Die STRATEGIE (griech.) ist der wichtigste Teil der Kriegskunst, der sich mit der Vorbereitung, Planung und Führung des Krieges und seiner Feldzüge insgesamt befaßt. Sie hat nichts mit kleinlicher Taktiererei zu tun, bei der es darum geht, mehr oder weniger trickreich ein nebensächliches oder zumindest untergeordnetes Ziel zu erreichen, siehe allerdings Taktik. Bei Strategien geht es immer um Gesamtzusammenhänge, die gegen feindlich gesinnte Gegenkräfte durchgesetzt werden sollen. Und so sprechen wir auch im übertragenen Sinn von Strategien, wenn es im menschlichen Leben um das Gelingen von Lebenskonzepten, um Ideale, um den Sinn des Lebens, um die höchste Erfüllung der Einheit von Leib und Seele und die damit verbundene Abwehr der zerstörerischen Kräfte (also des Bösen) geht. Das gilt dann im Hinblick auf das Glück des einzelnen Menschen wie auch aller Menschen überhaupt.

Wir können davon ausgehen, daß der Mensch von Natur aus durch sein besonders ausgeprägtes und nicht feststrukturiertes Denkvermögen zu immer neuen Strategien veranlagt ist. Denn die Fähigkeit zu beweglichen strategischen Verhaltensweisen ist typisches Kennzeichen für kräftemäßig schwächere Organismen, die sich gegenüber stärkeren - und auch gegen ihresgleichen - behaupten und durchsetzen müssen.

Und in einer Situation der kräftemäßigen Unterlegenheit findet sich ja seit dem Beginn seiner Existenz der im Vergleich zur ganzen sonstigen Natur eher benachteiligte Mensch. Allerdings muß dieses strategische Denken genauso trainiert werden wie etwa das Wissen, welche Pflanzen gut und genießbar und welche eben giftig und schädlich sind. So wie etwa die Lügen, denen ein Mensch ausgesetzt ist, sich ständig ändern, müssen eben auch die Strategien geändert werden, diese Lügen zu erkennen und nicht darauf reinzufallen! 

Den Zusammenhang von menschlichem strategischen Denken und dem daraus folgenden Handeln dürfen wir uns dabei so vorstellen, wie den vom Kartenzimmer eines Generalstabs und Schlachtfeld oder den von Schachspielergehirn und Schachbrett. Denn bevor ein Generalstab oder auch ein Schachspieler die Wirklichkeit des Kampfes (oder des Spiels) herangehen, spielen sie ihre Züge erst einmal jeweils im Kartenzimmer oder eben im Gehirn durch. Sowohl Kartenzimmer wie Gehirn können wir nun als innere Modelle der Wirklichkeit bezeichnen. Und erst wenn das innere Durchspielen an diesen inneren Modellen sowohl beim Generalstab wie auch beim Schachspieler zum Erfolg geführt hat oder wenigstens keine erkennbaren und unverhältnismäßig großen Nachteile erkennen läßt, werden die entsprechenden Züge dann auch in der Praxis durchgeführt. Diese Züge lassen sich nun systematisieren und in gewisser Weise auch mathematisieren. Die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, ist die "Theorie der Spiele" oder kurz die Spieltheorie und schließlich auch die Kybernetik.  

Ein besseres Modell für unser menschliches Leben als das Schachspiel ist im übrigen das Skatspiel: Gemeinsam diesem Spiel <oder auch diesem Kampf> wie auch unserem Leben ist das Zusammenwirken von Zufall und von Berechnung.

Der Effekt des Schachspiels beruht ja nur auf wechselseitiger Berechnung und darauf, daß also einer der Spieler besser berechnen kann als der andere. Für eine Übertragung aufs wirkliche Leben stimmt nun die Einseitigkeit des Schachspiels nicht ganz, denn da kommt ja noch das Moment des Zufalls hinzu, und diese zusätzliche Variante ist beim Skatspiel gegeben, je nachdem, welche Karten die einzelnen Spieler eben zufällig erhalten. Im wirklichen Leben sind solche Zufälle nun etwa, mit welchen Menschen wir bei der Arbeit, in der Schule oder bisweilen auch in der Freizeit zusammengemixt werden. Sowohl im Skatspiel wie im wirklichen Leben sind die Zufälle nicht alles und selten genug das wirklich Entscheidende, in jedem Fall kommt da noch immer die Berechnung hinzu, was man also aus seinen mehr oder weniger zufälligen Gegebenheiten macht. Gute und erfolgreiche Kämpfer oder Spieler im Spiel wie im Leben werden nun darüber erhaben sein, daß sie nur mit linkischen Tricksereien zum Erfolg gekommen sind, nein, sie können einfach besser spielen, das heißt, sie können besser und geschickter mit den Komponenten Zufall und Berechnung umgehen.

