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VATER-TOCHTER-GESPRÄCH
Liebe Väter! Mischen Sie sich
massiv aber deswegen nicht langatmig in die Erziehung ein! Denn
schwache Väter produzieren schwache Töchter – und die werden später
schwache Frauen!
Wenn so
manche Freunde von mir mitbekommen, wie ich auch bisweilen mit jungen
Mädchen unterwegs bin, dann merke ich im Allgemeinen, dass sie darüber
ziemlich verwirrt sind und dass vor allem keinerlei Vorstellung
besteht, über was man sich so auf einer gemeinsamen Fahrt unterhält und
was man etwa an einem Strand so treibt, sondern trotz aller
Erklärungen von mir existieren nur abstruse Phantasien, offenbar
schließt jeder von etwas, was man so sagt oder was er über
irgendwen gehört hat, auf alle oder gar von sich selbst auf andere! Das
mit der Nacktheit muss hier wohl für die meisten so eine Art
Totschlaghammer für alle weiteren Gedanken sein. Schade...
Manche
fortschrittlichen Freunde meinen auch, dass das doch alles absolut
überflüssig ist, was ich da mache, sie wären mit ihren Kindern im
Familienbereich sehr offen, hätten keine Probleme mit der Nacktheit,
doch woanders, sozusagen auf dem "Präsentierteller", nein danke! Dazu
kann ich nur sagen, dass diese Freunde genau den Knüller des Ganzen
nicht begriffen haben. Abgesehen davon, dass ich immer wieder
heraushöre, dass sie Nacktheit und Sex durcheinander bringen und dass
das, um was es mir geht, mit Präsentierteller überhaupt nichts zu tun
hat, lernen die jungen Menschen doch gerade im Umgang mit anderen die Menschenkenntnis und
Lebensklugheit, die sie nun einmal brauchen für
ihren eigenen Weg. Erst dann kann sich ja ein Gespräch zwischen jungem
Menschen und Vater daraus ergeben, und das ist doch das Wichtige! Und
wie die jungen Leute die Menschen unterscheiden lernen, ob man das
kann oder nicht, warum die einen wohl so sind und andere nicht, wer die
mit den Problemen sind, wer die eher Gefährlichen sind, oh, da bekommen
die jungen Menschen schnell ein Gespür! Und gerade auch als Vater hat
man schließlich eine ganz andere Position!
Wir müssen den Zusammenhang
zwischen Nacktheit und den folgenden Gesprächen etwa sehen wie den von
Kanone und Munition oder Flasche und Inhalt oder Auto und Sprit oder
Hardware und Software: Das eine ohne das andere bringt gar nichts, so
ist auch Nacktheit allein ohne die entsprechenden Gespräche hohl und
schließlich auch sehr oft regelrecht widerlich – zumindest für die doch
im Allgemeinen unverdorbenen jungen Leute. Und wir dürfen uns nicht
wundern, wenn sie irgendwann keine Lust mehr drauf haben, wenn es die
entsprechenden Gespräche eben nicht gab.
Ach ja, es
ergeben sich schließlich noch weitere Gespräche (gerade auch am
Strand), etwa, ob die, die auch am Strand Unterwäsche brauchen
(was sind diese Hös´chen und Oberteile denn sonst?),
alles
Heuchler
sind,
weil sie etwas verstecken müssen. Auch das ist ein
Thema, dass junge Menschen nicht so hart sein sollten (junge Menschen
neigen zur Härte), wenn sie ihre Enge erst einmal überwunden
haben, schließlich haben sie ja vor nicht langer Zeit auch
noch so gedacht, und sich einmal in die anderen Menschen
hineinversetzen sollten, die eben keinen solchen Vater hatten...
Ein Vater
kann also sagen - ja am besten am Strand oder nach einer solchen
"Begebenheit" (zwar
sind
nur
die Sätze des Vaters ausgeführt, doch die Antworten und
Fragen der Tochter ergeben sich fast schon von alleine, wenn sie
merkt,
dass der Vater reden kann und will):
-
"Na
seht ihr, es macht euch gar nichts, und das merkt ihr
doch auch, dass ihr ganz offensichtlich allein wegen der Nacktheit wohl
keineswegs gierig auf Sex seid, selbst wenn außer uns noch andere
Leute, darunter auch Männer, ohne alles herumlaufen. Und ihr
seid nicht nur nicht gierig, sondern doch auch gar nicht irgendwie
verschreckt. Das alles war also ganz offensichtlich nur eingeredet oder
meinetwegen auch kulturbedingt. Wo also ist das Problem? Das einzige
Problem ist vielleicht für euch, dass man hier kaum Jungs sieht, aber
nicht, weil ihr jetzt scharf seid, sondern einfach, weil es schöner
wäre. Ja wo sind die Jungs eigentlich? Ich habe schon Mädchen erlebt,
die mit mir auch – wie ihr jetzt – früher einmal mitgekommen sind, dass
die von den Jungs als Heuchler redeten, weil die ihre Badehosen
brauchen. Klar, unter denen gibt es schon Spanner, doch ihr solltet
nicht hochmütig sein. Seid ihr nicht bis vor Kurzem auch so verklemmt
gewesen wie die? Und gerade die Jungs haben doch zunächst einmal ihre
Schwierigkeiten, weil man bei ihnen doch mehr sieht als bei euch, und
meinen schließlich auch noch, dass so, wie sie sich verhalten, typische
Moral ist? Und auch bei denen war doch niemand da, der ihnen gesagt
hat, was wirklich los ist. Hier gibt es schon eine Aufgabe auch für
euch, und ihr habt sicher bessere Chancen als ich, dass die sich
ändern!"
-
"Und
was soll jetzt hier eklig oder gar pervers sein, wie
eure Kameraden meinen? Dann wärt ihr ja auch pervers jetzt, weil ihr
das hier ganz offensichtlich doch nur lustig findet? Die Gefahr ist
doch allerdings eher, wenn man etwas Harmloses und gar Unschuldiges
eklig und pervers findet, dass man dann das, was wirklich eklig und
pervers ist, nicht als solches erkennt und schließlich dabei auch
mitmacht! Jedenfalls müssen solche Erlebnisse wie hier mit den
entsprechenden Unterhaltungen vermutlich gerade für junge Menschen
sein, damit sie sich ganz einfach entkrampfen und normal werden."
-
"Es
kann ja sein, dass ich anormal oder gar nicht richtig
gesund bin, doch auch ihr – und gleich ihr beide?"
