DÜRFEN MUSLIMISCHE MÄDCHEN AM SCHWIMMUNTERRICHT TEILNEHMEN?

Ich habe einmal bei google unter "Schwimmunterricht" und "Moslems" nachgesehen und bin auf ein Forum gestoßen und habe mich an der Diskussion beteiligt:

http://www.schantall-und-scharia.de/warum-muslimische-maedchen-nicht-schwimmen/

Hier mein Betrag:

Es tut mir leid, doch ich möchte es mal krass sagen: Diese Diskussion hier um die Größe der Bedeckungsfläche von Badetextilien ist doch ein lächerlicher Streit um des Kaisers Bart! Um was geht es eigentlich oder um was sollte es bei der Moral eigentlich gehen? Sollte es denn nicht eher um eine wirkliche Moral gehen und nicht um ein moralisches Getue, also um eine Heuchelei? Und was ist beim Thema „Sexualität“ Moral? Doch nicht, dass ein Mädchen oder eine Frau nicht von „Unbefugten“ angegafft wird, sondern dass Geschlechtsverkehr nur mit einem einzigen Partner stattfindet und das lebenslang, zu "gut deutsch", dass die echte Monogamie gelebt wird. Und wichtig ist doch dabei: Die muss gerne gelebt werden – denn sonst ist es keine echte Monogamie. Denn wenn ich einen jungen Menschen in einen Turm sperre und diesen ständig bewache, so dass nichts passieren kann, oder wenn ich einem Mädchen "untenherum" alles wegschneide, so dass Sex nur noch schmerzt (die Wunden „da unten“ heilen ja wohl nie richtig zu), dann wird diese Monogamie ja wohl nicht gerne gelebt: Das ist dann Monogamie aus Mangel an Gelegenheit oder aus Mangel am Spaß an Sex überhaupt und eben keine echte Monogamie!

Und das ist doch sowohl bei unseren westlichen Kulturen wie auch bei der der Moslems heutzutage nicht der Fall, die echte Moral wird einfach nicht gerne gelebt. Wenn bei uns ein Mädchen mit 18 noch Jungfrau ist, so gilt es als fromme Betschwester. Und zu den moslemischen Mädchen vertraute mir einmal ein älterer türkischer Schüler in einem Gespräch unter vier Augen an: "Gerade die Mädchen mit Kopftuch sind alles keine Jungfrauen mehr..." (Siehe hierzu die Statistik der Kondomfirma Durex zur Anzahl der Sexualpartner von 15 - 20-jährigen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232298/umfrage/durchschnittliche-anzahl-der-sexualpartner-in-europaeischen-laendern/ - oder wer diese lange Bezeichnung nicht eingeben möchte, der findet die Statistik auch unter: Durex, Sexualpartner, Anzahl, Statistik, Europa. Es ist ja auch nicht neu, dass es Spezialärzte gibt, die den moslemischen Mädchen wieder ihr Jungfernhäutchen einoperieren...) Also ist es bei den Moslems nicht nur nicht besser, sondern sogar noch krasser... Und die moslemischen Männer dürfen sowieso alles! Mich haben mal türkische Busgefährten in der Türkei mit in einen Bordellbezirk genommen: Also mir blieb die Spucke weg, wie üblich und akzeptiert Bordelle in der Türkei sind – bei uns gilt Bordellbesuch dagegen immer noch als anrüchig, so etwas haben nur "armselige“ Männer nötig …

Und dann kommen diese Menschen und meinen, sich moralisch über uns zu erheben! Die sollen sich lieber mal an der eigenen Nase packen!

Ja, wie erreicht man nun echte Sexualmoral, also echte Einehe?

