TRADITIONALISTEN werden in der katholischen Kirche diejenigen genannt, die die Öffnung des Zweiten Vatikanischen Konzil nicht mitgemacht haben und daher in ihren Gottesdiensten noch die lateinische Kirchensprache beibehalten haben und auch andere Neuerungen im katholischen Glauben ablehnen, weil sie angeblich nur eine Verwässerung bedeuten und wirklichem katholischen Glauben schaden. Moderne Bibelauslegung (siehe etwas Entmythologisierung) ist für sie etwa ein Greuel. Nach ihrer Meinung ist nur der traditionelle Glauben wirklicher Glauben, der auch die Chance hat, unsere heutige Welt zum Positiven zu verändern.

Ganz abgesehen von der Problematik, die solche Ablehnung mit sich bringt, steht und fällt alles mit dem Ansatz von Glaube und Moral. Und die Traditionalisten verfechten nun einmal auch einen Ansatz vom Glauben her, also einen "pharisäischen" (siehe Pharisäer) oder auch "inquisitorischen Ansatz" (siehe Inquisition). Damit stehen sie im Widerspruch zu einem Glauben in der Nachfolge Jesu. Während die Opus-Dei-Anhänger sich auf alle Fälle Papst und Kirche verpflichtet fühlen, gehen Traditionalisten durchaus ihre eigenen Wege.

Eine Traditionalistenseite ist etwa http://prhl.crosswinds.net/index.html , der Verfasser dieser Seite geht sogar so weit, daß er (mit anderen) alle Päpste sein Pius XII nicht anerkennt.

Im nichtkatholischen Bereich entsprechen den Traditionalisten die Fundamentalismen.

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)