-
"Überhaupt
–
diese Moralapostel lassen einem ja
gar keine Chance, entweder man fällt in einer solchen
Situation übereinander her, dann ist es sowieso falsch, und wenn man es
nicht tut, dann ist man eben nicht normal und nicht gesund.
Entweder Männer sind Schweine, und wenn sie es nicht sind, dann sind
sie krank. Ja, so einfach ist das für die. Merken die
eigentlich nicht, was für einen Schrott sie in ihren Köpfen haben?"
-
"Natürlich,
diese
Unbefangenheit
jetzt
zwischen uns kann
ja auch das Resultat einer selbsterfüllenden Prophezeiung sein, also
allein deswegen, weil ich euch beeinflusst habe, dass das alles hier
kein Problem ist, deswegen ist das auch so. Aber es kann ja auch eine
selbsterfüllende Prophezeiung sein, dass in Wirklichkeit eigentlich
alles völlig normal ist, was wir hier machen, schließlich kam es ja zur
Menschwerdung des Menschen im warmen Afrika vor ein paar hunderttausend
Jahren wohl auch im Zustand der Nacktheit. Vermutlich sind die jungen
Leute auch heute noch erst einmal von Natur aus sehr moralisch,
allerdings unterstellen die Erwachsenen und dabei vor allem die von den
Steuerzahlern nicht zu schlecht bezahlten Pädagogen und deren
Professoren euch regelrechte Notgeilheit und Oberflächlichkeit oder sie
reden euch das sogar ein – und dann wird das alles schließlich auch so,
eben wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Und in diesem
Zusammenhang fällt denen schließlich nichts anderes ein, als euch im
Gebrauch von Pillen und Kondomen und in der Vermeidung von
Geschlechtskrankheiten zu unterweisen."
-
Ja,
warum überhaupt diese ganze Scham? Was verstecken wir
denn hier eigentlich? Die bestimmten Körperteile können es ja
eigentlich gar nicht sein, denn wir wissen doch längst, wie die
aussehen? Es kann sich also nur um eine typische Ersatzhandlung sein,
weil wir Psychisches zu verstecken haben! Und das kann doch nur sein,
dass wir mit der Sexualität nicht fertig werden, dass wir damit unsere
Probleme haben, dass wir etwas anderes vorgeben als was wir wirklich
sind, dass wir Masken tragen, dass wir also nicht offen sind, dass wir
vielleicht sogar falsch und hinterhältig sind – und auf alle Fälle
unreif?"
-
"Was
mögen das wohl für Menschen sein, die euch jungen
Leuten diese irrationale Scham und damit auch jede Menge Ängste
anerziehen, aus denen ihr kaum vernünftig herauskommt, und allerdings
mit keinem Sterbenswort sagen, wie man nun wirklich reinfällt und euch
also auch keine sinnvollen Strategien dagegen beibringen? Dabei ist
dieses "Zum-Spielball-geiler-Männer-Werden" doch wirklich würdelos und
schädlich für die Seele! Und dann gehen solche Leute, die das
Versteckspielen nötig haben, hin und machen draus einen besonderen
Wert, der angeblich geschützt werden muss, und labern von einer
besonderen Intimsphäre,
offenbar um von
ihren eigenen und den wirklichen Problemen abzulenken. Ja was denn
sonst? Ob das gute Menschen sind? Wirklich gute Menschen würden sich
doch anders verhalten – oder etwa nicht? Ich jedenfalls sehe immer
gleich rot, wenn ich nur das Wort Intimsphäre höre, da
kommt doch immer nur so etwas Verdrehtes!"
-
"Dabei
ist
doch
das
alles hier nun wirklich unschuldig
und bringt garantiert nur harmlosen Spaß und dazu auch noch einen
gehörigen Schub an Selbstbewusstsein und schadet niemandem, doch genau
das wird verteufelt als etwas ganz Schlimmes. Bei der Herumprobiererei
mit richtigem Sex, die euch dagegen als normal hingestellt und sogar
schon fast ausdrücklich empfohlen wird, weil sie angeblich zur
seelischen Gesundheit gehört, ist das nun wirklich ganz anders, dabei
leidet nun wirklich die Seele... Und es ist doch auch nicht so, dass
ihr jetzt überall splitternackt herumlauft, wie mir immer wieder gesagt
wird, als ob ich euch junge Menschen dazu verleiten wollte."
-
"Und
man kann es deutlich hören und sehen, wie euch diese
Freiheit hier Spaß macht, deren Hintergrund ja die bessere Information
ist. Wer weiß, wie etwas passiert, weiß auch, wie etwas nicht passiert,
wer weiß, wo die Fallgruben sind, weiß auch, wo sie nicht sind, er kann
also viel freier sein. Das ist überhaupt der Charme einer konsequenten
Moral oder eben einer Moral nach den Spielregeln Gottes, wie man die
Zehn Gebote auch nennen kann: Jetzt werden Dinge möglich, die sonst nie
und nimmer möglich wären – wie wäre das also mit einer weiteren
gemeinsamen Reise?"
-
"Aber
Spaß
und
Sachlichkeit
im Zusammenhang mit Moral ist
ganz offensichtlich von denen da oben gar nicht vorgesehen, die
wissen gar nicht, wovon ich rede. Die können sich nur vorstellen, dass
Moral etwas mit Unterdrückung und Traurigkeit und Langeweile zu tun
hat, und ihr diese sexuellen Affären daher trotzdem tut. Und dann sagen
genau dieselben Leute, die im Hinblick auf die Nacktheit so moralisch
tun, auf einmal: "Was soll´s, wir sind damit ja auch klar gekommen!"
Wirklich? Und wenn ihr damit nicht klar kommt, dann sollt ihr beichten
gehen oder etwas Vergleichbares nach eurem Glauben machen, und wenn´s
das nicht bringt, dann war euer Glaube eben nicht gut genug."
-
"Ja,
warum sagt man euch nicht, wie man wirklich
reinfallt, und motiviert euch daher auch nicht, die passenden
Strategien zu entwickeln, damit das von vornherein nicht geschieht? Es
kann ja nicht nur Unwissenheit der Erwachsenen sein, denn viele kennen
meine Ansätze, etwa die von den `Vier Gesprächen zum Thema Liebe und
Partnerschaft´. Doch sie bringen ihre Kinder um nichts in der Welt
dazu, sich damit auseinanderzusetzen. Warum wohl nicht? Dummheit oder
gar Böswilligkeit? Oder einfach, damit ihr nicht zu selbständig werdet
und lieber in einem Dauerangstzustand bleibt – also Verschweigen der
Wirklichkeit als Herrschaftsinstrument?"