Das Besserspielenkönnen ist nun vor allem einmal davon abhängig, wie gut unser Kartenzimmermodell oder eben jedes andere unserer inneren Spielmodelle von dem Spiel ist, was jeweils in der Wirklichkeit gespielt wird. Das Modell beim Generalstab entsteht vor allem durch alle die Informationen, die dieser etwa von seinem Geheimdienst oder von seiner Feindaufklärung erhält oder die er schlicht aus allgemein zugänglichen Landkarten entnehmen kann. Und gewiß ist auch eine Komponente der Information die Erfahrung, wie also etwa ein feindlicher General bisher gehandelt hat. Das innere Modell beim Schachspieler bildet sich durch das, was man ihm ganz allgemein über das Schachspiel beigebracht hat und was er beim jeweiligen Spiel beobachten kann. Vergleichsweise entsteht es bei uns Menschen in Lebensfragen durch die Informationen, die wir im Laufe unseres Lebens auf unterschiedlichste Weise erhalten. Es hat schließlich etwas mit unserem Realitätsbewußtsein zu tun.

Leider werden alle diese Zusammenhänge von innerem Modell und Spiel in der Wirklichkeit ausgerechnet im Hinblick auf dem Kampf (oder auf das Spiel), in dem es um die Erfüllung unserer Einheit von Leib und Seele geht, so ziemlich vollständig außer acht gelassen.

So wird im allgemeinen da nur zu oft jegliche wirklichkeitstreue Modellbildung durch alle möglichen Tabus aufs Schwerste behindert, die sich wohl alle Establishments dieser Welt so einfallen lassen, weil niemand im Grunde wirklich an einem Gelingen des Kampfes um die Einheit von Leib und Seele besonders der "nachwachsenden" jungen Menschen und schon gar nicht der weiblichen interessiert ist: Die jungen Menschen sollen so "dressiert" werden, daß sie schlicht und einfach das weiter machen, was die Alten angefangen haben und dabei natürlich auch für die Alten sorgen, wenn diese es einmal nicht mehr selbst können. Leider stehen wohl alle Religionen hier mehr oder weniger im Dienste der Establishments und helfen ihnen damit, sich selbst zu erhalten. Sie behaupten, daß vor allem die jeweiligen Glaubenssätze (siehe Dogmatik) dazu dienen, die Gemeinschaft zusammen zu halten und damit dem einzelnen zu dienen, doch entsteht dadurch mehr eine "Leidensgemeinschaft" als eine Gemeinschaft glücklicher oder gar emanzipierter Menschen. Wir können das an uns selbst überprüfen: Wer von uns hat denn eigentlich selbst in seinem Leben immer die richtigen und nützlichen Informationen erhalten - siehe vor allem Menschenkenntnis und Iinsiderwissen? Können die meisten Menschen überhaupt schon von ihrem Informationsstand her vernünftige Kämpfer sein? Wie viele Menschen wissen etwa von ihrer Erziehung her um die Ambivalenz von allem, was mit der Sexualität zusammenhängt? Wie viele Menschen haben schon zutreffende Informationen mitbekommen, wie Don-Juan-Typen vorgehen, wie das wirklich mit dem Reinfallen ist, wo die wirklichen "Fallgruben" des Lebens sind, wie viele Menschen haben brauchbare Informationen über den (Un-)Wert der Scham, wenn es um wirkliche Moral geht, über die Testmöglichkeiten des Orgasmus, über die Unterscheidung von Ekelgefühlen und Moral und damit über die letzten Verteidigungsmöglichkeiten bei einer drohenden Vergewaltigung, über die Machtmittel von Ängsten und Zwängen, über unsere natürlichen Mechanismes, über die Chancen, die mit dem Phänomen der Female Choice gegeben sind, über die Problematik der Religionen? Wenn etwas wirklich funktionieren soll, dann klappt das doch wohl eher mit Wissenskraft und weniger mit Willenskraft, doch das wollen unsere Pädagogen nicht wahrhaben! Dabei könnte alles ohne viel Aufwand ganz anders sein!

