SAMENSPENDE. Die Vereinigung des gespendeten Samens mit einer Eizelle im Reagenzglas ist ein technisches Problem. Doch wie man zu dem Samen kommt, ist ein ästhetisches Problem - nämlich mittels Selbstbefriedigung, zu der sich de Samenspender vor irgendwelchen Pornobildern aufgeilen muß. Und das ist wohl derart unappetitlich, daß es etwa in Australien inzwischen ein Problem ist, Samenspender zu bekommen. Solche erniedrigenden Manipulationen an den eigenen Geschlechtsteilen sind eben trotz aller Freiheit von Tabus heutzutage nicht jedermanns Sache.

Man stelle sich etwa einen Nobelpreisträger vor, der um seinen genieverdächtigen Samen gebeten wird...

Weist das nicht darauf hin, daß nach den verschiedensten Experimenten in unserer Zeit wir  irgendwann doch wieder bei den schönen Handlungen landen, die die Natur für das Kinderzeugen und für die Liebe zwischen Mann und Frau nun einmal vorgesehen hat? Und daß wir uns damit abfinden, wenn wir feststellen, daß die Natur nun einmal nicht will, daß dieses oder jenes Paar eigene Kinder bekommt?

Ausführlicher hierzu unter der Website http://www.jesuschristians.com/ , Stichwort "Wanking - The Last Taboo" (leider vorerst nur in Englisch).

Doch basisreligion ist ja nicht prüde. Wer will, hier ist ein Angebot, wie man mit Samenspenden 1500 € verdienen kann. Hier die Wiedergabe einer e-Mail vom 8. Mai 2003:

Ein Tabu-Thema wird gesellschaftsfähig!! Die Rede ist vom Samenspenden für medizinische Zwecke. Wer LUST hat, kann quasi mit links Geld verdienen. Samenbanken suchen laufend neue Spender. Nähere Informationen unter:
http://members.tripod.com.ve/emmett951bix/

Doch etwas spricht für die Samenspende:

Es ist nicht jederfrau Sache, die ein Kind haben möchte, jedoch keinen Mann hat, sich auf ein Onenightstand einzulassen. Abgesehen von ethischen Bedenken: Was erzählt sie später ihrem Kind, wie es entstanden ist? Ob es da nicht einfacher ist, von einer Samenspende zu erzählen?

mken(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)