-
"Es
gibt auch noch eine andere Version: Wenn ihr nämlich
zu pfiffig seid, kommen die Jungen nicht mehr an euch ran und werden
nicht mehr ihr Sperma los und können sich also nicht entspannen. Die
Folge ist, dass sich deren Aggressionen aufstauen und sie am Ende auch
noch rechtsradikal werden. Einmal ganz abgesehen davon, dass das mit
der aufgestauten Aggression im Zusammenhang mit Enthaltsamkeit sowieso
wissenschaftlicher Unfug ist, ist das wahrlich eine tolle Begründung,
euch nicht sachgerecht zu informieren, damit ihr dabei mitmacht – doch
dafür seid ihr nun wirklich zu schade! Das allerdings ist den linken
Vögeln, die so etwas vertreten, völlig egal!" (Anmerkung: Einen Hinweis
auf die vorzugsweise politische Richtung dieser Vögel spare ich
mir!)
-
"Oder
es
gibt
noch
einen ausgesprochen bösen Grund, euch
nicht richtig zu instruieren, weil man sich nämlich die Chancen für
unverbindliche Abenteuer selbst nicht verderben möchte? Aber die
Frauen, warum reden die nicht vernünftig? Vermutlich sollt ihr es nicht
besser haben als sie selbst?"
-
"Die
typischen Jungfrauenknacker rechtfertigen ihr Tun ja
auch damit, dass sie euch letztlich nur Gutes tun, weil sie euch von
der Leibfeindlichkeit und Verklemmtheit befreien und ihr jetzt wirklich
leben könnt. Seht ihr, jetzt braucht ihr deren ach so uneigennützige
Hilfe nicht mehr! Und ihr macht es viel besser, weil ihr euch auch
nicht die nächsten Probleme aufhalst."
-
"Merkwürdig
ist
auch,
dass
diese Schammoral ja
sowieso längst durchlöchert ist, so empfindet niemand etwas dabei, wenn
ihr beim Frauenarzt eure Hös´chen herunter lasst, doch wenn das einmal
bei einem anderen Menschen passiert, dann läuten bei den ach so
moralischen Menschen immer gleich alle Alarmglocken. Dabei ist das hier
auf alle Fälle viel diskreter (!) und dann geht es doch darum, richtige
und falsche Moral unterscheiden zu lernen und das auch noch im
Zusammenhang mit nun wirklich nichts Problematischem, und von daher
dann um seelische Gesundheit, doch die schert die verklemmten
Moralisten überhaupt nicht."
-
"Ganz
offensichtlich
hat
mein
alter Professor
Pater Rupert Lay völlig Recht, wenn er sagt, dass es bei der Moral zwei
Varianten gibt, die eine im Sinn von Sittlichkeit, eigentlich die
wirkliche Moral, und die andere im Sinn von
Sittsamkeit, dass es also
so aussehen soll, als ob man moralisch sei, aber mit wirklicher Moral
hat die ja nichts zu tun. Na und welche Moral haben wohl ganz
offensichtlich die meisten Menschen im Kopf? Und welche erziehen sie
also euch jungen Menschen an? Doch eindeutig nicht die im Sinn von
Sittlichkeit, sonst würden sie ja gerade die jungen Mädchen nicht so
sinnlos mit Ängsten belasten, sondern ihnen konkret beibringen, wie sie
es vernünftig machen können. Also erziehen sie zu einer rein
äußerlichen Sittsamkeit, einer Ersatzmoral, einer Scheinmoral. Das
Problem dabei ist allerdings, dass sie wegen dieser Scheinmoral nicht
nur verlernt haben, was richtige Moral ist, sondern auch, wie sie
gelehrt werden kann. Daher werden gerade sehr moralische Menschen über
manches in diesem Buch entsetzt sein. Allerdings muss man einerseits so
manchen alten Leuten zugute halten, dass sie über das alles
nicht nachdenken und einfach der Masse hinterher laufen, zudem ist ja
oft auch der Lack ab, wenn sie anfangen nachzudenken, und dann genieren
sie sich eben, weil sie nicht mehr so gut aussehen. Und andererseits
sind ja auch nicht alle automatisch koscher, die sich vom Mainstream
frei machen. Wichtig ist also, ob und wie man mit den Leuten reden kann
und wie etwas eingefädelt wird."
-
"Ja,
einer meiner Kritiker erzählte mir, dass es für ihn
ein Horror wäre, wenn seine Tochter mit so einem alten Mann wie mit mir
unterwegs wäre. Was soll denn das schon wieder? Es kommt doch wohl
nicht drauf an, mit wem ein Mädchen unterwegs ist (also ab 30 schon
schlecht, erst recht ab 50?), sondern was die beiden miteinander
treiben? Und wenn er dann seine Tochter vor all solchen Harmlosigkeiten
mit alten Männern bewahrt hat und sie dann allerdings nach
einer Intimpartnerschaft mit einem Partner ihres Alters gleich die
nächste anfängt, dann ist ihm das auch nicht Recht. Natürlich sieht er
hier nicht die eigene Verklemmtheit und auch nicht den eigenen Schrott
im Kopf als Ursache, das Harmlose wurde von ihm ja erfolgreich
blockiert, damit hat er ja mehr oder weniger das wirklich
Problematische geradezu provoziert."
-
"Ach
ja, noch etwas zum Thema Frauenarzt: Ihr
werdet
merken, wenn ihr ab jetzt zur Untersuchung geht, habt ihr überhaupt
kein Problem mehr, es ist sozusagen für euch ein Heimspiel. Und wenn
ihr dem dann noch sagt, dass er vorsichtig sein und ja nichts kaputt
machen soll, weil ihr noch Mädchen seid und ihr auch Wert drauf legt,
dass das so bleibt und er gleichzeitig sieht, dass ihr nahtlos braun
seid – was glaubt ihr, wie der dann guckt? Das hat der bisher noch nie
erlebt, und ihr werdet sehen, wie nett der zu euch ist, endlich einmal
etwas anderes bei jungen Mädchen als immer nur die Pille verschreiben
und Abtreibungen arrangieren!"