Hier sitzen wir doch alle – Christen und Moslems und auch Atheisten, die an einer echten Moral ihrer Kinder ein Interesse haben oder zumindest haben sollten, in einem Boot, hier sollten wir etwas tun, wenn es um Moral geht! Und wie würde eine solche Moral funktionieren? Ganz einfach: Indem wir uns klar machen, dass wir Menschen von Natur aus zumindest zunächst einmal hochmoralische Wesen sind, dass die Sexualmoral also in uns steckt – und dass wir sie nur gerade bei jungen Menschen zur Entfaltung bringen müssen – und nicht durch irgendwelche scheinmoralischen Zwangsmaßnahmen zerstören dürfen. Und was in uns steckt, das sollte uns selbst auch direkt Spaß machen – jedenfalls mehr Spaß als die "Sünde". Und das geht! Ich habe es ausprobiert bei meiner Pflegetochter, und es hat vorzüglich geklappt, das Mädchen hatte auch noch ihren späteren Mann von der Idee überzeugt – ich weiß also, wovon ich rede.

Doch erst mal ein wenig "Theorie" und warum ich mich als ehemaliger Berufsschulreligionslehrer (kath., bei uns durften allerdings alle Schüler in diesen Unterricht kommen, also auch Moslems) so einsetze:

Ganz einfach: Die Mutter einer Schülerin hatte mich vor vielen Jahren an einem Elternsprech­tag einmal nach dem Ziel meines Religionsunter­richts gefragt. Darauf ich, eher flapsig: „Die Mädchen sind doch al­le irgendwie schizophren.“ Sie: „???“ Ich: „Na ja, vor dem Harm­losen und Paradiesischen, bei dem sie auch eine brauch­ba­re Menschenkenntnis mitbekommen und Männer, die in Ord­nung sind oder sein wollen, von einer schönen Moral begeistern könnten, näm­lich vor nackt am Strand, haben sie panische Angst. Doch das Problemati­sche, nämlich den Sex mit nur zu oft fragwürdi­gen Partnern, der ihnen bisweilen auch noch lebenslange Trau­mata beschert, den wollen sie und machen ihn auch.“ „Und“, so die Mutter, „was wol­len Sie jetzt tun?“ Ich: „Dass die Mädchen das jeweils andere ma­chen.“ Die Mutter: „Wenn Sie das schaf­fen, sind Sie gut!“

Wenn das nicht ein deutlicher und reizvoller Auftrag für ein ganz spezi­elles päd­ago­gisches Engagement war! Und auch noch von einer Mutter, die nun wirklich eine authentische Sorge um die Moral ih­rer Tochter hat. (Viele Moralapostel haben eine solche Sorge ja nicht – für die ist nur wichtig, dass vor allem sie selbst vor anderen moralisch aussehen bei dem, was sie so tun und sagen. Ob das auch wirkliche Moral bringt, kümmert sie nicht im geringsten.) Das Problem ist die Umsetzung: Ein sol­ches Vor­haben hat nur dann eine Chance, wenn es allen Betei­ligten direkt Spaß macht, dabei mitzumachen. Doch gibt es leider eine scheinmoralische Hexenjägermentalität, aus der her­aus die Kombi­nation von Mo­ral und Spaß gerade in der Pädago­gik völli­g unvorstellbar ist: Moral plus Spaß geht einfach nicht! Da wird gleich immer eine besonders abgefeimte Teufelei gewit­tert.

Ja, darum ging es mir dennoch in meinem Unterricht: Was ist wirklich moralisch, was hat wirklich „moralischen Nährwert“ und was ist nur spießiges oder gar heuchlerisches moralisches Getue?

Gerade Schülerinnen und auch andere junge Frauen haben mir auf meine Frage, warum Beziehungen auseinander gehen (also auch ihre) und damit die Moral zumindest „angekratzt“ wird, nun gesagt, dass man sich eben unterschiedlich entwi­ckelt und dass es dann irgendwann nicht mehr passt. Meine Gegenfra­ge war dazu dann immer, ob es nicht auch sein kann, dass man am Anfang einer Beziehung einfach nicht genau genug hingeguckt hat? Die Ant­wort: „Ja, das kann es natürlich auch sein.“

