Vom ZERBRECHEN einer Beziehung, gleichgültig ob im Hinblick auf eine Ehe oder auf eine lange und innige Freundschaft, sprechen wir, wenn sich das Auseinanderleben der Partner nicht schnell und offenkundig wie bei einer Enttäuschung (wenn man also etwa auf einen regelrechten Don Juan  reingefallen war), sondern langsam und vielleicht auch erst einmal kaum merklich vollzieht. Auch gibt es keinen offensichtlich Schuldigen, manchmal haben beide sogar ihr Bestes zum Gelingen der Partnerschaft getan.

Ein solches Zerbrechen wird daher auch immer noch eher als schicksalhaft empfunden und mehr oder weniger als unausweichlich hingenommen. Man kann da einfach nichts machen, so etwas passiert halt nun einmal...

Da jedes Zerbrechen einer innigen Beziehung von Mann und Frau letztlich eine menschliche Katastrophe ist, sollten wir wenigstens nach den Ursachen fragen. Wenn wir vielleicht auch den betroffenen Menschen damit nicht mehr helfen können, so können wir doch sicher eine Lehre für uns selbst und für die nachwachsende Generation ziehen (siehe Beichte). Selbst wenn wir gern von Schicksal sprechen, weil sich angeblich einer der Partner unvorhergesehenerweise geändert hat, so ist bei näherem Hinsehen doch zumeist alles nicht so schicksalhaft gewesen. War man wirklich einmal von einem durchdachten Lebenskonzept ausgegangen und hatte man eine sinnvolle Reihenfolge vor allem mit dem Erlebnis der Phase der Ästhetik eingehalten? War Auslöser der Beziehung eine wirkliche Liebe oder nicht doch eher eine zwar berauschende doch nichtsdestoweniger hohle  Verliebtheit gewesen? Hatte man wirklich rechtzeitig überlegt, ob man nicht doch von der Natur eher für ein kameradschaftliches Verhältnis füreinander geschaffen war (siehe Kamerad) oder gar für eine Bruder-Schwester-Beziehung?

Zumindest einiges von alledem hatten die Partner, deren Beziehung zerbrach, erfahrungsgemäß eben doch nicht überdacht und auch nicht getestet, als es noch Zeit war.

Im Gegenteil, sie dachten, "es wird schon gehen", und hielten Kompromisse für normal und unproblematisch. Doch das war ein Irrtum. Es war nicht Schicksal, es war auch (gegebenenfalls) keine wirkliche christliche Ehe gewesen, es war ganz natürlich, daß die Beziehung schließlich zerbrach. Was sie jetzt noch tun können?

Vielleicht sollten sie doch einmal überlegen, ob sie sich mit einem neuen Partner, der bisweilen der Grund für das Zerbrechen ist, wirklich besser stehen. Könnte es nicht sein, daß sich ihr Schicksal mit dem neuen Partner wiederholt? Vielleicht war der alte Partner doch der bessere?

Und wenn alles nicht hilft: Versucht wenigstens, in Frieden auseinander zu gehen! Siehe auch Ehescheidung, Scheidungsrecht. (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)