Kennzeichen eines Menschen mit strategischem Denken ist zunächst einmal, daß er besonnen an die Lösung eines Problems herangeht und jeweils genau weiß, auf was es ankommt. Und dann ist er sich natürlich immer der Tatsache bewußt, daß seine Kräfte immer in irgendeiner Weise beschränkt sind, und daß er daher immer mit seinen Kräften haushalten muß.

So wird er sich im Gegensatz von nichtstrategisch denkenden Menschen vor allem schon einmal einen lohnenden Ansatz suchen und sich nicht in kräfteverzehrenden Aktivitäten verzetteln, die sowieso nichts bringen.

Und wie das im Hinblick auf das Glück des Lebens einzelner Menschen gilt, so gilt das auch im Hinblick auf größere Zusammenhänge, etwa beim Kampf gegen das Böse ganz allgemein. Nichtstrategisch denkende Menschen werden, falls sie überhaupt gutwillig sind und wirklich etwas ändern wollen, mit ihrem Engagement eher dort ansetzen, wo nach jeweils allgemeiner Meinung offensichtlich die Ursache des Bösen liegt (dabei wird über die Problematik von Ursache und Wirkung gerade in Moralfragen nie richtig nachgedacht!), und sie werden sich dabei als typische Moralapostel gebärden. Wenn sie Macht besitzen, werden sie aus lauter blindem Eifer eine Veränderung zum Guten auch mit Gewalt erreichen wollen und dabei jegliche Maßstäbe wie die Spielregeln der Zehn Gebote außer acht lassen, von daher erklärt sich dann die fürchterliche Handlungsweise so mancher brutaler und halsstarriger Tyrannen. Die Erfolglosigkeit und die Niederlagen bei solchem Kampf werden schließlich als schicksalhaft oder als notwendiges Opfer für eine gute Sache empfunden, und die Moralkämpfer werden sich selbst auch noch als Martyrer vorkommen.

Strategisch denkende Menschen dagegen werden sich erst einmal von den ganzen angeblich typischen Offensichtlichkeiten des Bösen nicht bluffen lassen, selbst wenn sie von diesen oder anderen bösen Verhältnissen noch so erschüttert sein sollten. Denn mit dem ganzen noch so edlen (oder viel mehr noch geheuchelten) moralischen Gefühlsregungen ist noch nie etwas auf Dauer zum Besseren geändert worden.

Da nun mögliche Gegner - ganz gleich aus welchem Lager, denn Änderungen tun immer irgend jemandem weh - auch nicht schlafen und sich auf die geänderten Situationen rein äußerlich einstellen, ohne sich wirklich zu ändern, kann es in vielen Fragen keine konkreten Ratschläge für bestimmte Strategien geben.

Wirkliche Kämpfer müssen flexibel sein und sich den jeweiligen Situationen geschickt anpassen und das Beste daraus machen. Immerhin gibt es für diese Anpassung ein vom militärischen Denken abgeleitetes sogenanntes militärisches Kampfschema, das sich auch hervorragend beim Kampf gegen das sogenannte Böse in uns und um uns herum anwenden läßt. Die einzelnen Schritte dieses Schemas sind:

1.   Bild der Lage. Voraussetzung für jede erfolgreiche Strategie ist zunächst einmal ein zutreffendes inneres Modell von der Wirklichkeit: Kennen wir wenigstens einen einzigen Fall so genau, daß wir theoretisch den Tathergang mit allen Voraussetzungen und Motiven wirklich rekonstruieren können oder jagen wir am Ende einem Phantom hinterher, das es gar nicht gibt? Hat das alles dann auch seine überzeugende Plausibilität? Können wir von uns selbst in aller Ehrlichkeit sagen, daß wir unter denselben Umständen die entscheidende böse Tat nicht nur verstehen können, sondern uns sogar so in sie hineinversetzen können, daß wir sie auch selbst hätten begehen müssen, wenn wir in derselben Situation gewesen und vor allem auch nur denselben Informationsstand gehabt hätten? Geeignete Beispiele, wie wir uns solche bösen Tathergänge hineinversetzen können, finden wir zur Genüge in besseren Kriminalromanen oder - filmen: Die Detektive oder Kommissare können oft keinen Sinn in einem bestimmten Motiv oder in einem bestimmten Tathergang erkennen. Sie suchen daher so lange, bis sie einen wirklichen Sinn oder ein plausibles Motiv gefunden haben, das ihrer Vorstellungskraft (also ihrem Realitätsbewußtsein) entspricht. In gewisser Weise schließen sie dabei durchaus von sich auf andere (siehe Unterstellungen). Und wenn sie richtig liegen, können sie falsche Spuren ausschließen und kommen sogar auf die tatsächliche Spur des Verbrechens.

