VISION. Der "Brockhaus" schreibt: "Traumbild, prophetisches Zukunftsbild, Erscheinung; als Wirklichkeit empfundene anschauliche Gesichtswahrnehmung, der kein empirisch fassbarer Gegenstand entspricht. Visionen treten häufig in ekstatisch-religiösen Zuständen auf und sind oft mit Prophezeiungen verbunden."

Da hat sich die Auffassung heute wohl ein wenig geändert! Visionen können durchaus realistische Zukunftsentwürfe sein, siehe hier unter Utopie, oder auch unrealistische Träumereien, siehe Illusion. Die Unterscheidung ist sehr wichtig, denn wenn etwa klar ist, daß es sich bei einer Idee um eine Illusion handelt, dann ist jede weitere Beschäftigung damit pure Zeitverschwendung! Ergebnisse von "ekstatisch-religiösen Zuständen" gehören wohl weitgehend zum Themenbereich Psychologie.

Inwieweit will man eigentlich selbst von dem profitieren, was da Vision ist?

Wenn ich so manche der Zuschriften zu dieser Website betrachte, dann wird mir einerseits von eigenen Enttäuschungen berichtet, doch gleichzeitig werde ich ermuntert, mich nicht klein kriegen zu lassen und weiterzumachen. Es sieht also so aus, als ob Menschen durchaus akzeptieren, daß sie selbst in ihrem Leben Pech hatten, wenn es nur einmal für andere - für die Nachwachsenden - anders wird! Und gewiß profitiert man davon auch selbst, daß es nämlich nicht umsonst war, was man da erlebt hatte oder erleben mußte, weil man es nicht besser wußte.

Also ich finde, das ist eher christlich als immer nur dieses Verdrängen mit einem angeblichen christlichen Liebesgebot - da schwingt nämlich keine Vision mit! (Wörterbuch von basisreligion)