Das Problem ist also, wie bekommt man die jungen Leute da­zu, gerade am Anfang genauer hinzugucken? Mir war nun aufge­fal­len, dass hier die Mädchen für den ers­ten Sex weitestgehend nicht so genau hingucken, wer der Partner ist. Es sieht so aus, als ob die Jung­fernschaft für sie ein völlig überflüs­siger betschwes­tern­from­mer Ma­kel ist und als ob sie´s ein­fach nur „hin­ter sich ha­ben“ woll­ten, die­sen „Makel“ los zu sein. Also geben sie sich gar keine große Mühe, für´s „erste Mal“ genauer hinzugucken. Da­gegen wür­den die­selben Mäd­chen für „para­diesi­sche Er­lebnis­se“, die erst einmal sein sollen und für die ich daher plädie­re (und die sich sogar biblisch begründen lassen!), un­ver­gleichlich kriti­scher hingucken. Ja, sie würden hier sogar so kri­tisch sein und alles genau von dem „Be­treffenden“ wis­sen wollen, so dass der­jenige, den sich sich da­für aussuchen, im Grunde schon ein ge­eigneter Ehepartner sein könnte. Es würde also zu sehr guten Ge­sprächen der jungen Leute miteinander kommen – ganz an­ders als wenn es um den Sex ginge. Vor allem wä­ren dann nicht mehr Angst vor Strafe und vor einem schlechten Ge­wis­sen die Triebfeder morali­schen Handelns, son­dern die Angst, et­was schö­nes Para­diesi­sches, das auch durch­aus noch wahn­sinnig be­rauschend sein kann, zu ver­passen. Und diese positive Motivation ist für mo­rali­sches Handeln eine unver­gleichlich stär­kere Triebfe­der als alle diese negativen Moralpredigten, etwas nicht tun zu dürfen. Vor allem lässt sie den jungen Men­schen auch regel­recht kreativ wer­den, das Positi­ve auch tatsäch­lich zu erreichen und zu erleben! 

Jedenfalls ist meine Rechnung, dass junge Menschen mit der Me­thode „Zuerst einmal unschuldigen Spaß mit Paradieserlebnissen“ genauer hinzugucken bei der Erziehung meiner vietnamesischen Pflegetochter voll aufgegangen. Ich bin dabei ganz einfach davon ausgegangen, dass unschuldige Paradieserlebnisse mit mir als Vater dem Mädchen nicht nur soeben Spaß machen, sondern bei ihm auch noch eine Art Adrenalin („Oxytocin“) erzeugen, das im chemischen Aufbau wie in der Wirkung eine Droge ist (jetzt aber eine ungefährliche eigenerzeugte, siehe hierzu das Buch von Josef Zehentbauer „Körpereigene Drogen“.) Und wie das so mit Drogen ist, verlangen die nach Wiederholung – und auch nach noch schönerer Wiederholung. Ich bin nun ein alter Mann – und ich kann mir ausrechnen, dass meine Tochter diese „körpereigenen Drogenerlebnisse“ natürlich mit einem jungen Mann und erst recht mit einem, den sie als Lebens- und Liebespartner haben möchte, noch lieber praktizieren möchte. Mein Tipp also an sie: "Suche dir einen Freund, mit dem du zuerst einmal so etwas erleben kannst!"

Bei der Vermittlung von Paradieserlebnissen an Mädchen kommt also den Vätern eine ganz wichtige Rolle zu. So hatte ich also versucht, bei einem schönen Ferienaufenthalt am Atlantik dem Mädchen das Schwimmen beizubringen, indem ich es erst einmal mit einer Hand unter seinem Bauch über Wasser gehalten und es dann auch schon mal hoch gehoben und ins Wasser geworfen habe, so dass es so richtig Spaß hatte. Dabei waren auch wir beide splitternackt wie die kleinen Jungen und Mädchen um uns herum, die plötzlich da waren (wie kleine Engelchen, da war wohl ein wilder FKK) und die uns zusahen und gute Ratschläge gaben. Jedenfalls hatte diese „Spaß-an-der-Moral-Taufe“ (um sie einmal so zu nennen) meiner Tochter offensichtlich so großen Spaß gemacht, so dass genau das eingetreten ist, was ich vorhergesehen hatte, sie hatte den perfekten Filter in sich, die für sie passenden von den unpassenden Männern zu unterscheiden. Ja, sie hatte mit den Männern alles richtig gemacht – ohne dass ich sie einsperren oder mit Moralpredigten belästigen oder auch ihr nur hinterherspionieren musste. Auch hatte sie später nie Probleme, dass sie von Männern belästigt oder unziemlich angebaggert wurde, sie muss „auf diese Weise“ eine natürliche Moral mitbekommen haben, dank derer sie so eine Ausstrahlung hatte, dass sich niemand so etwas überhaupt traute. Irgendwie ist das mit ihr, ja mit meiner kleinen buddhistischen Vietnamesin, schließlich alles noch viel einfacher und besser gelaufen, als ich mir das vorher vorstellen konnte. So einfach und unverkrampft kann also die Erziehung eines Mädchens im Hinblick auf Moral sein – eben nur „gewusst wie“!