Wenn wir uns nicht auf diese Weise in einen Täter hineinversetzen können oder wollen, sollten wir die ganze Suche nach dem Grund des Bösen aufgeben, es kommt ohnehin nichts dabei heraus.

2.   Beurteilung der Lage. Da das Böse im Grunde immer durch das tragische Zusammenwirken verschiedenster Komponenten entsteht, wir haben ja im allgemeinen immer eine Art Komponentencocktail vor uns, ist es nun nie notwendig, gleich immer alles zu ändern. Man kann sich sogar oft genug eine der Komponenten geradezu frei aussuchen, von der man meint, daß da am ehesten die Chance zu einer Änderung besteht und daß dabei die eigenen Kräfte ausreichen. Und wer wirklich etwas ändern will, der wird auch immer einen lohnenden und aussichtsreichen Ansatz finden und überhaupt keinen Grund sehen aufzugeben. Als bedeutendster Ansporn, hier etwas mit Phantasie zu tun, hat sich da immer wieder das Eigeninteresse (siehe Egoismus) der Menschen erwiesen, bei dem es ja längst nicht nur um Materielles, sondern durchaus auch um Seelisches gehen kann. Ohne solches Eigeninteresse läuft wahrscheinlich nichts wirklich Vernünftiges, nur aus solchem Grund pflegen Menschen wohl stets solange herumzutüfteln, bis schließlich etwas herauskommt.

3.   Erstellen eines Plans. Ansatzpunkt für eine Strategie gegen das Böse kann im Grunde immer nur etwas aus dem eigenen Leben sein, das man sozusagen selbst "vorexerziert" und das auch wirklich von Bedeutung ist. Halten wir uns nicht bei den kleinen Nachlässigkeiten des Lebens fest und brüsten wir uns nicht schon als Vorbild, wenn wir da vielleicht besser sind als andere.

Wer nicht beim eigenen Leben anfangen will, läuft bei seinem Einsatz gegen das Böse höchste Gefahr, letztlich doch nur Heuchler zu sein und alles als nützlicher Idiot nur noch schlimmer zu machen. Ein genaues Lebenskonzept als Plan läßt sich dabei nie festlegen, denn auch das würde unflexibel machen und wäre daher unvorteilhaft. Doch wir können uns selbst Bedingungen, ohne die nichts geht, setzen und uns vornehmen, keine Kompromisse in wichtigen Dingen bei uns selbst zu akzeptieren. Für uns Christen sind die Zehn Gebote da immer eine sichere Richtschnur - gegen die verstoßen wir nie!

4.   Ausführung. Die Zehn Gebote bedürfen nun - wie alle gesetzesartigen Texte - der Übertragung auf Lebenssituationen. Am ehesten können wir dort etwas machen, wo es um das Gelingen des eigenen Glücks in der Einheit von Leib und Seele geht. Schließlich haben wir dabei sogar genügend Einflußmöglichkeiten auf andere, denn so wie wir uns selbst Bedingungen stellen, stellen wir sie ja auch für andere. Um das Gesetz des Handelns hier nicht aus der Hand geben, ist als sinnvolle Strategie das Einhalten einer Reihenfolge im Umgang mit anderen Menschen unerläßlich.

Bei konsequenter Einhaltung dieser Schritte ist nicht einzusehen, warum sich nicht recht bald ein Erfolg für uns selbst und andere einstellen sollte. Das hat es noch nie in der Menschheit gegeben, daß auf Dauer wirklich gute Strategien wirkungslos blieben.

