VORGEZOGENE EHE kann man eine Beziehung bezeichnen, in der die Partner zwar noch nicht verheiratet, sich jedoch absolut einig sind, daß sie einmal heiraten. Sie praktizieren daher bereits eine Ehe, vollziehen also auch den Geschlechtsverkehr. Dagegen wäre im Grunde nichts einzuwenden, wenn die Idee der vorgezogenen Ehe nicht oft genug mißbraucht und als seriös klingendes Argument für unverbindliches Zusammenleben mit Verkehr diente. Zudem wird dann auch der Vorteil von Eckpunkten für unser ganzes Leben verwischt - siehe etwa Feste und Gedenktage oder Initiationsriten. Dadurch wird dann genau die Freiheit eingeschränkt, die gerade typisch für unseren christlichen Glauben sein sollte. Daher kann eine vorgezogenen Ehe nur als Übergangslösung aus der Vergangenheit akzeptiert werden, bis durch eine Bewußtseinsänderung wieder die Ehe als einziger Ort für vollendeten Verkehr anerkannt wird.

Warum also nicht lieber stattdessen eine Art Verlobung in Verbindung mit dem Erlebnis einer Phase der Ästhetik arrangieren? 

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)