Im Schwimmunterricht in der Schule hatte sie natürlich einen Badeanzug, allerdings einen geschenkten gebrauchten und eher sogar schäbigen einteiligen, nicht wegen der Moral (denn die zu zeigen hatte sie ja nicht nötig), sondern um ihrer Verachtung der Bikinizwänge ihrer Kameradinnen auszudrücken. Da war allerdings keine Hochnäsigkeit an ihr, denn Hochnäsigkeit ist immer etwas Unechtes, bei ihr war etwas wirklich Echtes, so eine Art innerer Adel. Dafür gibt es dann eher Bewunderung.

Stolz erzählte sie mir auch einmal, dass während ihrer Ausbildung ein anderer Auszubildender, den sie ansonsten nur flüchtig kannte, zu ihr gekommen sei und sie gefragt hätte, ob stimme, was man sich von ihr erzähle, dass sie keinen Sex vor der Ehe wolle, doch keine Probleme mit „nackt am Strand“ hätte. Sie hätte ihm das gerne bestätigt. Jedenfalls hat sie mit dieser Methode schließlich einen guten Partner gefunden ohne die oft leidvollen „Beziehungskisten“ mit anderen Männern – und sie hat heute eine wunderbare kleine Familie.


Ja, das ist es doch:

Eltern glauben immer, ihre Töchter bewahren zu müssen und sind daher in ständiger Sorge, nicht nur, dass ihnen jemand etwas tut, sondern dass einer auch nur ihren Körper anglotzt.


Dass es jedoch schließlich aus ihren Töchtern selbst „herauskommt“, dass sie es also sind, die „damit“ anfangen, und nur zu oft sogar mit einem Jungen oder Mann völlig unter ihrem Niveau und dem ihrer Familie, das bedenken sie nie. Also: In einer vernünftigen Pädagogik wie in einer durchaus möglichen sinnvollen christlichen Sexualerziehung werden gerade Mädchen auch vernünftig vorbereitet, so dass sie ihr junges Leben vernünftig anpacken können. Daher dieser mein Ansatz. (Und intelligenzfördernd ist der auch noch: Denn wenn ein junger Mensch merkt, dass es sich lohnt, in den wichtigsten Sachen für ihn, nämlich in der Moral und in der Partnersuche, das Gehirn zu gebrauchen, dann wird er das auch woanders tun!) Hinweis: Wichtig ist die praktische Erfahrung, damit das Spaß-an-der-Enthaltsamkeits-Dopamin auch wirklich produziert wird! Und wenn es für ein Mädchen keinen geeigneten Vater gibt, der dabei mitwirkt, dann sollte es geeignete Jungen suchen, die diesen unschuldigen Spaß mitmachen – ein harmonischer Umgang mit Mädchen ist doch mal was für die leibseelische Gesundheit der Jungen und für ihre Heilung vom Machismo!

