Die SYMPATHIE ist ein Gefühl der Zuneigung eines Menschen zu einem anderen, das weder Freundschaft noch Liebe, mitunter noch nicht einmal persönliche Bekanntschaft voraussetzt. Die Sympathie läßt sich oft gar nicht verstandesmäßig begründen und äußert sich in starkem Mitgefühl sowie in einem Engagement für den Menschen, den man eben sympathisch findet. Freundschaft und Liebe haben Sympathie als Vorstufe und schließen sie ein. Es ist allerdings gefährlich und naiv, allein auf einer Sympathie eine intimere Freundschaft und erst recht eine Liebesbeziehung aufzubauen. Wie beim verwirrenden Augenkontakt ist die Gefahr einer bloßen Verliebtheit gegeben, bei der die Partner im Grunde überhaupt nichts Wesentliches miteinander verbindet. Bevor also da etwa eine nähere Kontaktaufnahme geschieht, muß man sich erst einmal klar werden, wie weit man einen sympathischen Menschen mit einer rosaroten Brille sieht, das heißt, wie und wer er wirklich ist. Siehe Menschenkenntnis, Charakter, Partnerschaft.

Das Gegenteil von Sympathie ist Antipathie. So wie die Sympathie dazu führen kann, daß wir uns zu unserem eigenen Schaden für einen Menschen entscheiden, kann die Antipathie dazu führen, daß wir uns zu unserem eigenen Nachteil gegen einen Menschen entscheiden.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)