-
"Aber
selbst
wenn
alles
so harmlos abläuft wie bei uns
jetzt, sind die meisten Erwachsenen unversöhnlich, auf keinen Fall darf
so etwas gerade mit ihren Töchtern geschehen! Dann sollen sie lieber
ihre Erfahrungen machen mit allen
dazugehörigen Problemen!
Wenn solche Einstellung nicht dekadent und wirklich pervers ist?"
-
"Außerdem:
Wenn
Mädchen
so etwas mit einem Jungen
oder einem Mann machen, dann normalerweise ja nur, weil sie eine
gefühlsmäßige Beziehung zu demjenigen haben, also weil sie etwa
verliebt sind, und da ist der Schritt nun einmal kleiner, dass auch
noch mehr passiert. Doch Ihr macht das hier ja ohne jegliche
gefühlsmäßige Beziehung, sozusagen aus wissenschaftlichen Gründen.
Also
ist
das
nun
wirklich
kein
Problem
und wird auch keines. Und
alleine könnte Ihr das selbst in unserer heutigen Zeit leider noch
nicht machen, weil Ihr als weitgehend als Freiwild angesehen würdet.
Also, wenn nicht Vater oder Bruder mit euch mitgehen – wer denn sonst
als so ein Mensch wie ich?"
-
"Und
welche Eingebildetheit schwingt hier mit auf Seiten
des Erziehers, der meint, alles zu wissen und alles zu können und
seinen Kindern alles beizubringen. Nein, ich denke anders: Auch ich bin
irgendwie beschränkt, ganz logisch, ich kenne nur einen Teil des
Wissens, das es weltweit gibt, vermutlich wirklich nur einen ganz
geringen Teil. Und ich muss also irgendwie Sorge tragen, dass die
jungen Leute, die mir anvertraut sind oder die sich mir anvertrauen,
lernen, auch über meinen Tellerrand hinauszuschauen und das Wissen zu
finden, was sie wollen und was sie brauchen, notfalls auch etwas ganz
anderes, als was mir vorschwebt. Also versuche ich ihnen beizubringen,
wie sie Menschen unterscheiden können, damit sie offen werden und noch
mehr erfahren. Das Problem ist doch nicht, einen jungen Menschen von
etwas
weg zu erziehen, sondern zu etwas hin!"
-
"Besonders
schlimm
ist
es
auch, wenn sich Eltern oder
andere Pädagogen dahinter verschanzen, dass die Leibfeindlichkeit
angeblich gottgewollt ist, und auch noch meinen, die Adam-und-Eva-Erzählung der Bibel
in dieser Richtung zurechtbiegen zu
müssen, dass das sündige Pärchen seine Sünden weiter vererbt, als ob es
vererbbare Sünden gäbe. Gottes Wille ist doch wohl eher nachzudenken,
also dem heiligen Geist eine Chance zu geben, wie etwas
wirklich passiert, und von daher jungen Menschen dann vernünftige
Strategien beizubringen, dass es ihnen nicht passiert. Doch hier fehlt
diesen angeblich so gläubigen Menschen jegliches Gespür für wirklichen heiligen
Geist!"
-
"Überhaupt:
Auch
nach
der
berühmten
Adam-und-Eva-Erzählung der Bibel ist die Scham
ja nicht von vornherein
von Gott gegeben, sondern das Verfallsprodukt einer nicht gelebten
wirklichen Moral. Und wo hat es das jemals gegeben, dass man aus einem
Verfallsprodukt etwas Vernünftiges erbauen konnte? Etwa aus Rost, aus
morschem Holz? Aber hier soll das funktionieren - unmöglich! Sprecht
doch einmal Erwachsene an und versucht, mit ihnen vernünftig über das
hier Erlebte und über die Zusammenhänge zu reden. Mit manchen mag das
ja gehen, doch noch mehr blocken schlichtweg ab. Die einen wohl
deswegen, weil sie an ihre eigenen Fehler erinnert werden und die
andern, weil sie überhaupt keine Ahnung haben und einfach nur Mitläufer
sind bei dem, was angeblich alle machen, das aber nicht zugeben wollen."
-
"Klar,
die
Sexualität
ist
schon eine brisante Sache, doch
wenn wir glauben, sie etwa unter Badehosen zu verstecken, dann drängt
sie sich irgendwann nur umso unkontrollierbarer an die Oberfläche. Es
ist so wie mit etwas anderem Brisanten, etwa dem Benzin. Man kann recht
einfach daraus Molotowcocktails herstellen, aber niemand macht das,
weil wir es nicht verdrängen und wir gelernt haben, mit ihm vernünftig
umzugehen, wir stehen dazu und benutzen es lieber als Antrieb für
unsere Autos. Na, und so fangen wir auch jetzt ganz konkret an, unsere
Sexualität nicht zu verdrängen sondern zu ihr zu stehen - und wir
werden sie in den Griff kriegen und sie wird uns zum Nutzen werden!"
-
"Das
mit der Scham, was man euch beigebracht hat, war
also ganz offensichtlich gelogen, und wo mögt ihr sonst noch überall in
solchen Sachen belogen werden?"
-
"Und
etwas ganz Wichtiges: Ihr werdet sehen, dass ihr –
zumindest nach einiger Zeit – viel unbefangener mit Jungen umgehen
könnt, ihr werdet nicht mehr so eingebildet und tussihaft auf sie
wirken, ihr werdet natürlicher mit ihnen reden können, ihr werdet von
ihnen als Kameraden angenommen werden, irgendwie verlieren sie dieses
undurchschaubare Geheimnisvolle, alles wird ehrlicher, menschlicher!
Eine junge Studentin erzählte mir einmal, wie sie einmal bei einem
Kommilitonen war und er ihr den Tee
servierte in einer Tasse, bei der der Griff ein Penis war oder so, da
fragte ich sie, was sie nun gemacht hätte, und als sie antwortete,
`gelacht´, da meinte ich (nein, nicht `das ist aber ein böser Bube, mit
dem darfst du nicht mehr spielen (!)´, sondern): `Schon gut, wie du das
gemacht hast, doch ich habe eine noch bessere Idee, denn der wollte
doch nur testen, wie du dich verhältst, um dich vielleicht sogar
anzubaggern. Daher gibst du dem am besten etwas zurück und beobachtest,
wie er reagiert. Also informier´ dich doch mal, wo es eine Sauna für
Studenten gibt oder so und bitte ihn, dich zu begleiten, denn allein
möchtest du da nicht hingehen, weil man dann doch leicht dumm angegafft
oder gar als Freiwild angesehen wird oder so´. Ich sage damit nicht,
dass sie das unbedingt so machen sollte oder dass ihr das jetzt in
einer ähnlichen Situation auch so machen sollt, doch sie kannte jetzt
einen Spielraum und konnte sozusagen aus der Tiefe des Raums in den
Angriff übergehen! Und vor allem weiß sie, dass ich nicht mit
irgendwelchen verklemmten Moralisierereien anfange, sondern ihr helfe,
sinnvoll konstruktiv zu sein. So mache ich das natürlich auch mit euch.