Ob Muslime diesen Ansatz auch hinkriegen? Ich wage das doch sehr zu bezweifeln. Denn der Islam ist nun einmal durch und durch eine Religion, die den Menschen keine bewusste Moral zutraut, und die auf Zwängen und Ängsten und Hoffnungen auf ein jenseitiges Paradies und auf Folklore aufgebaut ist. Doch vielleicht geschehen ja Wunder? In unserem Christentum ist vieles sicher genauso, irgendwie sind hier alle mir bekannten Religionen gleich, weil sie an Menschen mit Schuldgefühlen mehr Interesse haben als an Menschen, die von Anfang an alles richtig machen und daher keine Schuldgefühle brauchen. (Schuldgefühle sind ja das Geschäftsmodell aller Religionen, jedenfalls der allgemein bekannten.) Doch kann ich als Theologe mit gutem Gewissen sagen, dass das in unserem christlichen Glauben alles Verfall ist, der wirkliche Jesus, so weit wir ihn heute zumindest an den Hochschulen erfahren, wollte genau eine solche typische Religion nicht, sondern etwas völlig anderes ... Wir sollten uns auch bewusst machen: Unsere heutigen Taufen sind im Prinzip alle ungültig, ob mit und ohne Untertauchen, ob mit Wasser nur über den Kopf schütten oder über den ganzen Körper: Gültige Taufen müssen nackt stattfinden – und auch nicht schon bei Babys, sondern bei denkenden jungen Menschen (so wie ich es gemacht hatte). Sie müssen begreifen, dass sie für eine echte Moral keine Verklemmtheitsfetzen brauchen, seien es Burkas oder Bikinis oder Feigenblätter (das sind doch alles nur quantitative aber keine qualitativen Unterschiede) sondern eine „Rüstung heiligen Geistes“. (Ich schreibe "heiligen" bewusst klein, denn ich denke hier nicht an eine "göttliche Person", sondern an ein höchstmögliches und höchstmoralisches, eben "wirklich heiliges" Denken. Und machen wir es uns einmal klar: Wenn eine gottwohlgefällige – oder allahwohlgefällige – Moral nur mit Bikini oder Burka möglich wäre, dann hätte ER uns diese Textilien bei unserer Geburt mitgegeben – hat ER aber nicht!)

Und vielleicht interessiert es ja auch, wie ich zu dem vietnamesischen Mädchen gekommen bin? Vielleicht war das ein Zufall, vielleicht aber auch mehr? Bei einer Reise nach Vietnam mit einem Freund und Kollegen wurden wir jedenfalls schon mal auf der Straße von Schulmädchen angesprochen, die an uns ihr Englisch ausprobieren wollten. Und eins davon nahm uns dann auch mit nach Hause, um uns ihren Eltern und Geschwistern vorzustellen. Ich habe hier recht schnell so etwas wie einen Vorschlag Gottes gesehen: „Deine Ideen sind ja sehr gut – nun zeige mal, wie hervorragend die sich in die Praxis umsetzen lassen!“ Also habe ich mich darauf eingelassen …

Und zum Schluss noch zu den Schwierigkeiten der Umsetzung in die Praxis. Erich Fromm hatte ein Buch geschrieben „Haben oder Sein“. Es geht darum, dass die allermeisten Menschen nicht aus dem leben, was sie sind, sondern was sie haben (oder besitzen). Er kommt hier auf das tolle Auto, die tollen Klamotten, die toll aussehende Frau, den tollen Beruf und Titel des Ehemannes, die oft sehr fragwürdigen tollen Glaubenslehren in ihren Köpfen. Ich möchte dem noch hinzufügen: Nicht nur die tollen Klamotten, sondern überhaupt Klamotten (dort, wo sie eigentlich gar nicht nötig sind) wie Burka oder Bikini. Doch es gibt auch Menschen, die sich hier von vielem befreien können. Einer befreundeten Familienmutter habe ich einmal gesagt, dass ich schon irgendwie stolz bin, der „Verursacher“ zu sein, dass sie auf ihre Badesachen verzichten kann und auch noch in meiner Anwesenheit. Ihr Kommentar dazu: „Das mache ich nicht wegen dir, das mache ich wegen des Menschseins.“ (Mein Gedanke dazu: Das ist ja noch besser. Ob das nicht genau das ist, was Erich Fromm meinte?)