Bei einer guten Strategie kann man es sich im übrigen leisten, fair zu spielen (oder zu kämpfen), und das auch noch dann, wenn andere das nicht tun. Das kann zum Beispiel so aussehen, daß man einen Gegner nicht vor anderen blamiert und ihn darüber hinaus auch noch wenigstens informiert, bevor man möglicherweise einmal etwas gegen ihn bei anderen vorbringt. Und ein guter Stratege weiß auch, daß man einem Gegner stets faire Chancen zu einem ehrenvollen Rückzug lassen muß, daß man also sein Seslbstwertgefühl keinesfalls ernsthaft verletzen oder gar zerstören darf, sondern es im Gegenteil noch stärken muß.

Wie es zu Strategien kommt

Man muss schon ein Problem sehen und an der Lösung tüfteln. Dann wird man auch offen für Impulse. Siehe unter Serendipity.

Und was hat das alles mit der Bibel zu tun (oder auch mit unserem Glauben)? Vermutlich kommen wir dem durchgängigen Anliegen der Bibel am nächsten, wenn wir sie unter dem Gesichtspunkt einer strategischen Wissenschaft sehen: Es geht nicht um Aussagen über die Realität, sondern darum, wie wir vernünftig leben sollen!

Vielfach wird die Bibel immer noch als Informationsquelle über die Wirklichkeit angesehen nach dem Motto: Stimmt das, was da geschrieben ist, ist das wahr, hat das so und so stattgefunden, ist das so und so gesagt worden und vor allem so oder so gemeint gewesen? Damit unterstellen wir, daß es in der Bibel um eine übliche Wissenschaft geht, also um wahr oder um falsch. Nach Auffassung von basisreligion liegen wir mit dieser Unterstellung jedoch zumindest bei dem wesentlichen Anliegen der Bibel falsch. Denn wir haben hier eine andere Art Wissenschaft vor uns, da geht es nicht um wahr und falsch von bestimmten Aussagen, sondern darum, ob dieser oder jener "Zug" sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, wenn es um das Gelingen des Lebens geht. Auch das ist eine Wissenschaft, jedoch eine, die in den Bereich des menschlichen Handelns gehört, die also den strategischen Wissenschaften zuzuordnen ist. Wenn wir die Bibel endlich einmal in diesem Sinn sehen würden, wäre alles viel einfacher! Bei basisreligion wird sie jedenfalls schon einmal so so gesehen!

Und in diesem Sinn entsprechen die vier Schritte einer sinnvollen strategischen Vorgehensweise genau dem, was wir in wirklichem christlichen Glauben unter heiligem Geist verstehen, sie sind sozusagen Kennzeichen dieses Geistes. Und sie werden daher auch im Sakrament der Firmung zusammen mit drei weiteren Eigenschaften, in denen es um die Gnade geht, besonders für junge Menschen von Gott erbeten. Aus der sinnvollen Strategie eines Menschen wird im übrigen ersichtlich, ob er wirklich das Gute will und das Böse nicht will und nicht aus irgendwelchen Behauptungen und Beteuerungen. Eigentlich müßte ja einem Menschen, der bei seinem Kampf gegen das Böse immer nur erfolglos ist, irgendwann einmal auffallen, daß es so nicht geht, wie er sich das vorstellt. Warum ändert er trotzdem seine Strategie nicht? Haben wir typische nützliche Idioten vor uns? Läßt das auf Dummheit oder Böswilligkeit schließen? In jedem Fall ist es ein Zeichen von Verfall, also von Dekadenz, unseres Glaubens.

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Hier einmal geeignete Literaturangaben:

Georg Klaus, Kybernetik und Erkenntnistheorie, Berlin 1972

Georg Klaus, Spieltheorie in philosophischer Sicht, Berlin 1968

Diese Bücher schreien einfach danach, auf persönliche Situationen von einzelnen Menschen angewandt zu werden, doch leider war das zur Zeit der Entstehung dieser Bücher (im sozialistischen Teil Deutschlands) nicht das Problem. Es ging damals um gesellschaftspolitische Probleme, es war die Zeit, als man versuchte, den Sozialismus wissenschaftlich zu begründen. Die in den genannten Büchern vertretene Philosophie eignet sich jedoch vermutlich viel weniger als Hintergrundwissenschaft für den Sozialismus, sie könnte viel  besser als philosophischer Hintergrund für einen erneuerten christlichen Glauben dienen!

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama) Computer-Übersetzung des Buchs HONESTY AND FUN WITH THE MORALITY ins Englische unter English !