Bei der TEMPELPROSTITUTION (auch kultische Prostitution) geht es nicht um Geschlechtsverkehr zum Gelderwerb, sondern zur Verehrung und zur Beeinflussung irgendwelcher Gottheiten (siehe Vielgötterei) oder aus sonstigen irrationalen Gründen (siehe Irrationalität), wie zum Beispiel aus dem Glauben an die Weitergabe magischer Kräfte.

Hintergrund sind einerseits uralte Vorstellungen von der Entstehung des Lebens und damit von unserem Ursprung und vom Göttlichen, und andererseits der Bedarf der einflußreicheren Leute, unverbindlich an die Mädchen und Frauen der untergeordneten und bisweilen auch von ihnen abhängigen Leute zu kommen.

Nicht nur in sogenannten primitiven Kulturen, sondern auch in Hochkulturen erklärten sich Menschen vor einigen tausend Jahren (und bisweilen auch heute noch) die Entstehung neuen Lebens durch eine Art geschlechtlicher Gemeinschaft eines Gottes und einer Göttin, also etwa von Sonnengott und Erdgöttin. Wir müssen bedenken, dass unsere Vorstellungen heute von Sperma und Eizelle ja erst durch neuere Erfindungen wie die des Mikroskops und durch andere Entdeckungen wie die des Augustinerpaters Gregor Mendel über die Gesetze der Vererbung möglich wurden (siehe Homunculus) und dass das Werden neuen Lebens trotzdem auch für uns immer noch etwas Rätselhaftes ist. Jedenfalls sahen frühere Menschen in der Geschlechtlichkeit das Wirken von Göttern, ja sie war für sie direkt Werkzeug der Götter. Nach dieser Auffassung war dann auch im Grunde jeder Geschlechtsverkehr Teilnahme am Schöpfungswerk der Götter und daher regelrechter Gottesdienst.

Nicht zuletzt dadurch lag es dann nahe, diesen Gottesdienst ohne jeden Zusammenhang mit einer festen Partnerbeziehung durchzuführen, einfach wenn es um die Bitte zu den Göttern um mehr Schöpfungsaktivität, also um Fruchtbarkeit, ging. Diese Entfremdung des Geschlechtsverkehrs von jeglicher wirklichen Einheit von Leib und Seele der Menschen und von der Erfahrung wirklicher Liebe ist immer eine Art Prostitution!

Wenn wir die ganze religiöse Verbrämung einmal beiseite lassen, erkennen wir sehr schnell, daß es sich auch mit dieser Prostitution weitgehend um eine Ausbeutung der Menschen (vor allem zunächst einmal von Frauen durch Männer) mit durch Aberglauben ausgelöster und lebendig gehaltener Angst handelt. Welche Eltern, die ihre Tochter wirklich lieben, würden sie z.B. schon freiwillig, also ohne solche Ängste, den Göttern opfern und ihr damit im Grunde jede volle menschliche Erfüllung in ihrem ganzen weiteren Leben zunichte machen?

Allerdings sind diese Gefühle bisweilen auch schon so in Vergessenheit geraten, dass sogar die "Opferung von Mädchen" regelrecht zum Sinn des Lebens geworden ist oder daß es zumindest so scheint. Siehe etwa die Website über die Sitten der Kambodschaner im 13. Jahrhundert - wie die damals ihre Mädchen feierlich entjungfern ließen:  http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-/books/3898111830/reviews/ref=cm_rev_more_2/028-1306914-4120524. Sollte der Link nicht mehr funktionieren, bitte ich um Nachricht - siehe KONTAKT.

Siehe hierzu auch die Seite: https://nachrichtenbrief.wordpress.com/category/religion/, hier zitiert unter Matriarchat. Der Verfasser schreibt, dass die kultische Prostitution die "schonungsloseste Ausbeutung von Frauen" ist.