Antwort von Peter Spangenberg, 21. Januar 2017:

Im Artikel gefallen mir manipulative Tricks nicht. Natürlich ist der Schwimmunterricht kein oberstes Gebot der Integration hier. Aber ebenso natürlich ist diese Behauptung hier absichtlich eine krasse Übersteigerung der Positionen derer, die der Artikel angreifen möchte. Man malt doch gern einmal einen Teufel an die Wand und verhaut diesen dann statt sich mit echten Argumenten echter Meinungsgegner auseinandersetzen zu müssen

Ich kann akzeptieren, dass es Mädchengruppen und Mädchenklassen gibt, ja sogar Mädchenschulen. All das war und ist auch heute im aufgeklärten Europa nicht so selten und nicht so abartig, wie das manche vielleicht denken mögen. Ich beliefere zum Beispiel auch viele reine Mädchenschulen mit Schulbüchern und höre von den Lehrerinnen dort, dass diese Mädchen überdurchschnittlich gute Chancen später auf einen guten Bildungsgrad und auch auf eine funktionierende glückliche Familie haben. Nebenbei: Diese Privatschulen nehmen absichtlich auch arme Kinder auf. Also kann ich mir auch reine Mädchengruppen für den Schwimmunterricht vorstellen und habe solche auch schon in Schwimmkursen gesehen, lange bevor die ersten Muslime in meine Heimatstadt zogen. Den Eltern sollte es überlassen sein, wann und wie sie den Kindern die Begegnung mit dem anderen Geschlecht zumuten. Der Staat sollte da weder das Recht der ersten Nacht (furchtbare europäische Tradition, zum Glück überwunden) noch das Recht zur Hirnwäsche und Gleichschaltung von Erziehung haben. Das betrifft heute auch ganz besonders den Genderwahnsinn, der geradezu dogmatisch und fast mit Schaum vor dem Maul in die Kinder hinein geprügelt werden muss, um die klassische Familie als nur noch einen (überholten) Lebensentwurf unter ganz ganz vielen anderen neuen und interessanten Alternativen darzustellen. Mehr dazu erzählt Birgit Kelle auf youtube.

Ich möchte davor warnen, uns hier in muslimische oder unmuslimische Eltern spalten zu lassen. Meinungen von Pädagogen sind für mich zunächst zweitrangig, da diese viel weniger von den Folgen einer nicht gelungenen Erziehung betroffen sein würden. Der american way mit Pornos, sexueller Früherziehung, der inszenierte fake-Feminismus (Frauen ab in die Produktion – und zwar bis es fast zu spät für Kinder ist!) und Hollywood-Propaganda für Patchwork-Familien, Scheidung und immer wieder neues Glück beim Partnerfang, dazu gezielt Familien zerrüttende oder Wiederherstellung verhindernde Familiengesetze (programmierter Zank um Betreuungsrechte, Unterhalt schaffen kaum günstiges Gesprächsklima) – das sind die Gefahren für die klassische Familie. Darum explodieren Scheidungsraten. Darum zweifeln Kinder an der überhaupt noch möglichen großen und verlässlichen Liebe. Darum wollen sich „Machos“ mit erlernten Techniken des Frauen-Aufreißens vor neuen seelischen Verletzungen schützen und fügen diese Seelenschäden nun reihenweise den Opfern ihrer tatsächlich funktionierenden Masche zu. Folge: die so verletzten Mädels reagieren ebenso wie die verletzten Jungs teilweise mit einer ähnlichen Rache am anderen Geschlecht. Nicht gut, diese sich ausbreitende Welle der Zerstörung von Vertrauen und Liebe! Das kann ein ganzes Volk vernichten!