Und das alles soll ja dazu führen, dass ihr das Heft des Handelns in
euren Händen behaltet und das bringt wirkliche Freiheit und Lockerheit!
Es geht hierbei auch nicht um irgendeine Eifersucht von meiner Seite,
denn es ist ja das Normale, dass ihr euch um Jungen eures Alters
kümmert. Meine Sorge ist nur, dass ihr vernünftige findet, die euch
nicht vergackeiern, doch ich sehe, ihr werdet das schon richtig machen!"
-
"Ihr
müsst auch bedenken, dass es im Umgang mit Jungen
und Männer noch ein Problem gibt. Frauen und Mädchen beklagen sich ja
sehr oft, dass alle Männer Schweine sind, weil die immer nur das
Eine wollen. Doch ihr müsst einmal bedenken, dass die Jungs
und/oder Männer hier in einer Zwickmühle sind. Denn wenn sie nicht rangehen,
dann
meinen
sie
doch,
dass
es
bei
euch heißt, dass sie impotent oder
schwul sind. Wie sie´s machen, ist´s also falsch. Was wäre, wenn ihr
also vernünftig mit ihnen redet und sie zu so etwas ermuntert, was wir
hier machen? Ihr müsst ja auch bedenken: Die guten Männer müssen ja
irgendwo her kommen. Und solch eine Kameradschaft wie jetzt ist nicht
nur für mich schön, sondern auch für junge Männer, ja es ist sogar eine
Art Belohnung für eine positive Einstellung zu Frauen und Mädchen. Und
auf Dauer werden Menschen nur etwas tun, wenn es sich für sie lohnt.
Also habt ihr hier schon eine Aufgabe! Dabei ist der Vorteil für euch,
ist dass ihr nicht drauf warten müsst, bis alles einmal besser wird,
sondern dass ihr schon einen Vorteil habt, sobald ihr nur anfangt!"
-
"Ob
Jungen und Männer allerdings zu so etwas überhaupt
fähig sind? Dazu solltet ihr wissen: Männer sind viel besser als ihr
Ruf! Die sind wirklich nur so draufgängerisch, weil sie meinen, dass
die Mädchen das sowieso so wollen. Wenn die jedoch merken, wen sie vor
sich haben, dass hier einmal ein Mädchen ist, das ein vernünftiges
partnerschaftliches Lebenskonzept hat – ohne diese dämliche Leib- und
Geistfeindlichkeit, dann werdet ihr sehen, dass die das toll finden
und
das auch noch unterstützen, so wie ich euch jetzt unterstütze. Und je
nachdem lassen sie euch in Ruhe und wollen nichts von euch,
oder sie laufen euch geradezu hinterher – um euch vor den Traualtar zu
bringen. Denn solche Mädchen sind gesucht!"
-
"Überhaupt,
diese
ganze
Sexualscham
der Mädchen wirkt auf
Jungen und Männer eher wie ein arrogantes und unechtes Getue und weckt
schließlich nur eine Art Sportsgeist, euch einmal zu zeigen, was
wirklich hinter eurem moralischen Getue steckt, also zum Sex zu kommen.
Eine echte Moral aus dem Herzen würden die meisten Jungen und Männer
dagegen ja voll akzeptieren. Das Problem ist, dass ihr Mädchen von
Natur aus eigentlich gar nicht so seid, dass ihr viel lieber eine echte
Moral leben wollt, ja wenn man euch nur ließe und euch nicht verdrehte.
Dieses ganze Getue wird euch regelrecht beigebracht, ich habe es selbst
mitbekommen. Wie gut hatte ich mich etwa einmal mit einem 11jährigen
Mädchen verstanden, und für die Überwindung der ganzen Scham auch ein
junges chinesisches Ehepaar gefunden, das zumindest dabei war, damit
das Mädchen sah, dass alles in Ordnung war. Doch im letzten Moment
tauchte da noch eine amerikanische Tante auf, die von der Mutter her
unbedingt mit sollte (nein, nicht wegen des Mädchens, sondern weil sie
sie los sein wollte für eine sturmfreie Bude), und obwohl ich
der alles auch auf der langen Autofahrt erklärt hatte und sie auch
einverstanden tat, verdrehte sie im letzten Moment das Mädchen – und da
war das arrogante Getue und mit dem Mädchen war fortan nicht mehr
richtig zu reden."
-
"Natürlich
ist
es
unfair,
wenn die Jungen erst bei der
Partnerwahl merken, was die intelligenten Mädchen von ihnen erwarten.
Damit kann ein Mädchen wohl die Machos aussortieren, was ja auch schon
einmal was ist, aber es verhindert nicht, dass diese entstehen.
Sie ändern sich dann auch nicht mehr. Sie haben ja die ganze Zeit
trainiert, wie ein Junge beziehungsweise Mann angeblich zu sein hat,
das können sie gar nicht so leicht abschütteln, auch wenn sie
schließlich realisieren, dass die wirklich netten Mädchen darauf gar
nicht stehen. Auch für Jungen muss das Ganze also viel früher ansetzen,
es muss eben schon viel früher ein Konzept geben – nicht nur das
Aussortieren durch die pfiffigen Mädchen, sondern auch von Anfang an.