Im einzelnen unterscheidet der Psychologe und Kulturhistoriker Ernest Borneman bei der Tempelprostitution drei Erscheinungsformen:

  1. Heilige Hochzeit: Paarung zwischen Priester und Priesterin, zwischen Priesterin und Gläubigem oder zwischen Priester und gläubiger Frau. Durch den Ritus der Paarung will man Fruchtbarkeit der Gläubigen und ihrer Tiere und Felder erlangen.

  2. Unheil abwehrende Prostitution: Einmalige Hingabe der unverheirateten Frau vor der Eheschließung. Da die Frau durch den Eintritt in die  Ehe gegen das Gebot der Gottheit verstößt, jede Frau müsse der Fruchtbarkeit halber jedem Mann zur Verfügung stehen, der sie haben will, muß sie sich in einem symbolischen Opfer dem erstbesten Mann hingeben, der sie haben will.

  3. Hierodulenpaarung: Paarung zwischen dem Gläubigen und der Dienerin der Gottheit. Die Dienerin der Gottheit dient hier als Mittlerin zwischen Gottheit und Mensch; durch die Darbringung ihres Körpers stellt sie die Verbindung mit der Gottheit her. Der Orgasmus des Gläubigen, der Augenblick der Selbstaufgabe, galt als der Moment der Selbstaufgabe, in dem die Gottheit sich enthüllte. Die Dienerin der Gottheit (also die "Gottesbraut") nahm nicht an der Ekstase teil, sie war nur Instrument der Gottheit, so wie der katholische Priester in der Beichte die Absolution als Mittler zwischen Gott und Mensch erteilt.

Eigentlich gehört allerdings auch noch zur kultischen Prostitution, wenn etwa im Namen eines Gottes (jenseitig oder diesseitig!) ein Kind gezeugt werden soll, so wie bei den ägyptischen Königinnen, denen zu diesem Zweck ein "Botengott" erschien (siehe unter Jungfrauengeburt), oder wie beim chinesischen Kaiser, zu dem möglichst viele Frauen an ihren fruchtbaren Tagen gebracht wurde, damit es in China schließlich viele Gotteskinder gab (siehe unten).

Tempelprostitution gibt es auch heute noch - und nicht zu selten! Die sogenannte klassische Tempelprostitution treffen wir vor allem noch in Indien an, wenn etwa dort jährlich einige tausend Mädchen aus niederen Kasten als Devadasis (= als Gottesbräute) mit der Göttin Yellama verheiratet werden, was auf nichts anderes als auf typische Hierodulenpaarung-Tempelprostitution hinausläuft. Der Großgrundbesitzer nimmt dann die Entjungferung im Auftrag des Kultpriesters vor, und dieser erhält dafür eine Spende, mit der er unter anderem seinen und seiner Familie Lebensunterhalt bestreitet. Wenn die Göttinnenbräute dann beim Großgrundbesitzer ausgedient haben, landen sie meistens in den Großstädten in gewöhnlicher Prostitution unter oft völlig menschenunwürdigen Bedingungen.

Zwar ist diese Art des Missbrauchs junger Menschen im heutigen Indien, wo sie zu der dort vorherrschenden Religion, dem Hinduismus gehört, gesetzlich verboten (siehe eine "atheistische Homepage"), doch kann die Einhaltung entsprechender Gesetze ja nicht kontrolliert werden. Das einzige, was wohl verschwunden ist, ist die Weihe der nackten Mädchen im Tempel an die Gottheit, denn die ist das einzige, was bei dem ganzen Kult nach außen auffällig ist. Meist stammen die betroffenen Frauen aus den unteren Gesellschaftsschichten, doch es gibt auch Tempelprostituierte (oder beschönigender ausgedrückt "Tempeltänzerinnen") aus höheren Kasten, die dann in vornehmeren Tempeln ihren Dienst tun. Sie führen rituelle Tänze auf, in denen sie symbolisch die Liebe und Sehnsucht zwischen Gott und Mensch darstellen und wie diese sich gegenseitig suchen und voll Entzücken ineinander aufgehen. Wenn der Tempelgott in seinen ehelichen Rechten von Priestern oder männlichen Tempelbesuchern vertreten wird, vollziehen die beiden Partner einen Opferakt, der zum Heil führt, da die heilige Paarung zum Verlust des Ich und zum gleichzeitigen Aufgehen in der Einheit göttlicher Wonnen führt.

