VOGEL-STRAUSS-THEOLOGIE.

Damit sei einmal diejendige Theolgie bezeichnet, in der man die modernen Erkenntnisse von Religionskritik und Bibelkritik, von Leben-Jesu-Forschung und Kirchengeschichte oder auch von Naturwissenschaft, Philosophie und Pädagogik einfach ignoriert und sich also damit auch nicht auseinander zu setzen braucht, sondern immer so weitermacht, als ob es das alles nicht gäbe. Wie der "Vogel Strauß", der bei drohender Gefahr angeblich seinen Kopf in den Sand steckt, damit es die Gefahr für ihn nicht gibt, stecken viele Theologen den Kopf in den Sand, um nicht wahr zu haben, was inzwischen an neuen Erkenntnissen ihre traditionelle Theologie gefährden könnte.

Das ist dasselbe, als ob ich ein Haus baue - und ich gar nicht wissen will, ob das Fundament tragfägig oder die Baumaterialien wirkliche Qualität haben - ein unglaublich kurzsichtiges und sogar ausgesprochen dummes Verfahren. 

Und dennoch ist dieses Verfahren in der Theologie geradezu die gängige Praxis, und nicht nur bei den Fundamentalisten, die an die Schöpfung durch einen Gott glauben und gegen die Evolution sind, sondern auch bei druchaus ernst zu nehmenden Theologen.

Mir fiel solches Verfahren auf bei der Lektüre des Buchs "Der blockierte Riese"  von Manfred Lütz, siehe meine Rezension. Lütz bezeichnet das Buch "Nein und Amen" der Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinmann" als "Unterhaltungstheolgie". Damit braucht er sich nicht mit den kritschen Inhalten auseinanderzusetzen und kann weiter machen, als ob nichts wäre. So einfach geht das also.

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