Und es ist ja auch für die Mädchen mühsam, wenn sie so viele
aussortieren müssen. Man müsste also Jungen und Mädchen gleich stark
aktivieren. Auch wenn Mädchen vielleicht eher darauf anspringen
– Mädchen springen auf so vieles leichter an, sie können sich besser
ausdrücken und verständigen, sich in andere besser einfühlen und sind
an sozialen Sachen interessiert usw., aber gerade deswegen muss man
doch auch die Jungen mitnehmen, die sind in mancher Hinsicht
echt benachteiligt. Und wenn sie sich dann zu Machos entwickeln, weil
sie manches einfach nicht abraffen, werden sie am Ende auch noch von
den eigentlich netten Mädchen aussortiert. Bei einer wirklich guten
Erziehung muss eine vernünftige Einstellung zum anderen Geschlecht also
eigentlich von Anfang an das Thema sein. Der ideale Ort ist also ein
entsprechender Kinderunterricht. Ich fand es jedenfalls toll, mit den
Kindern zu reden – und wo sowohl Mädchen als auch Jungen dabei waren.
Doch Ansprechpartner sind dabei eher die Mädchen, nicht nur weil sie
die beweglicheren sind, sondern auch weil sie im Grunde die sind, die
bestimmen, wie sich die Jungen am besten zu verhalten haben. Mir
erzählten Mädchen immer wieder, dass sie schon von Kindheit an die
sind, die es leichter haben, wenn sie Doktorspiele oder auch mehr
wollen – oder auch das hier, allerdings kommt dafür wohl eher der
eigene Vater infrage. Und solches Verhalten darf euch natürlich nicht
erst beigebracht werden, wenn ihr 18 seid, sondern das hätte eigentlich
schon passieren müssen, als ihr 9 oder 10 gewesen seid. Jedenfalls habt
ihr in dem Alter längst die Fähigkeit dazu, das alles zu begreifen, und
ihr seid auch entsprechend mutig und offen, auch mit anderen zu
diskutieren und sie zu überzeugen. Ich sehe es so, dass man euch eben
nur eine bessere Munition und bessere Waffen geben muss, dann könnt ihr
auch ganz anders wirksam sein – mit euren Fähigkeiten."
-
"Ich
bin im Übrigen der festen Überzeugung, dass
wirkliche Liebe und Partnerschaft nur
möglich ist, wenn diese ganze
Leibfeindlichkeit überwunden ist, wenn wir uns also auch an die
Nacktheit ganz allgemein gewöhnt haben. Denn solange es diese
Sexualscham gibt, wenn wir also zumindest irgendwelche Körperteile
verhüllen müssen, werden diese bei Gelegenheit immer besonders
faszinierend werden und sie werden sich also in den Vordergrund drängen
und damit gleichzeitig unseren Zugang zu wirklicher Liebe und
Partnerschaft verdrängen. Die Beziehung zwischen den Geschlechtern wird
damit immer zumindest in der Nähe der Prostitution stehen, dass also
Frauen nicht wirkliche Partner für die Männer sein können, sondern
ihren Körper verkaufen. Mir wird nun bisweilen unterstellt, ich würde
sagen, dass automatisch das Paradies eintritt, wenn wir alle nackt
herum liefen. Das ist natürlich totaler Unfug. Ich sage vielmehr, wenn
endlich diese Geistfeindlichkeit überwunden ist, also dass man sich
weigert, gerade euch Mädchen zu sagen, was wirkliche Moral ist und wie
ihr wirklich reinfallt – siehe etwa Gespräch 1 – dann wird
wirkliche Moral Wirklichkeit werden und das Problem der Nacktheit
erledigt sich von alleine. Einen Vorgeschmack habt ihr jetzt ja
immerhin, und wie ich sehe, klappt das doch schon sehr gut!"
-
"Natürlich
ist
das
hier
zumindest zunächst auch für mich
nicht ganz einfach, schließlich seid ihr ja keinesfalls unattraktive
und unsympathische Mädchen und vor allem auch mit einem tollen Niveau!
Doch wie würde ich mich vor euch blamieren, wenn ich jetzt alles das,
was euch zu unserem Zusammentreffen motiviert hat und was ich euch
beigebracht habe, über den Haufen würfe? Irgendwie ist das ja auch ein
Schutz für mich, dass ihr so über alles nachdenkt und zu einer
bewussten Moral gekommen seid. Damit muss ich fertig werden und ich
werde es ja auch, irgendwie kommt es, gerade weil ihr euch so lieb mir
anvertraut, recht schnell zu typischen Vatergefühlen, die sich dann
höchstwahrscheinlich auch nicht mehr umändern lassen. Klar,
ausschließen kann man das nie, dass hier auch mehr ist, doch
müsste dazu schon einiges mehr von Euch ausgehen als das hier – auf
alle Fälle gelten immer die Spielregeln unseres Glaubens! Die
echten Väter haben es dagegen von vornherein viel einfacher, sie
wachsen in dieses Vatergefühl sozusagen hinein – wenn dieses
Hineinwachsen nicht von paranoiden und hysterischen und zu keinerlei
Sachlichkeit und Nüchternheit fähigen Müttern und anderen Frauen, die
sich in die Erziehung einmischen, verhindert wird, die den Männern von
vornherein alles Mögliche und Unmögliche unterstellen und daher gar
nicht erst eine vertraulichere Beziehung mit den Töchtern entstehen
lassen. Von einem Aufeinanderzuarbeiten kann schon gar keine Rede sein,
was eigentlich sinnvoll wäre. Und die Väter sind so schwach und
verunsichert und abgestumpft und möglicherweise auch voller
Schuldgefühle, dass sie sich das gefallen lassen."
-
"Also
geschädigte
oder
zumindest
unreife Erwachsene, oder
was denn sonst? Immerhin muss hier auch gesagt werden, dass sich auch
Erwachsene besinnen und es schließlich besser machen können. Doch
leider denken sie im Allgemeinen nicht daran und tun etwa so, als ob
sie nichts verstehen, und verteidigen hartnäckig ihre offensichtliche
Verklemmtheit und fehlende wirkliche Moral! Ja, was denn sonst? Etwa
Sorge? Ach, wenn es die wäre, würden sie doch sachlich nachdenken, aber
offensichtlich tun sie das doch nicht."
-
"Oder
sie
versuchen
sogar
Tipps zu geben, dass etwa die
ganze Sexualmoral sowieso nur eine unnatürliche Unterdrückung sei und
dass also die sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe Unfug ist und dass
man schon ausprobieren müsse. Als ob man zur Probe lieben könnte, als
ob ihr ein Probierobjekt seid? Also, wenn ihr da mitmacht? Ich kann es
eigentlich nicht glauben!"
