch nicht: Kommt es nicht dadurch zu einer Auflockerung in einer Gesellschaft, in der sich die wirkliche Moral in einer Verklemmtheit festgefahren hat? Allerdings sind weder das Reinfallen des Mädchens, noch das des Jungen, weder das der Frau, noch das des Mannes, im Sinn unseres christlichen Glaubens, denn alles das behindert die Einheit von Leib und Seele oder zerstört sie bisweilen sogar für immer und ist damit Sünde. Es gibt auch intelligente Alternativen! Was wäre, wenn man mit einem interessanten Freund erst einmal die Phase der Ästhetik erleben möchte? Dafür muß man allerdings innerlich programmiert sein, denn da gehört eine völlig andere Einstellung dazu: Wirklich unverklemmt, mit Durchblick, Menschenkenntnis und Lebenskonzept von Partnerschaft und Liebe, nicht eingebildet, nicht auf den Mund gefallen.... Und wenn es sich schon um die Dinge "zwischen den Beionen" dreht, dann kann man ja vielleicht "stattdessen" mal das Thema Schamrasur ansprechen - diese Körperhaare wachsen schließlich wieder nach! Um also später einmal nicht den geringsten Verdacht aufkommen zu lassen, daß sie doch nur auf die Oberflächlichkeiten eines Partners und von sich selbst reingefallen sind, sollten sie sich unbedingt in ihrem Intimleben an eine entsprechende Reihenfolge halten. Siehe auch Verführung und Kavaliersdelikt. Und ein Mailwechsel
vom Sommer 2010: hallo, Und die Antwort von
basisreligion: Liebe Frau
K., Im
Übrigen: Ich habe meine Pflegetochter nach dem Konzept erzogen - und es
hat alles wunderbar geklappt, viel besser als ich erwartet hatte. Sie
ist jetzt schwanger - udn ich habe nicht den Eindruck, dass in dieser
Beziehung irgendwer den anderen ausbeutet oder so etwas..
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