Nun kommen Muslime hier her. Wobei ich vorschlage, den Begriff nicht trennend auf arabisch hier zu nennen, sondern die deutsche Begriffsbedeutung „Gott gehorchend“ zu verwenden. Vielleicht nehmen wir auch gleich das gewohnte „fromm“. Dann stehen uns diese Menschen automatisch viel näher. Christen sind die Muslime bzw. die Frommen ja sowieso schon, da sie im Prinzip die alte Kirche des Ostens darstellen, welche nun mal zufällig jenseits der Grenzen der beiden römischen Teilreiche lag und sich aus frühchristlichen Gemeinden in Antiochia und anderen ebenso blitzschnell bis Wladiwostok ausgebreitet hat, wie ja auch die Kirchen im Römerreich schnell die Germanenstämme bis in den eisigen Norden hinauf erreichte. Die Spaltung in Kreuz und Halbmond und auch die Kreuzzüge waren ebenso politisch erfolgt wie die davor erfolgte Verteufelung der Arianer oder die Abspaltung der orthodoxen Kirche in Ostrom. Wer den Monotheismus ernst nimmt und die heiligen Schriften sinnvoll nutzt, um mit sich und anderen in Frieden klar zu kommen, der hat einfach mal die Botschaft verstanden. Und ein Teil dieser Botschaft, den muslimische/fromme Familien (auch bei Mormonen, Baptisten, Katholiken usw.) ist nun mal der Erhalt der klassischen Familie und der echten Liebe auf Dauer, weil das dem Kindeswohl und der Befähigung der nächsten Generation zu echter Liebe am besten dient. Nun gibt es also verschiedene diskutierte Wege hin zu diesem Ziel. Einer soll das Verstecken der Mädchen sein. Das ist in gewissen Gegenden sicher ein erfahrungsgemäß funktionierender Schachzug, wenn dort zu viele fehlerzogene Männer herum laufen. Allerdings schützt er nicht vor Psychotricks der weniger rabiat vorgehenden Männer mit versteckt schlechten Absichten, die sich die Frauen dann doch zum egoistischen Spaß angeln. Wobei ich auch clevere Frauen erwähne, die sich auch aus kaum auf Familie ausgerichteten Gründen schnell mal von einem reichen Mann schwängern und den Rest die Anwälte regeln lassen. Zu dem Verstecken körperlicher Reize gehören auch die Verhüllungsvorschriften, die auch den Frauen in der katholischen Messe nicht erspart bleiben und wo auch ich als Mann lange Hosen zu tragen habe. Vielleicht hat sich das ja in großen, einander unbekannten Gruppen von Fremden recht gut über die Jahrtausende bewährt? Aber schließt es denn aus, dass man im engeren Umfeld (Schulklasse, Verein, Verwandschaft) trotzdem einen natürlichen und unverklemmten Umgang zwischen Mädchen und Jungs ermöglicht? Vielleicht kann man da mit der Salami-Taktik punkten? Also erlaube man den Mädchen bzw. ihren Eltern doch, zunächst erst ein mal Vertrauen zu anderen Eltern und deren Kindern aufzubauen – freiwillig, in zunächst ganz kleinem Kreis. Klappt es da, dann kann der Kreis auch mal größer werden und irgendwann die ganze Klasse oder die ganze Schwimmhalle umfassen. Gleichzeitig sollten wir uns vielleicht auch orientalischen Hygienevorschlägen da öffnen, wo diese Pluspunkte haben – etwa Genitalwäsche statt nur kurz mal zu rubbeln mit Papier.

Vor allem hoffe ich aber, dass wir miteinander ein offensichtliches Erziehungsproblem lösen: Was nützt eine noch so schamhafte und sich zurückziehende Jungfrau, wenn die Kerle komplett auf Herzensbruch und Beutefang gedrillt und somit denkbar schlecht erzogen werden. Hier sollte die ganze Gesellschaft (Fromme und Ungläubige) mal bald miteinander ins Gespräch kommen. Wenn wir da etwas bewegen und die Jungs sich anständiger und verantwortungsfähiger beweisen, dann wird es Müttern sicher auch leichter fallen, Töchter zur Klassenfahrt oder in die Schwimmhalle zu schicken.

MichaelS4 v. 30. JANUAR 2017 AT 19:51

Zu dem Beitrag von Peter Spangenberg habe ich einige Fragen und Anmerkungen:

  • Was sind „manipulative Tricks“? Wenn man gegen irgendwelche Argumente keine vernünftigen Gegenargumente mehr findet, dann nennt man sie „manipulative Tricks“ – und man braucht sich nicht mehr sachlich mit ihnen auseinanderzusetzen. Sehr einfach und bequem oder auch schwach und geistlos.