-
"Schon
einmal
etwas
vom
Helfersyndrom gehört? Damit ist
gemeint, dass Leute, die meinen, anderen helfen zu müssen, in
Wirklichkeit selbst diese Hilfe brauchen. Und das gilt besonders für
den Bereich der Sexualität. Gerade wenn Frauen damit selbst Probleme
haben, die sie sich natürlich nicht eingestehen, meinen sie etwa, junge
Mädchen vor irgendwem beschützen oder in irgendeine Richtung lenken zu
müssen. Da sie ihre eigene Problematik nun nicht richtig aufgearbeitet
haben, machen sie dabei sozusagen alles falsch, sie bringen euch etwa
die Leibfeindlichkeit in solchen harmlosen Sachen wir hier bei und
keinesfalls die vernünftige Menschenkenntnis und Lebensklugheit, die
sinnvoll wäre. Alles also, wie bei ihnen selbst einmal gehabt. Ihr
solltet euch also diejenigen, die euch hier Ratschläge geben oder gar
vor so etwas wie hier warnen, schon genauer ansehen! Soviel ich sehe,
sind hier Männer irgendwie schon brauchbarer, zumindest wenn sie
wirklich wollen, und insbesondere die Väter!"
-
"Ja,
wo sind allerdings denn die Väter, die mit ihren
Töchtern so offen umgehen und mit ihnen so sinnvoll reden? Und wenn ich
mich zuständig sehe und das nachhole, dann bin ich der Buhmann!
Verkehrte oder eben kaputte Welt! Im Übrigen meine ich, dass die
Mädchen ab etwa 10 Jahren vom Vater erzogen werden sollten, die Mütter
haben doch sowieso keine Ahnung, die geben doch immer nur ihre
Scheuklappen gegenüber Männern weiter ;–). Ja natürlich, was Frauen
hier im Allgemeinen weitergeben, das können wir Männer uns doch nicht
länger bieten lassen!"
-
"Aber
die
anderen
Männer,
die sind doch alle anders, die
sind doch alle nicht so gutwillig, die würden sich doch in solchen
Situationen anders verhalten? Oder etwa nicht? Dazu ist zu sagen, dass
die allermeisten Männer vermutlich gar nicht so schlecht sind, ja, dass
sie euch sogar beschützen würden, damit euch nichts passiert.
Allerdings:
1.
Das
unsichere
Getue
vieler (oder der meisten?) Mädchen wirkt auf Männer
einfach nur eingebildet, als ob sie besser als sie wären und sowieso
alles besser wüssten. Das verprellt natürlich gerade die vernünftigen
Männer. In Wirklichkeit ist diese Eingebildetheit der Mädchen natürlich
nur Unsicherheit.
2.
Die
richtigen
oder
eben die falschen Typen können diese Eingebildetheit
allerdings richtig einschätzen, dass das alles nämlich nur Unsicherheit
ist, hinter der sie vermuten, dass ihr im Grunde auch noch regelrecht
scharf seid, und entsprechend vorgehen. Daher laufen die Mädchen denen
geradezu hinterher. Und die kriegen dann auch, was sie wollen.
3.
Und
bei
den
Mädchen entsteht noch mehr der Eindruck, `alle Männer sind
so´. Dabei haben sie nur die eine Sorte Männer von vornherein falsch
eingeschätzt und die andere auch, als sie der hinterher gelaufen sind.
4. Überlegt
einmal, in welche gefährliche Situation ich mich begebe, dass ich hier
so offen mit euch bin. Wenn ihr böswillig seid und zum Jugendamt lauft
und mich anzeigt, habe ich sozusagen kaum eine Chance. Ich habe so
etwas schon erlebt mit einem Jugendamt und mit einer Psychologin,
obwohl die Eltern damals voll auf meiner Seite standen. Immerhin war
die Polizeikommissarin sachlich und hat genauer hingesehen und mit den
Mädeln unter vier Augen gesprochen und die Sache zu den Akten gelegt.
Aber die Emanzen vom Jugendamt und vor allem diese Psychologin haben
geschäumt vor Wut.
Also kommen selbst die Männer,
die wissen, was läuft, und
die gutwillig sind, und gerade auch Väter, gar nicht erst auf die Idee,
euch wirkungsvoll zu helfen – ein Teufelskreis."
-
"Und
ob Jesus vor 2000 Jahren nicht auch diesen
Mangel an
wirklich vernünftigem männlichem Einfluss gesehen hatte und etwas in
dieser Richtung ändern wollte, also für uns Menschen wirklicher Vater
sein wollte? Natürlich nur in einer Weise, die damals möglich war?
Allerdings auch da wurde er bekanntlich schon missverstanden."
-
"Ach
ja, und wenn ich Freude bei meinem Engagement habe,
wenn ich das also gern mache – wo ist das Problem? Ist Freude etwa
verboten? Dabei: Wenn ich nicht bei alldem eine gewisse Freude hätte,
würde ich es ja gar nicht machen, und dann würde euch niemand bewusst
machen, wie ihr so verlogen immer in die falsche Richtung geschickt
werdet. Und ob es nicht auch eine Genugtuung sein kann, die jungen
Menschen so über die anderen Erwachsenen aufzuklären und was
hinter deren Moral eigentlich steckt? So ein innerer
Reichsparteitag entschädigt doch für vieles und bringt im
Endeffekt sicher auch mehr als die üblichen oberflächlichen Affären.
Manche mögen das ja Aufhetzerei nennen, aber geschieht die nicht zu
Recht? Immerhin lassen sich die Erwachsenen, die anders sind, ja leicht
unterscheiden, indem sie den jungen Leuten etwa meine Website nahe
bringen oder ihnen mein Buch geben. Und kann es nicht gerade das
Kennzeichen für etwas Gutes sein, dass es auch Freude macht?"
-
"Aber
provozieren
Mädchen
und
Frauen nicht gerade Vergewaltigungen,
wenn sie so
etwas machen? Ja, das mit der
Angst vor Vergewaltigungen, das ist auch so ein Papiertiger.