In dem Buch "Das Laster in Bombay" schildert der Verfasser Allen V. Ross (London 1969) eine phantastische Begegnung mit einer indischen Tempeltänzerin (zitiert nach Bellinger "Im Himmel wie auf Erden", München 1993, Seite 219):

"Das Mädchen trat leise auf nackten Füßen ein. Sie kniete vor mir nieder und küßte meine Füße. Es sah sehr gut aus, war etwa dreißig Jahre alt und hatte ein Gesicht, das welterfahren und kindlich zugleich wirkte. Der Körper war vollkommen in einen transparenten Sari aus goldener Seide eingehüllt. Hände, Füße und Kopf waren bloß, mit Ausnahme von einigem Schmuck, der bei jeder ihrer Bewegungen leise klirrte. Sie begann ohne jegliche musikalische Begleitung zu tanzen. Diese Devadasi übermittelte mit jedem kleinen Zucken ihrer rot geschminkten Lippen unverhüllte Sexualität; desgleichen mit den Gesten ihrer Hände, mit den Bewegungen ihres Kopfes, mit dem Stampfen ihrer Füße, mit dem Rollen ihrer Augen. Das Beben, Öffnen und Schließen ihrer Nasenflügel, das geschmeidige Wenden und Drehen ihres festen und doch so nachgiebigen Körpers...dies alles war schon eine wahrhaft erstaunliche Vorstellung! Ich konnte die elektrische Ausstrahlung des erotischen Zaubers des Mädchens spüren, und dabei kam es mir vor, als benutzte sie nur einen Bruchteil ihrer tatsächlichen Fähigkeiten und Geschicklichkeiten. Ihr Tanz, langsam und ekstatisch, war höchst symbolisch und ließ verschiedene sexuelle Stimmungen erkennen, angefangen von Verlockung über Reiz bis zur Verführung und schließlich bis zur Verzückung.

Der Tanz mußte etwa eine Stunde gedauert haben, und ich war vollkommen davon hingerissen.

Danach ergriff sie Besitz von mir. Sie schlüpfte zierlich aus ihrer Bekleidung und stellte dabei einen Körper von wilder, zimtbrauner Farbe zur Schau. Sie forderte mich auf, mich auf die Matte zu legen. Danach gab es nur noch meinen Lingam (= den die Gottheit symbolisierenden Penis) und ihre Yoni (= weibliches Gegenstück dazu) in kosmischer Vereinigung. Ihre Intimitäten ergriffen und packten mich. Ich wurde verschlungen. Sie war das, was die Hindus saraotastryan ("Nußknacker-Frau") nennen, und zwar wegen der erstaunlichen Macht ihrer Schließmuskeln. Ich verlor beinahe den Verstand. Die ganze Zeit gab sie murmelnde, summende Laute von sich und versetzte mich dadurch in einen Zustand der Trance. Plötzlich gab es eine Explosion in meinem Gehirn, und ich fühlte mich in einer anderen Dimension. Es gab erstaunliche Lichter und phantastische Farben. Die Wände schienen zu schmelzen, und ich verspürte Ekstase in jeder Zelle meines Körpers."

(Und hier die entsprechende Stelle im Originaltext, hier ist im letzten Satz nicht nur von "Ekstase", sondern von der "Ekstase der Liebe" die Rede. Damit ist allerdings nur die körperliche Liebe gemeint, wenn auch in einer besonders intensiven Form, und nicht die Liebe der Einheit von Leib und Seele, wie sie in dieser Website als das Ideal dargestellt wird:

T H E    M A G I C    I N D I A N    D A N C E R

The beautiful girl walked in slowly, barefoot. She knelt before me and kissed my feet. She was very beautiful, looked almost thirty and, to my astonishment her face was mature and childish at the same time. Her whole body was covered with a transparent sari of golden silk. Her head, hands and feet were not covered, but she wore some gold jewels which made crystalline sounds when she moved.
She started to dance without any orchestra. This Devadasi gave off such extraordinary sexuality through every contraction of her full lips, with the way she moved her hands, her head and her eyes, with the way she stamped her feet. The opening and the closing of her nostrils, the sinuous twisting of her firm but flexible body were an amazing and deeply transfiguring performance. I felt that the deep electric loads of the girl's passionate sensuality were growing stronger and stronger and it seemed to me that she used only a little part of her great capacities. Her slow and ecstatic dance was profoundly symbolic, giving off different love moods, starting from attraction and challenging up to seduction and finally ecstasy. It must have lasted for hours on end, but I must confess that eventually, I felt completely under her spell. Then we made love. When she took off her clothes I realized it wasn't just an ordinary striptease. Her clothes slipped delicately, revealing a vital and supple body, of the colour of cinnamon. Then she told me to lie down on the mat. Afterwards there remained nothing but my lingam which seemed to refuse ejaculation and her yoni in a cosmic union.
Her frenetic intimacy full of sensuality overwhelmed me. I felt devoured. It was what the Hindus call "saraotastryan" or "the nut-breaker woman" because of her strong vaginal muscles. Drunk with happiness I almost lost my mind. She murmured all the time mantra sounds which induced me a trance-like state of mind. Suddenly I felt my brain exploding with a divine and extraordinarily profound happiness and I felt I discovered another world. There were white and shining lights and intense, marvellous colours. It seemed to me that the walls were melting and, dilated in the blissful boundlessness of the universe, I felt that the ecstasy of love was strongly penetrating every cell of my body. Quelle:
http://members.shaw.ca/koruna/links/indian_dance.html)

Interessant bei dieser Schilderung ist, daß das ganze Erlebnis nicht durch Zärtlichkeiten eingeleitet wird, sondern allein durch Stimmungen, die sich immer mehr steigern. Dadurch wird schließlich eine Verschmelzung der beiden Menschen (von "Partnern" kann man ja wohl nicht reden, jedenfalls nicht von echten) erreicht, die als überwältigende faszinierende Grenzerfahrung empfunden werden.

Dass die kultische Prostitution oder auch Tempelprostitution in Indien oder besser im Hinduismus in den allermeisten Fällen eine ziemlich gewöhnliche Prostitution ist, dazu noch unter dem Deckmäntelchen einer religiösen Verehrung, ist eindeutig. Siehe auch Devadasi.

Und wie das ganze auch woanders als in Indien heute noch passiert:

Von einem weiteren Hinweis auf heute praktizierte Tempelprostitution erfuhren wir bei der Inthronisation des japanischen Kaisers Akihito im November 1990. Dort soll sich in einer geheimen Zeremonie der Kaiser - diesmal nicht mit einer Dienerin der Gottheit, sondern unmittelbar mit der Sonnengöttin Amaterasu - auf ein eigens für diesen Akt vorbereitetes Lager niedergelassen haben, auf dem die beiden dann den Beischlaf symbolisch vollzogen. Dabei soll die göttliche Seele auf den neuen Kaiser übergegangen sein. Und natürlich bleibt es nicht bei den entsprechenden Riten in den "oberen Schichten", immer vollziehen auch die normalen Menschen solche "Riten", siehe etwa die merkwürdige Feier der Liebe anlässlich des westlichen Weihnachtsfestes in Japan (siehe auch Shintoismus).

Etwas pragmatischer schienen da die Chinesen gewesen zu sein, hier ging es offensichtlich weniger um die Übertragung von Energien, sondern, dass der Kaiser möglichst viele Söhne zeugte: So hatten viele chinesische Kaiser (noch bis 1911) genau 365 "Frauen", und jeden Abend wurden ihnen in strengem Hofzeremoniell 20 Bambusstäbchen mit Namen von solchen Frauen, die gerade in den fruchtbaren Tagen waren, vorgelegt, aus denen sie dann auswählten. Und nachts wurden diese dann von zwei Kastraten ihnen mit einem Tuch bedeckt und darunter nackt in einem tragbaren Bett in seinen Audienzraum zum "Kult" gebracht (Information durch Zhao Xinshan, Professor in Shanghai). Jedenfalls sind ähnliche Kulte aus dem alten Vorderen Orient zur Genüge bekannt.