  • Was heißt „überdurchschnittlich gute Chancen“? Wer stellt das fest? Jeder neigt doch dazu, nur die erfolgreichen „Fälle“ zu sehen (also etwa die Schülerinnen, die sich später einmal in der Schule melden, und das sind nun einmal eher die erfolgreichen), die anderen interessieren erst gar nicht.

  • Woher wissen die Nonnen, dass „geglückte Erziehungsergebnisse“ "auf ihrem Mist" gewachsen sind? Vermutlich schicken doch nur Familien, die sich eh in besonderer Weise um ihre Töchter sorgen, diese zu solchen Nonneninternaten? Und in den Familien sorgt man sich dann auch um die Begegnungen mit akzeptablen Ehekandidaten, unter denen die „gut erzogene Tochter“ dann auch einen findet. Die „Erfolge“ sind also vielleicht überhaupt nicht auf dem „Mist der Nonnen“ gewachsen?

  • Was sind „klassische Familien“, wie kommt man zu denen? Ich verweise hier auf eine Schweizer Untersuchung: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232298/umfrage/durchschnittliche-anzahl-der-sexualpartner-in-europaeischen-laendern/ Sind Ehen, die auf diese Weise, also nach 4,7 minus „der Richtige“ (- 1), also nach 3,7 „Fehlversuchen“ zustande kommen, „klassische Familien“? Das kann ja sein – und ich möchte niemanden verurteilen, denn die Betreffenden wussten es einfach nicht besser. Doch christliche Ehen sind das wohl nicht. Denn die kennzeichnet nun einmal die Nulltoleranz, also nur 1 Geschlechtspartner das ganze Leben. Dazu bedarf es natürlich einer völlig anderen Geschlechtserziehung als zu der „klassischen Ehe“. Der wichtigste Punkt ist, so viel ich das sehe: Keine Leibfeindlichkeit (um Missverständnisse zu vermeiden, bitte http://basisreligion.reliprojekt.de/leibfeindlich.htm beachten), Moral muss Spaß machen. Also ein völlig anderer Ansatz!

  • Was heißt „den Eltern sollte es überlassen bleiben…“. Doch dann beklagen Sie, dass „die Kerle schlecht erzogen“ werden. Also scheinen viele Eltern ihre Sache doch nicht so gut zu machen? Warum nicht gleich eine wirklich professionelle Gemeinschaftserziehung? Ich lege etwa in der Seite http://www.michael-preuschoff.de ein Konzept für die vor. (Sie können sich die Texte völlig gratis herunterladen, meinetwegen auch ausdrucken und weiter geben; wenn Sie alles komplett übernehmen, genehmige ich das auch.)

  • Was heißt überhaupt: „auf Beutefang und Herzensbruch gedrillte Kerle“? Ich wüsste nicht, wann Kerle so gedrillt werden – die nehmen sich doch bloß, was sich anbietet. Und wenn die Mädchen nicht „dazu“ bereit wären, würden sie ja auch nicht mitmachen. Und wie sehr sie sehr oft bereit sind, siehe etwa unter http://basisreligion.reliprojekt.de/sexting.htm. Es ist doch Unfug, dass die Männer immer nur die Bösen sind. Der spanische Philosoph Ortega y Gasset hat mich (in seinem Buch „Über die Liebe“) darauf aufmerksam gemacht, dass es im Allgemeinen die Frauen und Mädchen sind, die die Steine ins Rollen bringen. Ich bin dann einmal die Fälle durchgegangen, die mir bekannt wurden. Also in 9 von 10 „Fällen“ waren es eindeutig die Mädchen, die sich einen „Entjungferer“ gesucht hatten – und zumeist auch ohne Eheabsicht.

  • Was heißt „schamhafte und sich zurückziehende Jungfrauen“? Sind die nicht auch ein „Erziehungsergebnis“? Ich habe meine Tochter jedenfalls nicht so erzogen und das hat sehr gut funktioniert. Ich habe Zeugen, dass sie an echter Moral offensichtlich sichtlichen Spaß hatte. Warum also nicht auch hier eine geeignete qualifizierte „Gemeinschaftserziehung“ (s.o.).

  (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)