Vergewaltigungen passieren nämlich immer ganz anders, als einem so
eingeredet wird. Es gab einmal Untersuchungen, was das für Frauen und
Mädchen sind, die eher vergewaltigt werden. Und man hat festgestellt,
dass das keinesfalls die flotten und munteren sind, auch wenn die etwas
attraktiver angezogen sind, sondern die eher braven und
zurückhaltenden. Das Problem einer Vergewaltigung ist ja im Allgemeinen
der Schrecken, die psychische Überrumpelung,
wofür
gerade
die braven
und zurückhaltenden besonders anfällig sind. Dagegen sieht es so aus,
als ob die flotten und munteren eine Art selbstsicherer Aura um sich
herum haben, so dass sich solche Vergewaltigungstypen gar nicht erst an
die herantrauen. Ja, wenn es solche Vergewaltigungstypen überhaupt
gibt, meistens sind es wohl eh eher Gelegenheitsvergewaltiger, die
haben einfach wie viele Männer auch sonst ein sehr verachtendes
Frauenbild. Nur nehmen diese allerdings die Gelegenheit auf diese Weise
wahr, wenn sich eine bietet. Und die beste Strategie gegen
Vergewaltigung ist also Rationalität und Selbstsicherheit, na und das
alles kann man lernen! Wer jedenfalls das hier kann, der hat schon
einmal eine gehörige Portion davon! Das ist ja mein Anliegen! Und
zudem: Würdet ihr denn mit Badesachen mit einem kaum oder nicht
bekannten Mann an einen einsamen Strand gehen? Das wäre doch mindestens
genauso leichtsinnig – und so wie jetzt bei uns liegen doch die Sachen
gleich offen da, alles ist viel ehrlicher, weil man auch längst über
alles geredet hat, so könnt auch ihr doch viel eher erkennen, woran ihr
seid? Und sollte nun dennoch ein Mann komisch werden und Anwandlungen
bekommen, na, dann könnt ihr dem doch viel schneller auf die Genitalien
hauen, denn dann hört der sowieso die Engel singen, oder kräftig oder
sanft am entsprechenden Teil zupacken, dann entspannt der sich, und die
Gefahr ist erst einmal vorbei. Und ihr wisst, woran ihr bei dem seid.
Das hier nur zur Vollständigkeit, ich bezweifle, ob das in der Praxis
überhaupt vorkommt."
-
"Überhaupt:
Ich
sage
euch
voraus, bei eurem Bewusstsein,
mit dem ihr beide hier das angefangen habt, werdet ihr dasselbe, was
ihr hier erlebt, auch erst einmal mit einem späteren Partner erleben
wollen, das ist völlig klar, es sei denn, eine von euch macht nicht
wirklich bewusst mit, also nur, weil sie von der anderen angestiftet
wurde und nichts richtig verstanden hat. Jedenfalls wäre das hier der
Filter für die oberflächlichen und zweifelhaften Typen von Jungen und
Männern, die gar nicht wirklich zu euch passen. Die würden bei so etwas
nämlich gar nicht erst mitmachen, oder wenigstens so verkrampft, dass
ihr das merken würdet."
Anmerkung:
In
der
Medizin
ist
es
üblich,
nach
einer neuen Therapie zu suchen, wenn
man merkt, dass die alte nicht hilft. Doch in Fragen der Moralerziehung
scheinen wir irgendwie mit Blindheit und Ignoranz geschlagen zu sein,
da bleibt man lieber bei den alten Methoden, obwohl die doch nun
wirklich nichts bringen. Aber das kann man ja auch ändern!
Und lieber
Vater, Sie brauchen nicht unbedingt an einem Nacktstrand mit Ihrer
Tochter gewesen zu sein, gehen Sie mit ihr doch einmal in eine Oper,
ich denke hier an Rigoletto, oder in ein
Theaterstück, vielleicht gibt es gerade den "Besuch
der alten Dame" von Dürrenmatt? Oder sie geben Ihr ein Buch zu
lesen, etwa von Gabriel García Márquez "Erinnerung
an meine traurigen Huren" - es gibt über alles viel zu reden!
Und aus dem Schriftwechsel
mit einem Vater:
Zielgruppen also
Ansprechpartner für Dich sind primär Eltern und jugendliche Erwachsene
bzw. religiöse Institutionen, aber primär nicht staatliche Vereine.
Meine persönliche Erfahrung zum
Thema bzw. Meinung:
Ich habe die sexuelle Entwicklung meiner Tochter freigestellt.
Sie soll so gut sie kann selbst entscheiden, ich wollte sie nicht zu
sehr beeinflussen.
dass die Eltern einen gar so großen Einfluss auf 10-14 jährige hätten,
wie Du Dir wünscht, stelle ich in Frage.
Meist sind es „fremde“
Bezugspersonen....
Antwort vom Verfasser:
Erst einmal zu den
Möglichkeiten der Eltern: Also wenn ich mich erinnere, von meinen
Eltern kam doch gar nichts, aber absolut nichts, und was kam, das war
nur Schrott. Ja, sie gaben uns einmal so ein Heftchen, meiner Schwester
eins für Mädchen und mir eins für Jungen, das für Mädchen war natürlich
interessanter. Wir haben es also schon interessiert gelesen.
Was wäre, wenn da etwas
Vernünftiges käme? Was sage ich denn so Ver-rücktes? Also ich habe
meine Tochter informiert, wie Mädchen wirklich reinfallen und
ihr von daher die Leibfeindlichkeit regelrecht ausgetrieben, damit sie
auch wirklich begreift, was Moral ist und was es nicht ist, das ist
doch zumindest Aufgabe des Vaters? Natürlich muss das rechtzeitig
geschehen, im Alter von zehn Jahren ist es schon fast zu spät. Und man
kann ja seiner Tochter auch auf dieses Stichwort hinweisen?
Eigentlich himmeln die Mädchen doch irgendwann ihre Väter an – also
würden sie doch auch etwas übernehmen? Und man kann ja auch
durchaus zugeben, dass man mit manchem hier selbst seine Schwierigkeit
hat, dass man seiner Tochter aber nichts Wichtiges vorenthalten möchte?
Vielleicht kann eine ja auch einmal den Vater ermuntern, wo steht denn
geschrieben, dass immer nur die Alten die Jungen lehren – warum nicht
auch einmal umgekehrt?
Es liegt doch nicht daran, dass
etwas nicht geht, sondern dass wir (noch) unfähig sind. Doch das lässt
sich ja wohl ändern! Ich bin also
sehr optimistisch!
Das Konzept einer sinnvollen Sexualerziehung siehe dort - auch mit einer Grafik!
Siehe auch Vater-Tochter-Beziehung!
Den "Offenen Brief eines alten
Religonslehrers an junge Mädchen über die weibliche Sexualität und die
Bibel" (Mai 2012) gibt es auch online auf Deutsch, auf Englisch und auf Niederländisch! Hier ein Vater-Tochter-Gespräch kurz und zackig!
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