Überhaupt werden in vielen Kulturen sexuelle und geistige Energien als identisch angesehen. In Nordafrika gibt es heilige Männer, denen Ehemänner und Väter ihre Frauen und Töchter bringen, weil sie davon überzeugt sind, daß Geschlechtsverkehr mit einem solchen Mann für sie segensreich sein wird. Und wieder in Indien - einem Land, wo es sozusagen "nichts gibt, was es nicht gibt", gibt es genügend Gurus, also die dortigen heiligen Männer, die Mantras, also geistige Geheimnisse, an Frauen mittels Sex weitergeben. Nicht nur in den neuen Jugendsekten, so in der "Vereinigungskirche", bei "Bhagwan", bei den "Kindern Gottes", sondern auch bei einigen der klassischen Sekten, wie den "Mormonen", gibt es oder gab es zumindest die Vorstellung der Weitergabe geistiger Kräfte mittels Sex.

Für die alttestamentlichen Juden (und auch für die frühen Christen) war dagegen jeder Geschlechtsverkehr, der nicht im Einklang mit der Liebe eines Mannes zu seiner Frau und damit einer Partnerschaft stand, allerdings schlicht und einfach Götzendienst.

Tiefster Sinn der Adam-und-Eva- oder der Sündenfall-Erzählung ist die Verurteilung und Verdammung der kultischen Prostitution jeglicher Form (siehe auch Kamasutra) - wie natürlich auch jeglicher normalen Prostitution. Gerade das Erlebnis der höchstmöglichen Ekstase zweier Menschen darf allein unter lebenslang verbundenen Gefährten geschehen. Es ist sozusagen der Pfeffer einer Beziehung. Und wenn sich vor vollendeten Tatsachen abzeichnet, daß solche höhere Intensität nicht auf eine Beziehung zutrifft, so sollte das eine Warnung sein, also abbrechen oder auslaufen lassen! Wir haben es hier mit einer Bedingung, ohne die nichts geht, zu tun! Ansonsten besteht die höchste Gefahr, daß unerfüllte Partner schließlich aus der Beziehung ausbrechen und woanders ihre Erfüllung suchen.

Da nun Menschen immer wieder glaubten und noch glauben, die Natur (oder auch Gott, wie man es nimmt) überlisten zu können, und bei der Partnerwahl nicht genau hinfühlen, ob der erwählte Partner wirklich der richtige ist, sind die Verdrängungen, die sich aus der Nichterfüllung zwangsläufig ergeben, sozusagen an der Tagesordnung. Und so gelang auch bisher nicht nur eine vollständige Beseitigung der Tempelprostitution nicht, sondern bisweilen wurde sogar ausgesprochene kultische Prostitution bis in die neuere Zeit selbst des Christentums geduldet und sogar noch gefördert. Es ist zwar eine Schande für unseren Glauben und beweist seine völlige Entfremdung vom Anliegen Jesu, doch es ist leider wahr, daß es zum Beispiel zur Steigerung der Einnahmen für den Bau des Petersdoms in Rom vor fünfhundert Jahren sogar päpstliche Bordelle in Rom gab. Damit die heiligen Prostituierten damals nicht auch noch religiös verkamen, das heißt wohl, damit sie nicht auch noch die letzten Reste ihres schon längst zum Aberglauben verkommenen christlichen Glaubens über Bord warfen, wurden sie allmorgendlich zur Frühmesse getrieben...

Und heute? Was soll man davon halten, wenn eine überzeugende Pädagogik, junge Menschen zu Monogamie und Partnerschaft zu führen, einfach nicht stattfindet, obwohl dies leicht möglich wäre und auch in unserem christlichen Glauben eigentlich vorgesehen scheint (siehe Kindererziehung und Erstkommunion)? Und wenn also das naive Reinfallen und damit Promiskuität durchaus einkalkuliert wird? (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)